Lehrplan der Landwirtschaftlichen Fachschule, Fachrichtung Landwirtschaft und Landschaftspflege, Änderung
LGBL_VO_20010130_5Lehrplan der Landwirtschaftlichen Fachschule, Fachrichtung Landwirtschaft und Landschaftspflege, ÄnderungGazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
30.01.2001
Fundstelle
LGBl. Nr. 5/2001 5. Stück
Bundesland
Vorarlberg
Kurztitel
Text
Verordnungder Landesregierung über eine Änderung des Lehrplanesder Landwirtschaftlichen Fachschule,Fachrichtung Landwirtschaft und Landschaftspflege
Auf Grund der §§ 15 und 24 des Landwirtschaftlichen Schulgesetzes, LGBl. Nr. 14/1979, in der Fassung LGBl. Nr. 47/1996, wird verordnet:
Die Verordnung über den Lehrplan der Landwirtschaftlichen Fachschule, Fachrichtung Landwirtschaft und Landschaftspflege, LGBl. Nr. 36/1997, wird wie folgt geändert:
„IV. Abschnitt
Stundentafelfür die Landwirtschaftliche Fachschule,Fachrichtung Landwirtschaft und Landschaftspflege
Wochenstunden Jahresstunden
Schulstufe 1. 2. 3. 4.
A. Allgemeinbildender Unterricht
Religion 1 1 1 –
Deutsch 3 2 2 –
Englisch 1 1 1 –
Mathematik 2 1 – –
Lebenskunde und Gesundheitslehre 1 – 1 20
Chemie, Ökologie und Umweltschutz 2 2 – 20
Wirtschaftskunde und Marktlehre 1 – – –
Politische Bildung und Landeskunde 1 – 2 20
Rechtskunde – 1 2 30
Maschinschreiben und Textverarbeitung 1 – – –
Informatik – 2 2 30
Musische Bildung 1 1 1 –
Leibesübungen 2 1 1 –
B. Fachtheoretischer Unterricht
Bodenkunde 1 – – –
Landschaftspflege – – 2 30
Landschaftsbau und Vermessungskunde – – – 20
Landschaftsentwicklung und -geschichte – – – 25
Pflanzenbau 3 3 2 45
Gemüsebau und -verwertung – 1 – –
Biolandbau – – – 15
Obstbau 2 2 – –
Waldwirtschaft 2 1 – 15
Nutztierhaltung und -zucht 3 4 3 –
Tierheilkunde – – 1 –
Milchwirtschaft – – 2 –
Alpwirtschaft – – 1 15
Landtechnik und Arbeitswirtschaft 2 4 2 –
Baukunde – – 2 20
Betriebswirtschaft und Rechnungswesen – 4 3 65
Marketing – 1 1 –
Tourismuswirtschaft – – – 30
Verfügungsstunden – – 1 40
C. Praktischer Unterricht*) 11 8 7
Landschaftspflege – – – 60
Pflanzenbau x x – –
Obstbau x x – –
Waldwirtschaft x x x –
Nutztierhaltung und -zucht x x – –
Fleischgewinnung und -verarbeitung – – x –
Melken und Stallpraxis x x – –
Milchverarbeitung – – x –
Landtechnik x x x –
Holzbearbeitung x x x –
Metallbearbeitung x – – –
Baukunde – – x –
Betriebswirtschaft und Rechnungswesen – x x –
Marketing – – x –
Summe der Stunden 40 40 40 500
*) Die Stunden werden entsprechend den Erfordernissen des Lehrplanes, der Jahreszeit und der Lehrzeitanrechnung auf die mit „x“ markierten Fächer aufgeteilt.
