Bekämpfung der San-José-Schildlaus
LGBL_VO_19980721_52Bekämpfung der San-José-SchildlausGazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
21.07.1998
Fundstelle
LGBl. Nr. 52/1998 26. Stück
Bundesland
Vorarlberg
Kurztitel
Text
Verordnungder Landesregierung betreffend die Bekämpfungder San-José-Schildlaus
Auf Grund des § 9a des Kulturpflanzenschutzgesetzes, LGBl. Nr. 32/1949, in der Fassung LGBl. Nr. 24/1998, wird verordnet:
§ 1
Zweck
Diese Verordnung regelt die zur Feststellung, zur Verhinderung des Auftretens und der Ausbreitung sowie zur Bekämpfung der San-José-Schildlaus (Quadraspidiotus perniciosus Comst.) gebotenen Maßnahmen.
§ 2
Anzeigepflicht
Wer immer an irgend einem Ort des Landes die San-José-Schildlaus feststellt oder Anzeichen wahrnimmt, die mit Grund auf das Vorhandensein der San-José-Schildlaus schließen lassen, hat dies dem für diesen Ort zuständigen Bürgermeister unverzüglich anzuzeigen. Hierüber ist die Bezirkshauptmannschaft unverzüglich zu informieren.
§ 3
Befalls- und Sicherheitszone
Die Bezirkshauptmannschaft hat das Befallsgebiet sowie eine Sicherheitszone, die groß genug ist, um den Schutz der benachbarten Gebiete zu gewährleisten, abzugrenzen.
§ 4
Schutzmaßnahmen
(1) Im Befallsgebiet und in der Sicherheitszone sind geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schadorganismus und der Verhinderung seiner Ausbreitung zu treffen.
(2) Insbesondere sind alle befallenen Pflanzen, die sich in Baumschulen befinden, zu vernichten. Alle sonstigen Pflanzen, die in einem Befallsgebiet wachsen, sind so zu behandeln, daß diese Pflanzen und ihre frischen Früchte nicht mehr befallen sind, wenn sie in Verkehr gebracht werden.
(3) Alle in einem Befallsgebiet wachsenden, bewurzelten Wirtspflanzen der San-José-Schildlaus und die in diesem Gebiet abgetrennten Teile dieser Pflanzen, die zur Vermehrung bestimmt sind, dürfen nur dann innerhalb des Befallsgebietes verpflanzt oder aus diesem Gebiet verbracht werden, wenn an ihnen kein Befall festgestellt worden ist und wenn sie so behandelt worden sind, daß etwa vorhandene San-José-Schildläuse vernichtet sind.
(4) Aus allen Partien von Pflanzen, die nicht mit dem Erdboden verwurzelt sind, und von frischen Früchten, ausgenommen frische Früchte mit geringfügigem Befall, an denen ein Befall festgestellt worden ist, sind die befallenen Pflanzen und Früchte zu vernichten und die übrigen Pflanzen und Früchte der Partie so zu behandeln oder zu verarbeiten, daß die etwa noch vorhandenen Schildläuse vernichtet werden.
(5) In den Sicherheitszonen sind die Wirtspflanzen der San-José- Schildlaus von der Landwirtschaftskammer, im Falle einer diesbezüglichen besonderen Anordnung durch die Behörde von der Lebensmitteluntersuchungsanstalt, zu überwachen und mindestens einmal jährlich daraufhin zu kontrollieren, ob die San-José- Schildlaus aufgetreten ist.
(6) Befalls- und Sicherheitszone sind erst aufzuheben, wenn kein Befall durch die San-José-Schildlaus mehr vorliegt.
§ 5
Züchtungs-, Haltungs- undManipulationsverbot
(1) Das Züchten, Halten und die Arbeit mit der San-José- Schildlaus sind verboten.
(2) Die Landesregierung kann für wissenschaftliche Zwecke, Testverfahren oder Züchtungsvorhaben Ausnahmen von Abs. 1 zulassen, wenn hiedurch die Bekämpfung der San-José-Schildlaus nicht beeinträchtigt wird und keine Gefahr der Ausbreitung des Schadorganismus besteht.
§ 6
Behörde
Behörde im Sinne dieser Verordnung ist die Bezirkshauptmannschaft, falls nicht ausdrücklich eine andere Behörde für zuständig erklärt wurde.
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