Vereinbarung über die Reform des Gesundheitswesens und der Krankenanstaltenfinanzierung für die Jahre 1997 bis 2000
LGBL_VO_19970724_60Vereinbarung über die Reform des Gesundheitswesens und der Krankenanstaltenfinanzierung für die Jahre 1997 bis 2000Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
24.07.1997
Fundstelle
LGBl. Nr. 60/1997 21. Stück
Bundesland
Vorarlberg
Kurztitel
Text
Kundmachungdes Landeshauptmannes überdie staatsrechtliche Vereinbarungüber die Reform des Gesundheitswesens und derKrankenanstaltenfinanzierungfür die Jahre 1997 bis 2000
§ 1
Auf Grund des § 2 Abs. 1 des Kundmachungsgesetzes, LGBl. Nr. 35/1989, wird in der Anlage die Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Reform des Gesundheitswesens und der Krankenanstaltenfinanzierung für die Jahre 1997 bis 2000 kundgemacht. Der Landtag hat den Abschluß der Vereinbarung mit Beschluß vom 12. Dezember 1996 genehmigt.
§ 2
Die Vereinbarung ist gemäß ihrem Art. 29 Abs. 1 am 1. Jänner 1997 in Kraft getreten.
Vereinbarunggemäß Art. 15a B-VG über die Reformdes Gesundheitswesens undder Krankenanstaltenfinanzierung fürdie Jahre 1997 bis 2000
Der Bund, vertreten durch die Bundesregierung, und die Länder Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien, jeweils vertreten durch den Landeshauptmann, – im folgenden Vertragsparteien genannt – kommen überein, gemäß Art. 15a B-VG die nachstehende Vereinbarung zu schließen:
Inhaltsverzeichnis
Abschnitt/Artikel Gegenstand
Artikel 1 Gegenstand der Vereinbarung
Artikel 2 Zu finanzierende Träger von
Krankenanstalten
Artikel 3 Finanzierung von Strukturreformen
Artikel 4 Österreichischer Gesundheitsplan
Artikel 5 Österreichischer Krankenanstalten und
Großgeräteplan
Artikel 6 Einrichtung der Landesfonds
Artikel 7 Mittel der Landesfonds
Artikel 8 Beiträge des Bundes und der Länder
Artikel 9 Beiträge der Träger der Sozialversicherung
Artikel 10 Berechnung von Landesquoten
Artikel 11 Beziehungen der Träger der
Sozialversicherung zu den Trägern der
Krankenanstalten und zu den Ländern
(Landesfonds)
Artikel 12 Schiedskommission
Krankenanstaltenfinanzierung
Artikel 13 Durchführung der leistungsorientierten
Krankenanstaltenfinanzierung
Artikel 14 Krankenanstaltenspezifische Berechnung der
leistungsorientierten
Diagnosenfallgruppen-Punkte
Artikel 15 Mittel für die Finanzierung von
Strukturreformen
Artikel 16 Förderung des Transplantationswesens
Artikel 17 Finanzierung von allgemeinen
Planungskonzepten und von Grundlagenarbeit
Artikel 18 Sicherstellung der bestehenden
Dokumentation
Artikel 19 Erfassung weiterer Daten
Artikel 20 Erhebungen und Einschaurechte
Artikel 21 Strukturkommission
Artikel 22 Landeskommissionen
Artikel 23 Konsultationsmechanismus
Artikel 24 Sanktionsmechanismus
Artikel 25 Schutzklausel für Bund und Träger der
Sozialversicherung
Artikel 26 Schutzklausel für Städte und Gemeinden
Artikel 27 In- und ausländische Gastpatienten,
Anstaltspflege im Ausland
aus medizinischen Gründen
Artikel 28 Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes
vom 1. März 1983, A 1/81 - 13 (Zams)
Artikel 29 Inkrafttreten
Artikel 30 Durchführung der Vereinbarung
Artikel 31 Geltungsdauer, Kündigung
Artikel 32 Mitteilungen
Artikel 33 Urschrift
Allgemeine Bestimmungen
Artikel 1
Gegenstand der Vereinbarung
(1) Die Vertragsparteien kommen überein, nach Maßgabe der nachstehenden Bestimmungen dieser Vereinbarung
(2) Die Kostenersätze für den klinischen Mehraufwand gemäß § 55 des Krankenanstaltengesetzes bilden keinen Gegenstand dieser Vereinbarung.
Artikel 2
Zu finanzierende Trägervon Krankenanstalten
Auf der Grundlage des einvernehmlich festgelegten Modells der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung sind den Trägern folgender Krankenanstalten, soweit diese Krankenanstalten am 31. Dezember 1996 ein Recht auf Zuschüsse des Krankenanstalten-Zusammenarbeitsfonds hatten, Zahlungen zu gewähren:
Artikel 3
Finanzierung von Strukturreformen
(l) Die Länder (Landesfonds) können Mittel bis zur in Art. 15 festgelegten Höhe für die Finanzierung von strukturverbessernden Maßnahmen, das sind alle Maßnahmen, die zur Entlastung des stationären Akutbereiches der Krankenanstalten führen, verwenden.
(2) Die Länder (Landesfonds) haben der Strukturkommission jedenfalls bis 30. April eines jeden Jahres die Höhe der für strukturverbessernde Maßnahmen zu verwendenden Mittel gemäß Abs. 1 sowie die Ziel und Planvorstellungen für den Einsatz dieser zweckgebundenen Mittel in Verbindung mit den vom Land für die Erreichung der gleichen Ziele allenfalls bereitgestellten Mittel projektbezogen bekanntzugeben.
(3) Bei der Verwendung dieser Mittel werden die Länder (Landesfonds) insbesondere folgende Zielvorgaben einzuhalten haben:
(4) Die Strukturkommission hat Grundsätze für die Verwendung und die Abrechnung sowie Richtlinien für die Überprüfung der widmungsgemäßen Verwendung dieser Mittel zu erlassen.
(5) Die Mittel für Strukturreformen sind während der Laufzeit dieser Vereinbarung von den Ländern nach Maßgabe des Abs. 3 zu verwenden. Nach Ablauf dieser Vereinbarung nicht ausgeschöpfte Mittel sind weiterhin zweckgebunden nach Maßgabe des Abs. 3 zu verwenden.
Planung
Artikel 4
Österreichischer Gesundheitsplan
(1) Ein österreichweiter Gesundheitsplan bestehend aus einem Österreichischen Krankenanstaltenplan einschließlich eines Großgeräteplanes, einem Spitalsambulanzplan, einem Niederlassungsplan für Kassenvertragsärzte, einem Pflegebereichsplan und einem Rehabilitationsplan ist zu erstellen.
(2) Diese Pläne sind mit Ausnahme des Österreichischen Krankenanstaltenplanes einschließlich des Großgeräteplanes sobald wie möglich festzulegen.
(3) Der Österreichische Krankenanstaltenplan einschließlich des Großgeräteplanes ist nach Maßgabe des Art. 5 bis zum 1. Jänner 1997 einvernehmlich festzulegen.
(4) Der Bund leistet seine Beiträge gemäß Art. 8 Abs. 1 Z. 3 und 4 in der Höhe von insgesamt 3.000 Millionen Schilling jährlich unter der Bedingung an die Landesfonds, daß ein mit allen Ländern einvernehmlich festgelegter österreichweiter Krankenanstaltenplan einschließlich eines Großgeräteplanes zum 1. Jänner 1997 vorliegt.
