Landes-Vertragsbedienstetengesetz, Änderung (8. L-VBG-Novelle)
LGBL_TI_20090115_5Landes-Vertragsbedienstetengesetz, Änderung (8. L-VBG-Novelle)Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
15.01.2009
Fundstelle
LGBl. Nr. 5/2009 3.Stück
Bundesland
Tirol
Kurztitel
Text
Gesetz vom 12. November 2008, mit dem das Landes-Vertragsbedienstetengesetz geändert wird (8. L-VBG-Novelle)
Der Landtag hat beschlossen:
Artikel I
Das Landes-Vertragsbedienstetengesetz, LGBl. Nr. 2/2001, zuletzt geändert durch das Gesetz LGBl. Nr. 48/2007, wird wie folgt geändert:
"(3) Soweit dies zweckdienlich ist, kann die Landesregierung den Vertragsbediensteten gleichzeitig mit der Zuweisung zum Ausbildungslehrgang vorläufig zur Dienstprüfung zulassen. Die vorläufige Zulassung hat unter der Bedingung der Absolvierung des Ausbildungslehrganges zu erfolgen und wird mit dem Eintritt dieser Bedingung endgültig."
"(3) Bei der Berücksichtigung von anrechenbaren Vordienstzeiten im Sinn des Abs. 1 und des Abs. 2 lit. a sowie von sonstigen Zeiten im Sinn des § 38a ist die mehrfache Berücksichtigung ein und desselben Zeitraumes nicht zulässig."
"(2) Ein Vertragsbediensteter,
"(6) Insoweit die Zeit eines Karenzurlaubes nach den Abs. 2 bis 5 für Rechte, die von der Dauer des Dienstverhältnisses abhängen, oder für die Vorrückung zu berücksichtigen ist, ist diese auch als Erfahrungszeit im Sinn des § 41 Abs. 1 lit. b nach Maßgabe des § 41 Abs. 2, 3 und 4 anrechenbar."
"§ 76
Abfertigung
Soweit im § 82 nichts anderes bestimmt ist, gelten für die Anwartschaft und den Anspruch des Vertragsbediensteten auf Abfertigung, die hierfür zu leistenden Beiträge sowie die Auswahl der Betrieblichen Vorsorgekasse die Bestimmungen des 1. Teiles und § 48 des Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetzes – BMSVG mit folgenden Abweichungen:
"§ 80a
Verwendung personenbezogener Daten
(1) Das Land Tirol darf von Vertragsbediensteten und ihren Angehörigen und Hinterbliebenen folgende Daten verarbeiten, sofern diese Daten für die Erfüllung der ihm als Dienstgeber obliegenden Aufgaben jeweils erforderlich sind:
Identifikationsdaten, Adressdaten, Erreichbarkeitsdaten, Daten über Einkommensverhältnisse, Bankverbindungen, Sozialversicherungsverhältnisse einschließlich Sozialversicherungsnummer, Familienstand, Kinder und strafgerichtliche Verurteilungen.
(2) Darüber hinaus darf das Land Tirol folgende Daten verarbeiten, sofern diese Daten für die Erfüllung der ihm als Dienstgeber obliegenden Aufgaben jeweils erforderlich sind:
(3) Das Land Tirol darf Daten nach den Abs. 1 und 2 an die Behörden des Bundes, der Länder, der Gemeinden und der Gemeindeverbände, an die Träger der dienstrechtlichen Kranken- und Unfallfürsorgeeinrichtungen, an den jeweils zuständigen Sozialversicherungsträger und an den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger übermitteln, sofern diese Daten jeweils für die Erfüllung der diesen Einrichtungen bzw. Organen obliegenden Aufgaben erforderlich sind.
(4) Das Land Tirol hat zum Schutz der Geheimhaltungsinteressen der Betroffenen jedenfalls die im § 14 Abs. 2 des Datenschutzgesetzes 2000 genannten Maßnahmen zu treffen.