Gesang 1 1 1 –
Fremdsprache 1 1 1 –
Instrumentalmusik 2 2 2 –
Maschinschreiben und Textverarbeitung – 1 1 –
Informatik 1 1 1 –
Kochen – – 4 –
Bienenkunde 1 – – –
Pferdewirtschaft 1 2 – –
Werken mit verschiedenen Werkstoffen 2 2 2 –
Schweißen – – 3 –
Leibesübungen 2 2 2 –
Musische Bildung 1 1 1 –
Schulspiel und Tanz 2 2 2 –
A. Wahlpflichtpraktika
Hofpraktikum, Jeweils eines dieser Praktika ist als
Werkstättenpraktikum, Wahlpflichtpraktikum im Ausmaß von
Hof- und Werkstättenpraktikum: 160 Jahresstunden im Anschluss an das
erste Unterrichtsjahr und von 140
Jahresstunden vor dem zweiten Unter-
richtsjahr zu belegen.
B. Pflichtpraktika
Fremdpraktikum: Das Fremdpraktikum im Ausmaß von 13 Wochen ist
zwischen dem zweiten und dritten Unterrichtsjahr
in der Zeit von Anfang Juni bis Ende Oktober zu
absolvieren.
Forstpraktikum: Das Forstpraktikum im Ausmaß von drei Wochen ist
nur für Schüler vorgesehen, die glaubhaft eine
forstwirtschaftliche Anschlusslehre anstreben. Es
wird im Anschluss an das zweite Unterrichtsjahr
absolviert. Für diese Schüler verkürzt sich das
Fremdpraktikum um drei Wochen.
Das gesamte Unterrichtsausmaß und dessen Aufteilung auf die einzelnen Schulstufen enthält die Verordnung über Organisation und Schulzeit der landwirtschaftlichen Schulen.“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Prinzipien einer nachhaltigen Gesellschaft K
Auswirkungen des gesellschaftlichen Wertewandels
auf Natur und Landschaft K
Brauchtumspflege E
Nachhaltigkeit der Landwirtschaft als gesell-
schaftlicher Konsens K
Naturverständnis als wichtiger Faktor der
Persönlichkeitsformung E
Gesprächsführung, Konfliktbewältigung K
Qualität des menschlichen Lebensraumes und Wohlbefinden K
Heilwirkung von Pflanzeninhaltsstoffen K“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Stabilität, Belastbarkeit und Selbstregulation
von Ökosystemen (Ökologisches Gleichgewicht) K
Empfindliche Ökosysteme und ihre Stoffkreisläufe K
Abiotische Auswirkungen der Bodennutzung auf
Agrarökosysteme K
Landwirtschaftliche Bodennutzung und biotische
Faktoren K
Ökologie der Hydrosphäre K
Siedlungsökologie (Dorf-/Stadtökologie) E
Ökosystem-Management E
Aktuelle ökologische Probleme E“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Landeskunde:
Vorarlberg als Naturraum (Biotope, Schutzgebiete,
Natur- und Kulturdenkmale) K
Bedeutung der Biotopflächen des Landes K
Natur- und Landschaftswandel in Vorarlberg K
Landschaftsökologische Gliederung und
Strukturanalyse Österreichs K
Umwelt- und Naturschutzpolitik:
Umweltpolitik auf kommunaler, nationaler und
internationaler Ebene K
Konflikte und Gemeinsamkeiten zwischen Agrar- und
Umweltpolitik E
Auswirkungen der ,Gemeinsamen Agrarpolitik‘ der EU,
internationaler Organisationen (z.B. WTO) und
internationaler Entwicklungen auf die europäische
Landschaft K
Bedeutung von Institutionen des Landschafts- und
Naturschutzes K
Raumordnung:
Grundsätze und Ziele der Raumordnung K
Regionalisierung umweltverträglicher Raumordnungs-
konzepte K
Entwicklungs- und Raumordnungsaufgaben im Alpenraum E“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Rechtsinstrumente des Landschafts- und Natur-
schutzes (Arten-, Gebiets-, Geotopschutz) K
Umweltschutzgesetzgebung der EU E
Raumordnungsgesetzgebung K
Gemeindebedienstetengesetz K
Umweltauflagen (,Sozialpflicht‘ des Eigentums) E
Verfügungsrechte über Umweltgüter K
Bauen und Wirtschaften in Schutzgebieten K
Trägerschaften für Landschaftspflege und Naturschutz K
Rahmenbedingungen des Vertragsnaturschutzes K
Förderungsinstrumente für landschaftspflegerische
Leistungen K“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Entwicklung von Vorlagen (Tabellen, Vordrucke usw.)