(5) Die im Österreichischen Krankenanstalten und im Großgeräteplan in den einzelnen Ländern vorgesehenen Behandlungskapazitäten stellen Höchstzahlen dar.
Artikel 5
Österreichischer Krankenanstaltenund Großgeräteplan
(1) Ein verbindlicher österreichweiter Krankenanstaltenplan einschließlich eines Großgeräteplanes (Anlage) ist zwischen dem Bund und den Ländern einvernehmlich mit 1. Jänner 1997 festzulegen.
(2) Die Landeskrankenanstaltenpläne sind so festzulegen, daß die vom Österreichischen Krankenanstalten und Großgeräteplan vorgegebenen Grenzen unter Bedachtnahme auf sonstige Vorgaben des Österreichischen Krankenanstalten und Großgeräteplanes nicht überschritten werden.
(3) Im Rahmen der Erteilung der Bewilligung für die Errichtung einer Krankenanstalt im Sinne des § 3 Abs. 2 des Krankenanstaltengesetzes oder für eine wesentliche Veränderung einer Krankenanstalt im Sinne des § 4 des Krankenanstaltengesetzes hat die Feststellung des Bedarfes gemäß § 3 Abs. 2 lit. a des Krankenanstaltengesetzes, soferne es sich um eine Krankenanstalt gemäß Art. 2 handelt, im Einklang mit dem Bundes und dem Landeskrankenanstaltenplan zu erfolgen.
(4) Im Einklang mit dem Bundes und dem Landeskrankenanstaltenplan sind erteilte krankenanstaltenrechtliche Bewilligungen unter größtmöglicher Schonung wohlerworbener Rechte zu ändern oder allenfalls zurückzunehmen. Das Krankenanstaltengesetz und die Landesausführungsgesetze haben dies zu ermöglichen.
(5) Eine allfällige Bereitstellung von Investitionszuschüssen durch die Landesfonds hat im Einklang mit dem Bundes und dem Landeskrankenanstaltenplan zu erfolgen.
(6) Die Vertragsparteien kommen überein, den Österreichischen Krankenanstalten und Großgeräteplan ständig weiterzuentwickeln, ihn erforderlichenfalls einvernehmlich alle zwei Jahre zu revidieren und die notwendigen bundes- und landesgesetzlichen Regelungen jeweils unverzüglich in Kraft zu setzen.
Einrichtung und Dotation der Landesfonds
Artikel 6
Einrichtung der Landesfonds
(1) Zur Wahrnehmung von Aufgaben aufgrund dieser Vereinbarung hat jedes Land einen Landesfonds einzurichten. Dabei steht es den Ländern frei, entweder Fonds mit eigener Rechtspersönlichkeit oder Fonds ohne eigene Rechtspersönlichkeit (unselbständige Verwaltungsfonds) einzurichten.
(2) Bei der Einrichtung von Landesfonds ist jedenfalls eine deutliche Abgrenzung der Mittel der Landesfonds von anderen Mitteln des jeweiligen Landes sicherzustellen, wobei in Anlehnung an die bisherigen KRAZAF-Verrechnungsvorschriften bundesweit gleichartige Verrechnungsvorschriften Anwendung finden und eine periodengerechte Abgrenzung der Mittel der Landesfonds erfolgt.
Artikel 7
Mittel der Landesfonds
Mittel der Landesfonds sind:
Artikel 8
Beiträge des Bundes und der Länder
(1) Beiträge des Bundes:
1.750 Millionen Schilling abzüglich der Mittel zur Förderung des Transplantationswesens und für die Finanzierung von allgemeinen Planungskonzepten und von Grundlagenarbeit und allfälliger gemäß Art. 27 Abs. 3 aufzuwendender Mittel unter der Bedingung des Art. 4 Abs. 4 an die Länder (Landesfonds) insgesamt.
(2) Beiträge der Länder:
Die Länder leisten an die Länder (Landesfonds) jährlich insgesamt einen Beitrag in der Höhe von 0,949 v.H. des Aufkommens an der Umsatzsteuer im betreffenden Jahr nach Abzug des im § 7 Abs. 2 Z. 2 des Finanzausgleichsgesetzes 1997 genannten Betrages.
(3) Die Vertragsparteien kommen überein, daß die Beiträge des Bundes gemäß Abs. 1 Z. 1 und der Länder gemäß Abs. 2 mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 1997 für das jeweilige Budgetjahr in monatlichen Vorschüssen zu erbringen sind, deren Höhe sich nach den Bestimmungen über die Berechnung der Vorschüsse auf die Ertragsanteile der Länder an der Umsatzsteuer zu richten hat. Diese Vorschüsse sind zu den gesetzlichen Terminen der Vorschußleistungen auf die Ertragsanteile der Länder an den gemeinschaftlichen Bundesabgaben jeweils zu Lasten des Bundes und der Länder vom Bund an die Länder (Landesfonds) zu überweisen.
(4) Die Beiträge des Bundes gemäß Abs. 1 Z. 2 und 3 sind in vier gleich hohen Teilbeträgen jeweils am Ende eines jeden Kalenderviertels an die Länder (Landesfonds) zu überweisen.
(5) Die Beiträge des Bundes gemäß Abs. 1 Z. 4 sind in vier gleich hohen Teilbeträgen jeweils am 20. April, 20. Juli, 20. Oktober und 20. Jänner des Folgejahres an die Länder (Landesfonds) zu überweisen, soferne die Voraussetzungen des Art. 24 Abs. 2 und 6 erfüllt sind.
(6) Die an die Länder (Landesfonds) zu leistenden Beiträge gemäß Abs. 1 Z. 1 und Abs. 2 sind als Vorschußleistungen anzusehen. Die Zwischenabrechnung und die endgültige Abrechnung haben im Rahmen der Abrechnung der Vorschüsse auf die Ertragsanteile an den gemeinschaftlichen Bundesabgaben gemäß § 11 Abs. 1 Finanzausgleichsgesetz 1997 oder der an die Stelle dieser Bestimmung tretenden Norm in der jeweils geltenden Fassung zu erfolgen. Dabei entstehende Übergenüsse oder Guthaben der Länder (Landesfonds) sind auszugleichen.
Artikel 9
Beiträge der Träger der Sozialversicherung
(1) Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger leistet für Rechnung der in ihm zusammengefaßten Sozialversicherungsträger an die Länder (Landesfonds) für das Jahr 1997 einen vorläufigen Pauschalbetrag in der Höhe von 37.000 Millionen Schilling. Diesem Betrag liegen zwei Teilbeträge zugrunde:
(2) Die endgültige Abrechnung des vorläufigen Pauschalbetrages gemäß Abs. 1 ist bis 31. Oktober 1998 folgendermaßen durchzuführen:
(3) Die vorläufige Zahlung der Träger der Sozialversicherung für 1998 ist bis 31. Dezember 1997 wie folgt zu berechnen:
(4) Die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge für Pensionisten im Jahre 1996 ist bei der Berechnung der Hundertsätze gemäß § 28 KAG für die Jahre 1996 und 1997 sowie bei der Berechnung der Steigerungssätze für die Jahre 1998 bis 2000 nicht zu berücksichtigen.