(5) Das Land Tirol hat Daten nach den Abs. 1 und 2 zu löschen, sobald diese für die Erfüllung der ihm als Dienstgeber obliegenden Aufgaben nicht mehr benötigt werden.
§ 80b
Umsetzung von Gemeinschaftsrecht
Durch dieses Gesetz werden folgende Richtlinien umgesetzt:
"§ 81
Verweisungen auf Bundesgesetze
Soweit in diesem Gesetz nichts anderes bestimmt ist, beziehen sich Verweisungen auf Bundesgesetze auf die im Folgenden jeweils angeführte Fassung:
"(8) Soweit Abs. 2 die Berücksichtigung von Dienstzeiten oder Zeiten im Lehrberuf von der Zurücklegung bei einer inländischen Gebietskörperschaft, einer inländischen Schule oder sonst genannten inländischen Einrichtung abhängig macht, sind diese Zeiten auch dann zur Gänze für den Vorrückungsstichtag zu berücksichtigen, wenn sie
"(18) Weist ein Vertragsbediensteter Vordienstzeiten nach Abs. 8 auf, die noch nicht nach einer anderen
Bestimmung zur Gänze für die Ermittlung des Vorrückungsstichtages berücksichtigt worden sind, so ist der Vorrückungsstichtag auf Ansuchen des Vertragsbediensteten entsprechend zu verbessern. Dies gilt bei Zutreffen der Voraussetzungen auch für ehemalige Vertragsbedienstete sinngemäß. Ist der Vertragsbedienstete, auf den die Voraussetzungen des ersten und zweiten Satzes zutreffen, verstorben, so kann das Ansuchen auch von einer Person, der als Hinterbliebener nach diesem Vertragsbediensteten ein Pensionsanspruch aus der allgemeinen Sozialversicherung zusteht, eingebracht werden.
(19) Eine Verbesserung des Vorrückungsstichtages nach Abs. 18 wird rückwirkend mit dem Beginn des Dienstverhältnisses, frühestens jedoch zum folgenden Zeitpunkt wirksam:
"(1) Den Vertragsbediensteten des Entlohnungsschemas I und des Entlohnungsschemas II gebührt eine Verwaltungsdienstzulage.
Sie beträgt:
in der Entlohnungs- Entlohnungs- Euro
gruppe stufe
p1 bis p5, e, d, c, b 142,5
a 1 bis 7 142,5
a ab 8 181,0"
18
21
24
27
30
33
36
39
42
45
48
51
54
57
60
63
66
69
72
75
78
81
84
87
90
Entlohnungsklasse
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
2
2
1
1340,2
1392,7
1451,7
1511,5
1574,6
1649,3
1736,5
1831,0
1938,3
2066,5
2205,3
2356,7
2515,3
2697,2
2903,2
3127,1
3361,6
3630,7
3919,6
4227,6
4561,9
4916,1
5299,8
5718,1
6166,0
4
2
2
1365,4
1421,2
1482,1
1543,1
1610,3
1690,2
1777,4
1877,4
1989,8
2125,4
2266,3
2423,9
2591,0
2781,3
2995,8
3229,1
3476,1
3757,8
4061,6
4384,3
4730,2
5101,1
5505,8
5946,2
6418,2
6
2
3
1390,7
1448,5
1512,6
1576,8
1646,1
1730,2
1821,6
1924,6
2041,3
2181,1
2330,4
2492,2
2666,7
2864,3
3089,3
3333,1
3589,7
3880,8
4198,3
