Dexion Stahlwinkel 225 und 300, baupolizeiliche Zulassung.
LGBL_VO_19611211_47Dexion Stahlwinkel 225 und 300, baupolizeiliche Zulassung.Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
11.12.1961
Fundstelle
LGBl. Nr. 47/1961 18. Stück
Bundesland
Vorarlberg
Kurztitel
Text
Der nachstehend beschriebene Baustoff „Dexion Stahlwinkel 225 und 300“, Erzeugerfirma Ludwig Co., Graz, wird gemäß§ 46 der Landesbauordnung bei Einhaltung folgender Bedingungen im Lande Vorarlberg bis 31. Dezember 1966 baupolizeilich zugelassen.
Beschreibung
Dexion Stahlwinkel sind Leichtbauprofile, die aus kalt gewalztem Siemens-Martin-Stahl ST 50 zu Winkelprofilen in verschiedenen Dimensionen hergestellt werden. Die Winkel-schenkel weisen nach einem bestimmten System Lang- und Rundlöcher auf. Dieses System wiederholt sich bei dem „Dexion Stahlwinkel 225" 40mal, bei dem „Dexion Stahlwinkel 300" 50mal, wenn der Stab 3,05 m, bzw. 3,80 m lang ist. Eine Dexioneinheit, die im Stab durch eingeschlagene Rhomben markiert ist, besteht im oberen Teil des Winkelschenkels aus einem Langloch mit einer Breite von 8,7 mm, im unteren Teil aus 2 Langlöchern und einem Rundloch, sowie zwei quergestellten Lang-löchern, deren Schnittachse durch die Mitte dieser Löcher geht. Im schmalen Flansch wiederholt sich die Anordnung der Lochreihe genau in derselben Reihenfolge wie die im unteren Teil des breiten Flansches angeordneten Stanzungen. Die Rundlöcher haben einen Durchmesser von 9,5 mm. Die Entfernung der Stanzungen untereinander geht aus der Patentschrift Nr. 183545 des Österreichischen Patentamtes, ausgegeben am 25. Oktober 1955, hervor.
Die Winkelprofile mit den Handelsbezeichnungen Dexion 225 und Dexion 300 stammen aus dem derzeitigen Lieferprogramm. Die Verbindung der Leichtbauprofile erfolgt mittels „5/16" Stahlschrauben oder „3/8" Paßschrauben. Beide Schraubenarten sind aus ST 50 hergestellt. Paßschrauben ermöglichen eine Dreiedsverbindung, wobei drei, vier oder fünf Dexioneinheiten notwendig sind.
Die Winkelprofile sind aus Siemens-Martin-Stahl mit einer garantierten Mindestzugfestigkeit von 50 kg/mm? nach ONORM M 3115 hergestellt. Die Bruchdehnung am kurzen Zugstab beträgt mindestens 20 %.
Die Profile werden untereinander verschraubt, wobei es verschiedene Möglichkeiten durch die patentierte Anordnung der Lang-und Rundlöcher zur Herstellung von Schrägen in beliebigen Neigungen gibt. Stäbe, die über ihr normales Maß hinaus verlängert werden müssen, werden entweder überlappt oder mit einer Lasche versehen. Die quergestellten Langlöcher werden durch die Materialdicke bei der Überlappung oder Lasche zum Rund-loch. Mit diesen Profilen können Fachwerks-konstruktionen, Tribünen und Sonderkonstruktionen hergestellt werden.
Bedingungen
Tabelle nicht abgedruckt.
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