(5) Die vorläufigen Zahlungen der Träger der Sozialversicherung für die Jahre 1999 und 2000 ergeben sich aus dem Jahresbetrag der Zahlung gemäß endgültiger Abrechnung für das jeweils zweitvorangegangene Jahr, multipliziert mit den vorläufigen Hundertsätzen der Folgejahre. Diese sind die geschätzten prozentuellen Steigerungen der Beitragseinnahmen der Träger der Krankenversicherung gegenüber dem jeweils vorangegangenen Jahr.
(6) Die endgültigen Abrechnungen für die Jahre 1998, 1999 und 2000 sind bis zum 31. Oktober des jeweils folgenden Kalenderjahres in der Form vorzunehmen, daß der jeweilige endgültige Jahresbetrag des Vorjahres um jenen Prozentsatz zu erhöhen ist, um den die Beitragseinnahmen der Träger der Krankenversicherung gegenüber dem jeweils vorangegangenen Jahr prozentuell gestiegen sind.
(7) Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger leistet an die Länder (Landesfonds)
(8) Zusätzlich zu den jährlichen Pauschalbeträgen gemäß Abs. 1 bis 6 leisten die Sozialversicherungsträger in den Jahren 1997 bis einschließlich 2000 einen Betrag in der Höhe des variablen Finanzvolumens an die Länder (Landesfonds), das sich aufgrund der am 31. Dezember 1996 bestehenden Rechtslage bezüglich der in den Sozialversicherungsgesetzen vorgesehenen Kostenbeiträge (Kostenanteile) im stationären Bereich ergeben hätte. Kostenbeiträge (Kostenanteile) für (bei) Anstaltspflege aufgrund von Bestimmungen in den Sozialversicherungsgesetzen werden von den Trägern der Krankenanstalten im Namen der Träger der Sozialversicherung für die Länder (Landesfonds) eingehoben. Diese Kostenbeiträge (Kostenanteile) werden gemäß Abs. 5 valorisiert.
Artikel 10
Berechnung von Landesquoten
(1) Die Beiträge des Bundes gemäß Art. 8 Abs. 1 Z. 1 und 2 und die Beiträge der Länder gemäß Art. 8 Abs. 2 sind im Ausmaß der nachfolgend angeführten Prozentsätze jeweils in Landesquoten aufzuteilen und an die Länder (Landesfonds) zu überweisen:
Burgenland 2,572 v.H.
Kärnten 6,897 v.H.
Niederösterreich 14,451 v.H.
Oberösterreich 13,692 v.H.
Salzburg 6,429 v.H.
Steiermark 12,884 v.H.
Tirol 7,982 v.H.
Vorarlberg 3,717 v.H.
Wien 31,376 v.H.
100,000 v.H.
(2) Die Beiträge des Bundes gemäß Art. 8 Abs. 1 Z. 3 sind im Ausmaß der nachfolgend angeführten Prozentsätze jeweils in Landesquoten aufzuteilen und an die Länder (Landesfonds) zu überweisen:
Burgenland 2,559 v.H.
Kärnten 6,867 v.H.
Niederösterreich 14,406 v.H.
Oberösterreich 13,677 v.H.
Salzburg 6,443 v.H.
Steiermark 12,869 v.H.
Tirol 8,006 v.H.
Vorarlberg 3,708 v.H.
Wien 31,465 v.H.
100,000 v.H.
(3) Die Beiträge des Bundes gemäß Art. 8 Abs. 1 Z. 4 sind gemäß den nachfolgenden Bestimmungen aufzuteilen:
(4) Die bundesgesetzliche Regelung gemäß Art. 7 Z. 2 wird vorsehen, daß die Beiträge der Gemeinden länderweise entsprechend den in Abs. 1 genannten Anteilen verteilt werden.
(5) Die Mittel der Sozialversicherung für die Jahre 1997 bis einschließlich 2000
Burgenland 2,426210014 v.H.
Kärnten 7,425630646 v.H.
Niederösterreich 14,377317701 v.H.
Oberösterreich 17,448140331 v.H.
Salzburg 6,441599507 v.H.
Steiermark 14,549590044 v.H.
Tirol 7,696467182 v.H.
Vorarlberg 4,114811946 v.H.
Wien 25,520232629 v.H.
100,000000000 v.H.
(6) Anfallende Vermögenserträge für die Mittel gemäß Art. 8 Abs. 1 Z. 4 sind entsprechend der gemäß Abs. 3 Z. 4 errechneten Prozentsätze an die Länder (Landesfonds) zu überweisen.
Sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen
Artikel 11
Beziehungen der Träger derSozialversicherung zu den Trägern derKrankenanstalten und zu den Ländern
(Landesfonds)
(1) Mit den Zahlungen der Träger der Sozialversicherung gemäß Art. 9 an die Länder (Landesfonds) sind alle Leistungen der Krankenanstalten, insbesondere im stationären, halbstationären, tagesklinischen und ambulanten Bereich einschließlich der durch den medizinischen Fortschritt resultierenden Leistungen für Versicherte und anspruchsberechtigte Angehörige der Träger der Sozialversicherung zur Gänze abgegolten.
(2) Unter den Leistungen der Sozialversicherung sind
(3) Ausgenommen sind Leistungen im Rahmen der Mutter-Kind-Paß-Untersuchungen und im Einvernehmen zwischen der Sozialversicherung und betroffenen Ländern ausgenommene Leistungen. Zwischen Hauptverband, Sozialversicherungsträger und Landesfonds ist eine Liste der Verträge zu erstellen, deren Leistungsgegenstand nicht Inhalt dieser Vereinbarung ist. Weiters sind die im § 27 Abs. 2 Bundeskrankenanstaltengesetz ausgenommenen Leistungen nicht mit dem Pauschalbeitrag abgegolten.
(4) Die Verpflichtung der Sozialversicherung
zur ausreichenden Bereitstellung von Vertragspartnern bleibt aufrecht. Die in den Sozialversicherungsgesetzen festgelegten Sachleistungspflichten und Verfahrenszuständigkeiten gegenüber den Versicherten der Sozialversicherungsträger bleiben aufrecht. Die Erfüllung der Sachleistungsverpflichtung durch die vertragsgegenständlichen Krankenanstalten wird inklusive des jeweiligen medizinischen Standards, der eine ausreichende Behandlung der Versicherten sicherstellt, von den Ländern (Landesfonds) im Namen der Träger der Sozialversicherung übernommen.
(5) Nach Ablauf dieser Vereinbarung werden die zwischen dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger bzw. den Trägern der sozialen Krankenversicherung und den Rechtsträgern der Krankenanstalten am 31. Dezember 1996 maßgeblichen Verträge im vollen Umfang wieder rechtswirksam. Über eine angemessene Tarifanpassung ist Einvernehmen herzustellen.
(6) Die Länder (Landesfonds) übernehmen die finanziellen Leistungsverpflichtungen der Träger der Sozialversicherung gegenüber den Rechtsträgern der Krankenanstalten, soweit dem Grunde nach Ansprüche von Vertragseinrichtungen gemäß Art. 2 bereits im Jahre 1996 bestanden haben.
(7) Der Bund verpflichtet sich gegenüber den Ländern, gesetzlich zu regeln, daß mit den Zahlungen der Länder (Landesfonds) an die Krankenanstalten sämtliche Ansprüche der Krankenanstalten gegenüber den Trägern der Sozialversicherung und gegenüber den Landesfonds abgegolten sind.