4536,7
4903,5
5288,2
5712,9
6175,5
6671,6
8
2
4
1415,9
1476,8
1543,1
1608,3
1682,8
1769,1
1864,7
1973,0
2092,8
2236,8
2393,4
2560,5
2742,4
2948,4
3178,7
3431,9
3700,0
4008,0
4335,9
4688,0
5072,8
5480,6
5925,3
6403,6
6922,8
10
2
5
1441,1
1504,1
1573,6
1641,9
1717,6
1805,9
1906,7
2017,1
2143,2
2292,6
2454,4
2632,0
2818,1
3031,5
3272,2
3534,9
3814,6
4131,0
4476,8
4845,7
5241,0
5667,7
6131,3
6632,7
7177,2
12
2
6
1467,4
1531,5
1602,9
1675,6
1754,3
1844,7
1947,7
2065,5
2193,7
2351,4
2516,5
2700,4
2892,8
3114,5
3364,7
3639,1
3926,0
4258,1
4613,4
4997,1
5410,2
5854,8
6337,3
6861,8
7423,2
14
2
7
1492,6
1558,9
1634,5
1708,1
1790,1
1883,6
1990,8
2110,7
2246,3
2406,1
2579,5
2767,7
2967,3
3198,6
3457,2
3737,9
4040,5
4382,2
4754,3
5149,5
5579,4
6041,9
6545,4
7090,9
7676,4
17
3
8
1520,0
1588,3
1663,9
1741,7
1824,8
1923,6
2035,0
2159,1
2295,7
2461,7
2642,6
2836,0
3043,0
3282,7
3550,7
3841,9
4154,1
4508,3
4892,0
5306,1
5751,8
6226,9
6751,4
7319,0
7928,7
20
3
9
1544,1
1616,6
1696,5
1775,4
1861,5
1961,5
2076,0
2204,3
2346,2
2517,5
2704,6
2905,4
3118,7
3366,8
3641,1
3944,9
4264,4
4632,4
5033,8
5458,5
5921,1
6419,3
6957,4
7547,1
8182,0
23
3
10
1568,3
1642,9
1723,8
1806,9
1897,3
2001,3
2120,1
2252,6
2399,8
2575,3
2765,5
2973,7
3194,4
3450,9
3732,5
4047,9
4379,0
4759,5
5170,5
5610,9
6094,5
6602,2
7165,6
7776,3
8434,3
26
3
11
1594,5
1671,3
1754,3
1839,5
1934,0
2041,3
2161,1
2297,8
2449,2
2632,0
2827,5
3040,9
3270,1
3530,7
3827,2
4148,9
4494,7
4883,6
5308,3
5766,5
6262,6
6793,5
7371,6
8005,5
8687,6
30
4
12
1621,9
1699,7
1785,9
1874,2
1968,8
2079,2
2205,3
2343,0
2499,6
2686,7
2890,6
3109,2
3345,8
3614,8
3918,6
4251,9
4605,1
5010,7
5448,0
5917,9
6431,9
6980,6
7577,6
8233,6
8939,9
35
5
13
1646,1
1727,0
1818,5
1908,9
2004,5
2119,1
2248,4
2393,4
2554,3
2745,6
2955,8
3180,7
3422,5
3700,0
4012,2
4358,0
4722,8
5136,8
5590,0
6079,7
6604,3
7171,8
7791,0
8467,9
9198,4
35
14
1671,3
1754,3
1852,1
1943,6
2042,4
2157,9
2292,6
2441,8
2607,9
2803,4
3019,9
3250,1
3500,3
3788,3
4104,7
4464,2
4839,4
5264,1
5730,8
6239,5
6779,8
7363,2
8002,3
8703,4
9459,2
Entlohn-Entlohnungsgruppe
nungs-
stufe
a
b
c
d
e
Euro
1
1856,4
1466,5
1298,9
1245,0
1191,4
2
1902,1
1502,2
1329,8
1269,1
1204,9
3
1948,1
1537,8
1360,5
1292,9
1218,3
3a
1574,0
Anlage 5 (§ 81i)
Entlohnungsschema II
(2008)
Entlohn-Entlohnungsgruppe
nungs-
stufe
p1
p2
p3
p4
p5
Euro
1
1305,7
1278,6
1251,6
1224,4
1197,2
2
1336,6
1305,3
1275,5
1243,2
1211,0
3
1367,7
1331,9
1299,5
1262,1
1224,5
4
1460,5
1411,5
1371,8
1318,3
1265,3
5
1491,6
1438,3
1395,3
1336,9
1278,9
6
1522,5
1464,3
1419,2