für landschaftspflegerisches Betriebsmanagement K
Anwenderprogramme für die ,grüne Branche‘ K
Informationsbeschaffung über den PC K
Umweltinformationssysteme in der Landschaftsökologie K
Vernetzte Organisation von Landschaftspflegeverbänden
und ähnlichen Fachverbänden K
Grundsätze des Computer Aided Design (CAD) K
Einlesen von CAD-Plänen K“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Geschichte der Landschaftspflege K
Passive und aktive Landschaftspflege K
Entwicklungs- und Erhaltungspflege,
Maßnahmen im Überblick K
Pflegemaßnahmen:
Pflege von Gehölzbeständen in freier Landschaft K
Pflege ausgewählter agrarischer Ökosysteme E
Pflege ländlichen Siedlungsraumes K
Pflege von Straßenbegleitgrün E
Pflege von Gewässern K
Pflege historischer Kulturlandschaftselemente K
Pflege ausgewählter Biotope K
Projekt: Entwicklung eines Pflegekonzeptes K“
Lehrstoff 4. Schulstufe
Übertragung von Plandaten auf die Fläche
(Höhenmessung, Flächenmessung, Nivellement,
Ausstecken usw.) K
Materialien im Landschaftsbau K
Schutzmaßnahmen in der Landschaft (Erosionsschutz,
Hangsicherung, Staubschutz, Lärmschutz usw.) K
Sicherungsarbeiten in freier Landschaft E
Landschaftsbau an Gewässern K
Landschaftsbauliche Maßnahmen an Verkehrswegen K
Wegebau E
Trockenmauerbau E
Anlage künstlicher stehender Gewässer E
Kulturtechniken für den Erhalt wertvoller
Landschaftsausschnitte K
Sondermaßnahmen (Rekultivierung von Erd- und
Gesteinsaufschlüssen, Umgang mit Altlasten) E
Lehrstoff 4. Schulstufe
Sektorale Leitbilder: historisches Leitbild,
ästhetisches Leitbild, biotisches Leitbild,
,Natur‘ als Leitbild, abiotisches Leitbild,
Nutzungsleitbild K
Ansprüche an ein nachhaltiges Leitbild K
Prinzipien einer nachhaltigen Landschaftsentwicklung K
Dynamik von Landschaften K
Einflussnahme des Menschen auf die Landschaft K
Vegetationsgeschichte und -dynamik K
Naturraumpotential einer Landschaft E
Landschaftsentwicklung und Brache E
Umweltqualitätsziele K
Agrarreformen und Landschaft E
Instrumente der Landschaftsentwicklung (Beispiele
aus europäischen Nachbarländern) E“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Pflanzliche Lebensformen und ihre Handels-
qualitäten K
Pflanze und Standort K
Vegetationsgliederung (zonal, regional,
horizontal, vertikal) K
Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen K
Pflanzengemeinschaften Vorarlbergs K
Zeigerpflanzen und Bioindikatoren E
Funktionen heimischer Gehölze K
Vertiefende Auseinandersetzung mit Gehölzen E
Wildstauden und ihre Verwendung K
Vegetationskomplexe ausgewählter Biotope E
Pflanzungen in der freien Landschaft K
Pflanzungen im Siedlungsbereich K
Geotypen, HPNV (Heutige Potentiell-Natürliche
Vegetation), Autochtonie K
Gewinnung autochtonen Pflanzmaterials E“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Wesensmerkmale des Biolandbaus K
Umstellung auf biologische Bewirtschaftung K
Leistungsabgeltungen im Biolandbau K
Projekt: landschaftspflegerische ,Abfallprodukte‘
im Stoffkreislauf biologischer Landwirtschaft
(Ideen und Studien) K
Förderung der biologischen Vielfalt im Rahmen der
Bewirtschaftung E
Räumliche Anordnung von Kulturen in Abhängigkeit
von Landschaftsstrukturen und Geomorphologie E
Verarmung an Arten und Sorten von Kulturpflanzen E
Schutz genetischer Ressourcen bei Kulturpflanzen E“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Schutzfunktionen des Waldes für abiotische und