(8) Die Krankenanstalten haben den Trägern der Sozialversicherung alle erforderlichen Daten zu übermitteln, die zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben der Sozialversicherung erforderlich sind, insbesondere die Aufnahme und Entlassung von Patienten samt Diagnosen. Die Daten der Leistungserbringung an den Patienten sind von den Trägern der Krankenanstalten im Wege der Landesfonds auf der Basis des LKF/LDF-Systems den Sozialversicherungsträgern zu übermitteln.
(9) Die Sozialversicherung ist laufend über die festgelegten vorläufigen und endgültigen Punktewerte von den Landesfonds zu informieren.
(10) Der Hauptverband erteilt aus den bei ihm gespeicherten Daten (§ 31 Abs. 4 Z. 3 ASVG) auf automationsunterstütztem Weg (im Online oder Stapelverfahren) Auskünfte an Krankenanstaltenträger hinsichtlich der möglicherweise leistungszuständigen Versicherungsträger. Zwischen Hauptverband und Ländern sind unverzüglich Verhandlungen mit dem Ziel aufzunehmen, Aufnahmeanzeigen mit unrichtigen Versicherungszuständigkeiten innerhalb der Sozialversicherung abzuklären und weiterzuleiten. Die Verpflichtung der grundsätzlichen Feststellung der Versicherungszugehörigkeit bei der Aufnahme durch die Krankenanstalt bleibt davon unbenommen.
(11) Der gesamte Datenaustausch zwischen Krankenanstalten und Sozialversicherungsträgern ist spätestens ab 1. Jänner 1998 elektronisch vorzunehmen. Die Datensatzaufbauten und Codeverzeichnisse sind bundesweit einheitlich zu gestalten.
(12) Die Einschau und Untersuchungsrechte gemäß § 148 Z. 4 ASVG und § 149 Abs. 2 ASVG in der am 31. Dezember 1996 geltenden Fassung bleiben unverändert aufrecht.
Artikel 12
Schiedskommission
(1) In den Ländern werden bei den Ämtern der Landesregierungen Schiedskommissionen errichtet, die zur Entscheidung in folgenden Angelegenheiten zuständig sind:
(2) Den Schiedskommissionen gehören folgende auf vier Jahre bestellte Mitglieder an:
(3) Landesgesetzlichen Regelungen, die die Errichtung von Schiedskommissionen im Rahmen der Bestimmungen der Abs. 1 bis 2 vorsehen, darf die Zustimmung des Bundes nicht verweigert werden.
Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung
Artikel 13
Durchführung der leistungsorientiertenKrankenanstaltenfinanzierung
(1) Österreichweit ist mit 1. Jänner 1997 für die Krankenanstalten gemäß Art. 2 ein leistungsorientiertes Finanzierungssystem einzuführen. Sofern den von den Krankenanstalten zu verrechnenden gesetzlichen Entgelten die leistungsorientierten Diagnosenfallgruppen zugrunde liegen, wird der Bund den Ländern einen für Österreich einheitlichen Katalog der Leistungspositionen zur Verfügung stellen.
(2) Die in diesem Zusammenhang durchzuführenden Aufgaben sind nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen über die Landesfonds wahrzunehmen, wobei die Bepunktung je leistungsorientierter Diagnosenfallgruppe im Kernbereich von der Strukturkommission bundesweit einheitlich festzusetzen und in regelmäßigen Abständen anzupassen ist.
(3) Als Voraussetzung für die Abrechnung der Leistungen der Träger der Krankenanstalten durch die Landesfonds ab 1. Jänner 1997 wird der Bund bis spätestens 30. September 1996 den Ländern (Landesfonds) eine Basisversion des LKF-Bepunktungsprogrammes (LKF-Scoringprogrammes) samt Programmbeschreibung zur Verfügung stellen, welches eine EDV-unterstützte Auswertung der von den Trägern der Krankenanstalten gelieferten Abrechnungsdaten ermöglicht. Dieses Programm wird als eigene Funktion auch die Durchführung sämtlicher Plausibilitätsprüfvorschriften enthalten. Weiters wird der Quellcode für die Plausibilitäts- und Bepunktungsfunktion in einer standardisierten, auf verschiedene Systemumgebungen portablen Form bis spätestens 31. Jänner 1997 bereitgestellt. Seine Implementierung sowie die Gewährleistung einer der Basisversion des LKF-Bepunktungsprogrammes gleichwertigen Funktionalität ist Aufgabe der jeweiligen Landesstellen. Die Finanzierung der Entwicklung, Weiterentwicklung und Wartung dieser Programmversionen erfolgt aus den vorgesehenen Mitteln zur Finanzierung von allgemeinen Planungskonzepten und von Grundlagenarbeit.
(4) Änderungen im LKF-Kernbereich treten jeweils nur mit 1. Jänner eines jeden Jahres in Kraft. Als Grundlage für die Entscheidung über Modelländerungen werden bis spätestens 31. Mai die geplanten Modifikationen festgelegt und bis spätestens 1. September vor dem Abrechnungsjahr Simulationsrechnungen erstellt. Bis 15. September hat die definitive Modellfestlegung in der Strukturkommission einvernehmlich zu erfolgen und es sind die erforderlichen Modellbeschreibungen und LKF-Bepunktungsprogramme bis spätestens 30. September mit Wirksamkeit 1. Jänner des Folgejahres den Ländern (Landesfonds) bereitzustellen.
(5) Im LKF-Kernbereich sind grundsätzlich keine Kriterien des Steuerungsbereiches einzubeziehen. Eine befristete Ausnahme stellt die Bepunktung des Intensivbereichs im Jahr 1997 dar.
(6) Die leistungsorientierte Mittelzuteilung aus den Landesfonds an die Träger der Krankenanstalten kann auf die landesspezifischen Erfordernisse insofern Bedacht nehmen, als die Bepunktung je leistungsorientierter Diagnosenfallgruppe im Steuerungsbereich nach Maßgabe der nachfolgenden Kriterien je Land unterschiedlich sein kann.
(7) In der Gestaltung des Steuerungsbereiches sind nur folgende Qualitätskriterien möglich:
(8) Die Abgeltung von Ambulanzleistungen und Nebenkosten ist im Rahmen der Landesfonds zu regeln.
(9) Die Landesfonds können Mittel zur Anpassung an die neue Finanzierungsform als Ausgleichszahlungen vorsehen.
(10) Das Ziel ist ein österreichweit einheitliches leistungsorientiertes Vergütungssystem unter Berücksichtigung des Krankenanstalten-Typs (unterschiedliche Versorgungsleistung).
Artikel 14
Krankenanstaltenspezifische Berechnung derleistungsorientierten Diagnosenfallgruppen-Punkte
(1) Die krankenanstaltenspezifische Berechnung der leistungsorientierten Diagnosenfallgruppen-Punkte für den Kernbereich der leistungsorientierten Finanzierung ist zentral vorzunehmen, um erstens eine einheitliche Auswertung und zweitens eine einheitliche Dokumentation sicherzustellen.
(2) Das Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz hat den Ländern die entsprechenden Daten für die Verrechnung zu liefern.
(3) Die Krankenanstalten, die Zahlungen aus dem Landesfonds erhalten, haben laufend Diagnosen- und Leistungsberichte an die Landesfonds zu übermitteln.
(4) Die Landesfonds haben dreimal jährlich Diagnosen- und Leistungsberichte der über den Landesfonds abgerechneten Krankenanstalten an das Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz spätestens zu folgenden Terminen zu übermitteln:
(5) Die bisher direkt von den Krankenanstalten an das Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz übermittelten jährlichen Diagnosen- und Leistungsberichte entfallen.