1355,7
1292,7
7
1553,6
1491,0
1443,3
1374,4
1306,0
8
1585,0
1517,9
1467,4
1393,5
1319,7
9
1651,9
1570,9
1515,3
1431,0
1347,3
10
1688,0
1598,8
1539,1
1449,7
1360,6
11
1724,0
1628,0
1563,2
1468,4
1374,1
12
1759,9
1656,8
1587,8
1487,6
1387,9
13
1869,3
1749,4
1666,6
1543,9
1428,5
14
1905,9
1780,5
1694,8
1562,6
1442,1
15
1942,5
1811,6
1722,4
1581,7
1455,6
16
1978,7
1843,2
1750,4
1601,9
1469,6
17
2015,4
1874,6
1778,6
1622,1
1483,6
18
2051,8
1906,2
1806,8
1642,2
1497,5
19
2088,3
1937,8
1835,1
1662,3
1511,3
Artikel II
Für besoldungsrechtliche Ansprüche, die sich aus einer nach § 81k Abs. 18 und 19 in der Fassung des Art. I Z. 30 vorgenommenen rückwirkenden Verbesserung des Vorrückungsstichtages aufgrund der Anrechnung von vor dem 1. Februar 2009 liegenden Zeiten ergeben, gilt § 50 des Landes-Vertragsbedienstetengesetzes mit der Maßgabe, dass der folgende Zeitraum nicht auf die Verjährungsfrist anzurechnen ist:
Artikel III
(1) Dem Vertragsbediensteten gebührt im Monat Mai 2008 eine Einmalzahlung in der Höhe von 175,– Euro, wenn er am 1. Mai 2008 Anspruch auf Entgelt und eine regelmäßige Wochendienstzeit im Ausmaß der Vollbeschäftigung aufweist.
(2) Dem Vertragsbediensteten, dessen regelmäßige Wochendienstzeit herabgesetzt ist, gebührt unter denselben Voraussetzungen der seiner regelmäßigen Wochendienstzeit entsprechende Teil der Einmalzahlung nach Abs. 1.
(3) Bei einer Vertragsbediensteten, die am 1. Mai 2008 nach § 4 Abs. 1 oder 2 oder § 7 Abs. 1 des Tiroler Mutterschutzgesetzes 2005 bzw. nach § 3 Abs. 1, 2 oder 3 oder § 5 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes 1979 nicht beschäftigt werden darf, ist für die Beurteilung des Anspruches nach Abs. 1 oder 2 von jener regelmäßigen Wochendienstzeit auszugehen, die für die Vertragsbedienstete unmittelbar vor dem Beginn des Beschäftigungsverbotes gegolten hat.
Artikel IV
(1) Dieses Gesetz tritt mit 1. Jänner 2009 in Kraft, soweit in den Abs. 2 bis 8 nichts anderes bestimmt ist.
(2) Art. I Z. 15 tritt mit 1. September 2006 in Kraft.
(3) Art. I Z. 9 bis 12, 16 und 39 tritt mit 1. Jänner 2007 in Kraft.
(4) Art. I Z. 18, 19, 23 bis 29, 31 und 34 tritt mit 1. Juli 2007 in Kraft.
(5) Art. I Z. 17 tritt mit 1. September 2007 in Kraft.
(6) Art. I Z. 32, 33, 35, 37 und 38 sowie Art. III treten mit 1. Jänner 2008 in Kraft.
(7) Art. I Z. 1, 4, 13 und 30 tritt mit 1. Februar 2009 in Kraft.
(8) Art. I Z. 3, 14, 20, 21, 22 und 36 tritt mit dem Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft.
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