biotische Ressourcen K
Prinzip einer Lebensgemeinschaft (Biozönose) am
Beispiel Wald K
Nachhaltige Entwicklung der Lebensgemeinschaft Wald K
Biotoppflege im Wald K
Pflege spezieller Waldbiotope E
Artenschutz im Wald (Habitatpflege) K
Erholungswaldbewirtschaftung K
Zeigerwert von Waldbodenpflanzen E
Wald als nachwachsende Energie- und Rohstoffquelle E“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Beitrag der Alpwirtschaft zur Erhaltung
traditioneller alpiner Kulturlandschaft K
Geschichte der Alpwirtschaft E
Traditionelle Bewirtschaftung der Alpen E
Alpwirtschaft in Schutzgebieten K
Nachhaltige Entwicklung des Alpenraumes E
Landschaftspflege gegen Landschaftsverlust im
Alpenraum (Problem der Sozialbrache) E
Auswirkungen einer Alperschließung auf Natur
und Landschaft E
Alpe als ökologische Einheit K
Naturwerte der Alpen K“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Baustoffe des Landschaftsbaus K
Grundlagen des Landschaftsbaus (Bauphysik, Statik) K
Bauen unter extremen Umweltbedingungen (Nässe,
Kälte, Frost) K
Regionale Baustile, Denkmalschutz K
Alternative Bauformen, herkömmliche Baustoffe,
innovative Architekturen K
Bauen in freier Landschaft, Landschaftsbild E
Energiebilanz von Baukörpern E
Modelle zur alternativen Energieversorgung E
Abwassertechnik K
Alternative Baustoffe aus Pflanzen E
Baustoffrecycling E
Technische Hilfsmittel bei landschaftspflegerischen
Maßnahmen K
Spezialkonstruktionen bei Landmaschinen für
Landschaftspflegemaßnahmen in Extremsituationen E“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Umwelt und Ressourcenökonomik K
Bewertung von Pflanzen und Ökosystemen K
Leistungsverzeichnis und Aufgabenerfüllung K
Wettbewerbsfähige Entwicklung umweltorientierter
Landwirtschaft K
Alternativen zur Intensivierung und deren
Finanzierung K
Rentabilität landschaftspflegerischer Tätigkeit K
Kalkulation mit ,freien‘ Gütern K
Marketing-Projekt: Modelle für die Einbindung
landschaftspflegerischer Aktivitäten in
sozioökonomische Systeme K
Öffentlichkeitsarbeit und Mittelbeschaffung für
landschaftspflegerische Vorhaben K
Vermarktung landschaftspflegerischer
,Nebenprodukte‘ K“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Bedeutung des Tourismus für Vorarlberg und
Österreich K
Projekt: umweltorientierte Konzeption und
Organisation von Erholungsräumen K
Struktur und Motive von Urlaubern in der
österreichischen Erholungslandschaft K
Bedeutung der natürlichen Ressourcen einer
Landschaft für deren Erholungswert K
,Marktfähige‘ Landschaften K
Schutzgebiete/Gebietsschutz und Erholungstourismus K
Belastungsgrenze von Erholungslandschaften K
Grundsätze des ,Sanften Tourismus‘ K“
„Lehrstoff 4. Schulstufe
Aufnahme der naturräumlichen Situation eines
Landschaftsausschnitts (Leitbild und
Zielformulierung) K
Vermessungsübung K
Pflege von Gehölzbeständen in der freien Landschaft K
Landschaftsbauliche Maßnahmen an Gewässern K
Landschaftsbau und -pflege an Verkehrswegen K
Schutzpflanzungen in der Landschaft K
Pflege eines ausgewählten Biotoptyps E
Repositionspflanzung bzw. Pflanzenkläranlage E
Gebäudebegrünung mit Pflanzen E
Umgang mit heimischen Wildstauden K
Gestaltungsbeispiel Gehöft K
Bewertung der Maßnahmen und Erfolgskontrolle K
Aufzucht autochtonen Pflanzmaterials K
Projekt: projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit K“
Programmgesteuerter Zugriff
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