Weitere Finanzierungsmaßnahmen
Artikel 15
Mittel für die Finanzierung vonStrukturreformen
Bis zum Höchstausmaß von 5 v.H. der den Landesfonds (gemäß Art. 7 Z. 1 bis Z. 3) zur Verfügung stehenden Mittel können die Länder (Landesfonds) jährlich für die Finanzierung von strukturverbessernden Maßnahmen einsetzen.
Artikel 16
Förderung des Transplantationswesens
(1) Beim Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz ist eine Clearingstelle mit dem Ziel, eine überregionale Mittelverteilung an die Leistungserbringer für die Organgewinnung einschließlich der Vorbereitung und Transporte sowie für die HLA-A,B Typisierung der zu registrierenden potentiellen Knochenmarkspender zu gewährleisten, zu errichten.
(2) Diese Clearingstelle ist wie folgt zu dotieren:
(3) Die Mittel laut Abs. 2 sind gemäß den nachfolgenden Bestimmungen zu verteilen:
17.000 S Entnahmekosten Niere
34.000 S Entnahmekosten Leber
34.000 S Entnahmekosten Herz
34.000 S Entnahmekosten Lunge
8.500 S Transportkosten Niere
26.500 S Transportkosten Leber
26.500 S Transportkosten Herz
26.500 S Transportkosten Lunge
Intensivbetreuung des
Spenders und Laborbefundung 37,1 v.H.
Spezialdiagnostik
(Ultraschall etc.) 12,9 v.H.
Hirntoddiagnostik 3,2 v.H.
HLA-Bestimmung 19,4 v.H.
Organentnahme
(operative Leistung) 12,9 v.H.
Koordination und Organisation:
Transplantationskoordinator 6,5 v.H.
ÖBIG-Transplant 8,0 v.H.
100,0 v.H.
a) An die für die Typisierung und Knochenmarkspenderbetreuung
geeigneten Laboratorien ist folgender Kostenersatz zu leisten:
2.500 S HLA-A,B Typisierung
Artikel 17
Finanzierung von allgemeinenPlanungskonzepten und von Grundlagenarbeit
(1) Für die Finanzierung von allgemeinen Planungskonzepten und für Grundlagenarbeit der Strukturkommission sind jährlich 30 Millionen Schilling gemäß Art. 10 Abs. 3 Z. 2 vom Bund einzubehalten.
(2) Sollten die Mittel gemäß Abs. 1 in einem Rechnungsjahr nicht ausgeschöpft werden, so sind sie gemäß Art. 10 Abs. 3 Z. 5 an die Länder (Landesfonds) zu überweisen.
(3) Über die Finanzierung von allgemeinen Planungskonzepten und Grundlagenarbeit entscheidet die Strukturkommission.
Dokumentation
Artikel 18
Sicherstellung der bestehenden Dokumentation
Die derzeitige Diagnosen- und Leistungserfassung im stationären Bereich der Krankenanstalten sowie die Erfassung von Statistikdaten (Krankenanstalten-Statistik, Ausgaben und Einnahmen) und Kostendaten (Kostenstellenrechnung) durch die Träger von Krankenanstalten sind sicherzustellen und weiterzuentwickeln.
Artikel 19
Erfassung weiterer Daten
Zur Beobachtung, Analyse und Weiterentwicklung des Gesundheitssystems und zur Weiterentwicklung der leistungsorientierten Vergütungssysteme unter Berücksichtigung aller Gesundheitsbereiche können weitere erforderliche Daten erfaßt und angefordert werden. Entsprechende Maßnahmen sind vorher in der Strukturkommission zu beraten.
Artikel 20
Erhebungen und Einschaurechte
(1) Den Organen des Bundesministeriums für Gesundheit und Konsumentenschutz und von diesen beauftragten nichtamtlichen Sachverständigen ist es gestattet, Erhebungen über die Betriebsorganisation und den Betriebsablauf der Krankenanstalten gemäß Art. 2 durchzuführen und in die die Betriebsführung der Krankenanstalten betreffenden Unterlagen Einsicht zu nehmen. Der Bund ist verpflichtet, den Ländern (Landesfonds) über die Ergebnisse zu berichten und Vorschläge für Verbesserungen und Änderungen innerhalb einer angemessenen Frist zu erstatten.
(2) In der Strukturkommission und in den Landeskommissionen sind den Vertretern des Bundes, der Länder und der Sozialversicherung auf Verlangen Auskünfte über finanzierungsrelevante Angelegenheiten von den beteiligten Finanzierungspartnern zu erteilen.
(3) Der Bund verpflichtet sich, entsprechende gesetzliche Bestimmungen zu schaffen, die es den Ländern (Landesfonds) gestatten, Erhebungen über die Betriebsorganisation und den Betriebsablauf der Krankenanstalten gemäß Art. 2 durchzuführen und in die die Betriebsführung der Krankenanstalt betreffenden Unterlagen (z.B. Krankengeschichten) durch eigene oder beauftragte Organe Einsicht zu nehmen.
Organisatorische Maßnahmen
Artikel 21
Strukturkommission
(1) Der Bund hat eine Strukturkommission einzurichten.
(2) Der Strukturkommission gehören Vertreter des Bundes, der Landeskommissionen, der Sozialversicherung, der Interessenvertretungen der Städte und der Gemeinden und ein gemeinsamer Vertreter der Österreichischen Bischofskonferenz und des Evangelischen Oberkirchenrates an.
(3) In der Strukturkommission besteht eine Bundesmehrheit.
(4) Die Strukturkommission hat insbesondere folgende Aufgaben:
(5) Es ist eine Geschäftsordnung zu erlassen, die insbesondere vorzusehen hat, daß
Artikel 22
Landeskommissionen
(1) Jedes Land hat eine Landeskommission einzurichten.
(2) Der Landeskommission gehören Vertreter des Landes, der Interessenvertretungen der Städte und Gemeinden, der Rechtsträger der in Art. 2 genannten Krankenanstalten, der Sozialversicherung und des Bundes an.
(3) In der Landeskommission besteht eine Ländermehrheit.
(4) Die Landeskommission hat insbesondere folgende Aufgaben:
(5) Es ist eine Geschäftsordnung zu erlassen, die insbesondere vorzusehen hat, daß
Konsultations- und Sanktionsmechanismus
Artikel 23
Konsultationsmechanismus
(1) Zwischen der Sozialversicherung und den Ländern ist ein Konsultationsmechanismus einzurichten, um finanzielle Folgen von Strukturveränderungen zu bewältigen und insbesondere Veränderungen der Leistungsangebote im stationären, halbstationären, tagesklinischen, ambulanten und niedergelassenen Bereich zu regeln.
(2) Ausgangsbasis für die Feststellung der Veränderung der Leistungsangebote ist für den stationären Bereich und für den niedergelassenen Bereich der 31. Dezember 1996.
Artikel 24
Sanktionsmechanismus
(1) Ein Sanktionsmechanismus für den Krankenanstaltenbereich wird bis zum 1. Jänner 1997 eingerichtet.
(2) Bei maßgeblichen Verstößen gegen die einvernehmlich festzulegenden Pläne (Krankenanstaltenplan einschließlich eines Großgeräteplanes) hat der Bund den entsprechenden Länderanteil aus den 1,750 Millionen Schilling zurückzuhalten, bis der Landesfonds (das Land) Maßnahmen zur Herstellung des plankonformen Zustandes gegenüber den Krankenanstalten eingeleitet hat.
(3) Die Sozialversicherung hat sich bei der Vergabe von Kassenverträgen an einen einvernehmlich festzulegenden Großgeräteplan zu halten. Die Vertragsparteien kommen überein, wirksame Sanktionen vorzusehen.
(4) Im Falle eines vertragslosen Zustandes mit den Vertragsärzten wird das Land in einem zwischen der Sozialversicherung und dem Land einzurichtenden Konsultationsmechanismus mithelfen, schwerwiegende Folgen für die Bevölkerung zu vermeiden. Dabei ist auch eine Regelung für die Entgelte bei Mehrleistungen zu treffen. Die Sozialversicherung hat Zahlungen maximal im Ausmaß der vergleichbaren ersparten Arztkosten an den Landesfonds zu leisten.
(5) Bei Einschränkungen des Leistungsangebotes ist einvernehmlich vorzugehen. Die bislang maßgebliche Vertragslage ist dabei zu berücksichtigen. Die finanziellen Folgen von plan- und vertragswidrigen Leistungseinschränkungen im stationären, ambulanten, niedergelassenen und im Pflegebereich hat jene Institution zu tragen, die sie verursacht hat. Diese Regelung gilt insbesondere auch für Maßnahmen, die im Jahre 1996 getroffen wurden, deren Auswirkungen aber erst in der Folge eintreten
(6) Bei nicht ordnungsgemäßer Dokumentation und widmungswidriger Verwendung von Strukturmitteln sind Sanktionen gemäß Abs. 2 vorzusehen.
(7) Die Einweisungs- und Zuweisungspraxis der niedergelassenen Ärzte ist in der Strukturkommission und in den Landeskommissionen zu analysieren (ohne Sanktion).
Sonstige Bestimmungen
Artikel 25
Schutzklausel für Bund und Träger derSozialversicherung
(1) Die Länder verpflichten sich im Rahmen ihrer Kompetenz, dafür zu sorgen, daß für die Jahre 1997, 1998, 1999 und 2000 keine über diese Vereinbarung hinausgehenden finanziellen Forderungen betreffend die Krankenanstalten im Sinne des Art. 2 an den Bund oder die Träger der Sozialversicherung gestellt werden.
(2) Insoweit nicht schon aus dieser Vereinbarung durchsetzbare vermögensrechtliche Ansprüche erwachsen, wird der Bund im Rahmen seiner Kompetenz gesetzliche Grundlagen zur Sicherung der in dieser Vereinbarung festgelegten wechselseitigen Rechte und Pflichten, insbesondere auch in bezug auf den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger bzw. die Träger der Sozialversicherung, schaffen.
(3) Die Vertragsparteien kommen für den Bereich der sozialversicherten Patienten überein, für
die Abgeltung jenes Aufwandes, der den Krankenanstalten ab 1. Jänner 1997 durch die Systemänderung bei der Mehrwertsteuer durch den Übergang auf die unechte Befreiung entsteht, einvernehmlich eine Pauschalierungsregelung anzustreben. Bis zur Realisierung dieses Vorhabens gilt der Bund den Ländern jenen Aufwand ab, der den Krankenanstalten dadurch entsteht, daß sie bei der Mehrwertsteuer nicht mehr berechtigt sind, die ihnen angelastete Vorsteuer geltend zu machen.
(4) Der Bund stellt sicher, daß die Landesfonds von allen bundesgesetzlich geregelten Abgaben befreit sind.
Artikel 26
Schutzklausel für Städte und Gemeinden
Die Länder verpflichten sich, dafür zu sorgen, daß es durch die Umstellung auf die leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung gemäß Art. 13 zu keiner Verschiebung der Anteile an der Aufbringung der Mittel und der Betriebsabgangsdeckung zuungunsten der Städte und Gemeinden kommt.
Artikel 27
In- und ausländische Gastpatienten,Anstaltspflege im Ausland ausmedizinischen Gründen
(1) Für inländische Gastpatienten wird für die Dauer dieser Vereinbarung keine über die Abgeltung der Landesfonds hinausgehende Entschädigung bezahlt.
(2) Für die Erbringung von Leistungen der Krankenanstalten für ausländische Gastpatienten aufgrund von zwischenstaatlichen Übereinkommen oder überstaatlichem Recht über soziale Sicherheit sind die Länder (Landesfonds) zuständig. Die Kosten sind von den Trägern der Krankenanstalten mit den Ländern (Landesfonds) wie für österreichische Versicherte und ihre Angehörigen abzurechnen. Die Erstattung der von den Ländern (Landesfonds) aufgewendeten Beträge sind entsprechend den in den zwischenstaatlichen Übereinkommen oder dem überstaatlichen Recht vorgesehenen Erstattungsverfahren gegenüber den zuständigen ausländischen Trägern im Wege der örtlich in Betracht kommenden Gebietskrankenkasse geltend zu machen. In Fällen einer pauschalen Kostenerstattung oder eines Kostenerstattungsverzichtes erstatten die Gebietskrankenkassen den Ländern (Landesfonds) die diesen als Trägern des Aufenthalts- oder Wohnortes erwachsenden Kosten mit Ende des Jahres der Geltendmachung, wobei eine generelle Kürzung des Pauschbetrages entsprechend zu berücksichtigen
ist.
(3) Die Kosten einer Anstaltspflege im Ausland, die die Träger der Krankenversicherung aufgrund des innerstaatlichen Rechts oder aufgrund von zwischenstaatlichen Abkommen oder überstaatlichem Recht über soziale Sicherheit aufzuwenden haben, weil die betreffende Person
(4) Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat in der Strukturkommission quartalsweise aktuell über Art und Umfang der gemäß Abs. 3 für Anstaltspflege im Ausland erbrachte Leistungen zu berichten.
Artikel 28
Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofesvom 1. März 1983, A 1/81 - 13 (Zams)
Die Vertragsparteien kommen überein, daß ihre gegensätzlichen Standpunkte zu allfälligen Nachzahlungen im Sinne des Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofes vom 1. März 1983, A 1/81 - 13 (Zams), aufrecht bleiben und diese bis 31. Dezember 2000 nicht zur Diskussion stehen.
Schlußbestimmungen
Artikel 29
Inkrafttreten
(1) Diese Vereinbarung tritt nach Einlangen der Mitteilungen aller Vertragsparteien beim Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz, daß die nach der Bundesverfassung bzw. nach den Landesverfassungen erforderlichen Voraussetzungen für das Inkrafttreten erfüllt sind, mit 1. Jänner 1997 in Kraft.
(2) Die Ansprüche der Krankenanstaltenträger gegenüber dem Krankenanstalten-Zusammenarbeitsfonds aufgrund der Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Krankenanstaltenfinanzierung, BGBl. Nr. 863/1992 bzw. LGBl. Nr. 2/1993 in der für das Jahr 1996 geltenden Fassung, und der erlassenen bundes- und landesgesetzlichen Vorschriften bis einschließlich des Jahres 1996
bleiben durch diese Vereinbarung unberührt und sind vom Krankenanstalten-Zusammenarbeitsfonds bis zur Endabrechnung für das Jahr 1996 zu erfüllen.
(3) Unbeschadet der Einführung der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung ab 1. Jänner 1997 sind die bis 31. Dezember 1996 angefallenen Pflegetage von den Trägern der Krankenanstalten direkt mit den Trägern der Sozialversicherung nach den bis zu diesem Termin geltenden Vorschriften auch für jene Patienten abzurechnen, die vor dem 1. Jänner 1997 in stationäre Pflege aufgenommen und erst nach dem 31. Dezember 1996 entlassen werden.
Artikel 30
Durchführung der Vereinbarung
(1) Die zur Durchführung dieser Vereinbarung notwendigen bundes- und landesgesetzlichen Regelungen sind mit 1. Jänner 1997 in Kraft zu setzen und alle bundes- und landesgesetzlichen Regelungen, die im Widerspruch zu dieser Vereinbarung stehen, mit 1. Jänner 1997 für die Laufzeit dieser Vereinbarung außer Kraft zu setzen.
(2) In bezug auf Art. 24 werden folgende bundes- und landesgesetzlichen Regelungen vorgesehen:
Artikel 31
Geltungsdauer, Kündigung
(1) Diese Vereinbarung wird für die Jahre 1997, 1998, 1999 und 2000 geschlossen. Die Vertragsparteien verzichten für diesen Zeitraum auf ihr Recht, die Vereinbarung zu kündigen.
(2) Diese Vereinbarung tritt mit 31. Dezember 2000 außer Kraft.
(3) Die in Durchführung dieser Vereinbarung ergehenden Bundes- und Landesgesetze treten mit Außerkrafttreten dieser Vereinbarung auch außer Kraft. Die Vertragsparteien verpflichten sich, rechtzeitig Verhandlungen über eine Neuregelung aufzunehmen.
(4) Soferne in diesen Verhandlungen keine Einigung über eine Neuregelung zustande kommt, werden mit Außerkrafttreten dieser Vereinbarung die am 31. Dezember 1977 in Geltung gestandenen Rechtsvorschriften, soweit sie in Durchführung dieser Vereinbarung geändert wurden, wieder in Kraft gesetzt.
Artikel 32
Mitteilungen
Das Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz hat die Vertragsparteien unverzüglich in Kenntnis zu setzen, sobald alle Mitteilungen gemäß Art. 29 eingelangt sind.
Artikel 33
Urschrift
Diese Vereinbarung wird in einer Urschrift ausgefertigt. Die Urschrift wird beim Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz hinterlegt. Dieses hat allen Vertragsparteien beglaubigte Abschriften der Vereinbarung zu übermitteln.
Österreichischer Krankenanstalten- und Großgeräteplan
Teil I
Österreichischer Krankenanstaltenplan
(ÖKAP)
Gemäß § 3 des Bundesgesetzes über die Errichtung des Krankenanstalten-Zusammenarbeitsfonds (KRAZAF), BGBl. Nr. 473/1995, ist der vom Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz unter Bedachtnahme auf die Landeskrankenanstaltenpläne mit der Möglichkeit eines überregionalen Ausgleiches erarbeitete Österreichische Krankenanstaltenplan (ÖKAP) durch eine geeignete Systemplanung weiterzuentwickeln.
Der auf dieser gesetzlichen Basis erstellte ÖKAP besteht aus einem Textteil (allgemeine Zielvorstellungen sowie Richtlinien zu Mindestabteilungsgrößen, Erreichbarkeitsnormen und Bettendichten) und einem Tabellenteil (Typ, Maximalbettenzahl und Fächerstruktur je KA sowie fächerbezogene Maximalbettenzahl je Bundesland, vgl. Anhang). Durch diese formale Struktur kann den Anforderungen einer regional abgestuften Planung (Rahmenvorgaben auf Bundesebene, Detaillierung auf Landesebene, maximale Detaillierung in den Raum- und Funktionsprogrammen auf Ebene der einzelnen KA) Rechnung getragen werden. Der im ÖKAP enthaltene Typ stellt einen unverbindlichen, nicht mit den Ländern vereinbarten Typisierungsvorschlag dar.
Die im ÖKAP enthaltenen Festlegungen der Standorte, Fachrichtungen und Bettenobergrenzen beziehen sich auf die im Artikel 2 der zwischen dem Bund und den Ländern getroffenen Vereinbarung gemäß Artikel 15a B-VG über die Reform des Gesundheitswesens und der Krankenanstaltenfinanzierung für die Jahre 1997 bis 2000 bezeichneten Krankenanstalten (Art.15a-KA).
Der ÖKAP baut auf folgenden allgemeinen Zielvorstellungen, die bei allen Veränderungen der stationären Versorgungsstruktur zu berücksichtigen sind, auf:
– Im Bereich der öffentlichen und der privatgemeinnützigen
Krankenanstalten ist die Errichtung und Vorhaltung isolierter Fachabteilungen in dislozierter Lage zu vermeiden. Von dieser Regelung kann nur in begründeten Ausnahmefällen abgegangen werden.
Bei der Weiterentwicklung der Akutkrankenanstalten sind die nachfolgend aufgelisteten Planungsrichtwerte zu berücksichtigen. Die fachrichtungsspezifisch festgelegten Erreichbarkeitsnormen, Mindestabteilungsgrößen und Richtintervalle zu den Bettenmeßziffern (BMZ) sollen nur in begründeten Ausnahmefällen über- bzw. unterschritten werden.
Österreichischer Krankenanstaltenplan – Richtwerte
Die Anlage kann aus drucktechnischen Gründen nicht dargestellt werden.
Die allgemeinen Zielvorstellungen (Abschnitt 2), die Richtlinien (Abschnitt 3) sowie die in der Anlage enthaltenen Standort- bzw. Fächerstrukturen und Typisierungen werden in jährlichen Abständen hinsichtlich ihrer tatsächlichen Umsetzung überprüft. Der ÖKAP wird ständig weiterentwickelt und erforderlichenfalls einvernehmlich alle zwei Jahre revidiert.
Der ÖKAP soll sich künftig nicht mehr ausschließlich auf die Anzahl und Verteilung der in Akutkrankenanstalten vorzuhaltenden Betten und Abteilungen konzentrieren, sondern – insbesondere nach Umstellung auf eine leistungsbezogene Krankenanstaltenfinanzierung – auch Fragen des vorzuhaltenden medizinischen Leistungsangebotes abdecken. Daher wird sich die Fortschreibung des ÖKAP in schrittweiser Vertiefung auch auf die Vorhaltung ausgewählter medizinischer Leistungsbereiche beziehen, wobei ein die Bundesländergrenzen übergreifender Planungsansatz zu verfolgen ist.
Ein als Standort- und Leistungsangebotsplan weitergeführter ÖKAP unter Berücksichtigung von Bedarfs-, Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsfaktoren wird zukünftig auch die Großgeräteplanung inkludieren.
Teil II
Großgeräteplan 1996
(GGP)
Im Rahmen des Bundesgesetzes über die Errichtung des Krankenanstaltenzusammenarbeitsfonds (KRAZAF) – aktuelle Fassung BGBl. Nr. 473/1995 – wurde im § 21 als Voraussetzung für die Gewährung von Investitions-, Betriebs- und sonstigen Zuschüssen durch den KRAZAF ein Genehmigungsverfahren für Investitionen und den Betrieb von medizinisch-technischen Großgeräten für alle KRAZAFzuschußberechtigen Krankenanstalten vorgesehen.
Gemäß § 14 dieses Gesetzes hat der Fonds als Grundlage für die Genehmigung Richtlinien (einschließlich Kriterien einer bundesweiten Bedarfs- und Standortplanung für medizinisch-technische Großgeräte) zu erlassen. Im § 14 Abs. 2 werden die betroffenen Großgeräte taxativ aufgezählt. Diese sind:
Das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) wurde vom KRAZAF beauftragt, aufbauend auf die Großgerätestudien 1989/90 und 1992/93 Standortempfehlungen für medizinisch-technische Großgeräte in Art. 15a-Krankenanstalten zu erarbeiten.
Der GGP wird bis 30. Juni 1997 einer ersten Revision unterzogen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Länder ihre Maßnahmen im Bereich der Großgeräte im Rahmen des mit dieser Vereinbarung festgelegten GGP durchführen. Werden innerhalb dieser Zeit Maßnahmen erforderlich, die gegen den GGP verstoßen, so ist Einvernehmen zwischen dem Bund und dem Land bzw. den Ländern, sofern mehrere Länder von dieser Maßnahme betroffen sind, herzustellen.
Bei der Erarbeitung der Standortempfehlungen im Rahmen des GGP 1996 wurde auf folgenden allgemeinen Planungsgrundsätzen aufgebaut:
Zur Berechnung des Großgerätebedarfes wurden Einwohnerrichtwerte (Sollbereiche für die Anzahl der Einwohner je Großgerät) herangezogen. Diese wurden – ausgehend von der Großgerätestudie 1992/93 – auf Basis des Geräte-Ist-Standes im Juni 1996, der tatsächlichen und optimalen Auslastungen der Geräte, unter Berücksichtigung von Stellungnahmen und Publikationen österreichischer und internationaler Experten sowie unter Heranziehung von Richtwerten vergleichbarer europäischer Staaten ermittelt. In ausgewählten Bereichen (STR, PET, COR) basieren die Einwohnerrichtwerte auf indikationsgestützten Bedarfsschätzungen.
Die Tabelle kann aus drucktechnischen Gründen nicht dargestellt werden.
Die Erarbeitung der Standortempfehlungen erfolgte in drei Stufen:
Österreichischer Krankenanstaltenplan – Zielplanung 2005
Standort- und Funktionsplanung nach Krankenanstalten:
Systemisierter und tatsächlicher Bettenstand gemäß Bettenbericht 1995, Typisierung der Krankenanstalten 2005, Vorhaltung von Akutbetten nach Krankenanstalten(-standorten) und Fachrichtungen 2005.
Legende:
AU = Augenheilkunde MKC = Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgie
CH = Chirurgie NC = Neurochirurgie
DER = Dermatologie NEU = Neurologie
GCH = Gefäßchirurgie NUK = Nuklearmedizin
GEM = Gemischter Belag OR = Orthopädie und
orthopädische
Chirurgie
GGH = Gynäkologie und Geburtshilfe PCH = Plastische Chirurgie
HCH = Herzchirurgie PUL = Pulmologie
HNO = Hals-, Nasen- REM = (geriatrische)
und Ohrenheilkunde Remobilisation
IM = Innere Medizin STR = Radioonkologie/
Strahlentherapie
INT = Intensivmedizinischer Bereich TCH = Thoraxchirurgie
KCH = Kinderchirurgie UC = Unfallchirurgie
KI = Kinderheilkunde URO = Urologie
A = Akutbetten in bettenführender/-en Abteilung/-en, als Primariate
geführt
D = Akutbetten in bettenführender Abteilung, als Primariat oder als
Department geführt
B = Akutbetten in eigener Abteilung oder in andere Abteilung/-en
integriert geführt
I = Akutbetten für (post-)operative Intensivbetreuung bzw.
-überwachung vorzuhalten
Anmerkung:
Betten in nicht unter die Vereinbarung nach Art.15a B-VG über die Reform des Gesundheitswesens und der Krankenanstaltenfinanzierung für die Jahre 1997 bis 2000 fallenden KA werden mit einem aufgrund der zur Verfügung stehenden Informationen geschätzten, der Akutversorgung zuzurechnenden Bettenäquivalent ausgewiesen und in der für jedes Bundesland ausgewiesenen, zulässigen Gesamtbettensumme berücksichtigt. Die systemisierten und tatsächlichen Betten für HCH, PCH und KCH werden im Bettenbericht unter CH bzw. KI geführt und sind daher für den Ist-Stand in der Tabelle nicht ausgewiesen. Die Bereiche Psychiatrie und (geriatrische) Remobilisation werden vorerst ausgenommen (die Bundesländer sollen unter Berücksichtigung des ÖKAP eigene Psychiatriepläne erstellen, die auch die extramurale PSY miteinschließen). Betten für Neonatologie sind unter Betten für GGH bzw. KI subsumiert.
Unverbindlicher Typisierungsvorschlag (nicht vereinbart, keine Auswirkungen – vgl. Spalte „Typ“):
Typ 1 – Maximalversorgung (Abteilungen aller Fachrichtungen
zulässig)
Typ 2 – Erweiterte Versorgung (CH, IM und GGH, nach Bedarf weitere
Fachrichtungen, ausgenommen NC, PCH und MKC)
Typ 3 – Basisversorgung (CH und IM, nach Bedarf GGH, KI und UC; in
Sonderfällen1) Ausnahmeregelungen)
Typ 4 – Spezialversorgung (auf bestimmte Fachrichtungen
spezialisiert)
Typ 5 – Privatkrankenanstalt
Typ 6 – Sonstige Krankenanstalten – langfristig nicht vom ÖKAP
erfaßt bzw. nicht dem Akutbereich zuzurechnen
Großgeräteplan 1996 – Zielplanung 1998
Standortempfehlungen und Planung der Anzahl medizinischtechnischer Großgeräte in Art. 15a-Kran-kenanstalten unter Berücksichtigung der Geräteausstattung von „Nicht-Art. 15a-Krankenanstalten“ und des extramuralen Sektors.
Legende:
CT = Computertomographiegeräte STR = Hochvolttherapiegeräte
MR = Magnetresonanz- LIN = Linearbeschleuniger
Tomographiegeräte
ECT = Emissions-Computer COB = Telekobalttherapiegeräte
-Tomographiegeräte
DAS = Digitale Subtraktions- LIT = Stoßwellenlithotripter
Angiographieanlagen
COR = Coronarangiographische Arbeitsplätze
GGS93 = für Krankenanstalten: Geräte-Soll-Stand lt. Großgerätestudie
1992/93
für den extramuralen Sektor: Geräte-Ist-Stand lt.
Großgerätestudie 1992/93
GG96 = Geräte-Ist-Stand am 30. Juni 1996 (Krankenanstalten und
extramuraler Sektor)
BP98 = Planungen der Gerätebetreiber bis Ende 1998
GGP96 = für Krankenanstalten: Geräte-Soll-Stand lt. Großgeräteplan
1996
für den extramuralen Sektor: als versorgungswirksam im
Großgeräteplan 1996 berücksichtigte Geräte
K = Geräte-Soll-Standorte, an denen vor der Geräteeinrichtung
Kooperationsmöglichkeiten mit extramuralen Betreibern, bei
denen sich zum Zeitpunkt der Erstellung dieses GGP bereits
Geräte in Betrieb befanden, zu überprüfen sind.
Die Tabellen können aus drucktechnischen Gründen nicht dargestellt werden.
Programmgesteuerter Zugriff
API- und MCP-Zugriff mit Filtern nach Quellentyp, Region, Gericht, Rechtsgebiet, Artikel, Zitat, Sprache und Datum.