Zweite Durchführungsverordnung zum Tiroler Fischereigesetz
LGBL_TI_19990217_10Zweite Durchführungsverordnung zum Tiroler FischereigesetzGazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
17.02.1999
Fundstelle
LGBl. Nr. 10/1999 Stück 5
Bundesland
Tirol
Kurztitel
Text
Verordnung der Landesregierung vom 2. Februar 1999 zur Durchführung der Bestimmungen des Tiroler Fischereigesetzes über die Wassertiere, die ohne Bewilligung ausgesetzt werden dürfen, die Schonzeiten und die Brittelmaße sowie über das Verbot und die Beschränkung von Fanggeräten, Fangvorrichtungen, Fangmitteln und Fangmethoden (Zweite Durchführungsverordnung zum Tiroler Fischereigesetz)
Auf Grund der §§ 21, 30 und 31 des Tiroler Fischereigesetzes, LGBl. Nr. 16/1993, wird verordnet:
§ 1 Die in der Anlage angeführten Wassertiere dürfen ohne Bewilligung der Landesregierung ausgesetzt werden.
§ 2 (1) Für die nachstehend angeführten Fischarten werden folgende Mindestmaße (Brittelmaße) festgelegt, die von der Kopfspitze bis zum Schwanzende zu messen sind:
Regenbogenforellen: 30 cm
Seeforellen: 50 cm
Maränen: 35 cm
Seesaiblinge: 25 cm
(2) Die Fischereiausübungsberechtigten können von Abs. 1 abweichende Maße festsetzen, wobei die Brittelmaße nach Abs. 1 jedoch nicht unterschritten werden dürfen.
§ 3 (1) Alle in der Anlage zu § 1 genannten Wassertiere, die nicht unter die Abs. 2 und 3 fallen, sind ganzjährig zu schonen.
(2) Für die nachstehend angeführten Fischarten gelten folgende Schonzeiten:
(3) Folgende Fischarten dürfen während des ganzen Jahres in weidgerechter Weise befischt werden: Aal, Aitel, Brachse, Flußbarsch, Gründling, Karausche, Karpfen, Laube, Regenbogenforelle (ausgenommen im Bezirk Lienz), Rotauge, Rotfeder.
(4) Für die im Abs. 2 angeführten Fischarten können die Fischereiausübungsberechtigten abweichende Schonzeiten in der Weise festlegen, daß die Schonzeit früher beginnt und/oder später endet, als nach Abs. 2 festgesetzt.
§ 4 Fische, die während der Schonzeit oder mit einem geringeren als dem nach § 2 Abs. 1 festgesetzten Brittelmaß gefangen werden, sind unverzüglich mit der nötigen Vorsicht in das Wasser zurückzusetzen.
§ 5 Als nicht weidgerechte Ausübung des Fischfanges gilt jedenfalls die Verwendung von
Anlage zu § 1
Wassertiere gemäß § 1 sind:
Familie Aale (Angiullidae)
Aal (Angiulla angiulla)
Familie Barsche (Percidae)
Flußbarsch (Perca fluviatilis)
Zander (Stizostedion lucioperca)
Familie Dorsche - Schellfische (Gadidae)
Quappe - Rutte (Lota lota)
Familie Groppen (Cottidae)
Koppe (Cottus gobio)
Familie Hechte (Esocidae)
Hecht (Esox lucius)
Familie Karpfenfische (Cyprinidae)
Aitel (Leuciscus cephalus)
Barbe (Barbus barbus)
Bitterling (Rhodeus amarus)
Brachse (Abramis brama)
Elritze (Phoxinus phoxinus)
Gründling (Gobio gobio)
Hasel (Leuciscus leuciscus)
Karausche (Carassius carassius)
Karpfen (Cyprinus carpio)
Lau (Chondrostoma genei)
Laube (Alburnus alburnus)
Moderlieschen (Leucaspius delineatus)
Nase (Chondrostoma nasus)
Orfe (Leuciscus idus)
Rotauge (Rutilus rutilus)
Rotfeder (Scardinius erythrophtalmus)
Schleie (Tinca tinca)
Strömer (Leuciscus souffia)
Familie Lachse (Salmonidae)
Äsche (Thymallus thymallus)
Bachforelle (Salmo trutta forma fario)
Bachsaibling (Salvelinus fontinalis)
Huchen (Hucho hucho)
Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss - Salmo gairdneri) Renke (Coregonus sp.)
Seeforelle (Salmo trutta forma lacustris)
Seesaibling (Salvelinus alpinus)
Familie Neunaugen (Petromyzontidae)
Bachneunauge (Lampetra planeri)
Ukrainisches Bachneunauge (Eudontomyzon mariae) Familie Schmerlen (Cobitidae)
Schmerle (Neomacheilus barbatulus)
Steinbeißer (Cobitis taenia)
Familie Stichlinge (Gasterosteidae)
Dreistacheliger Stichling (Gasterosteus aculeatus) Familie Welse (Siluridae)
Wels (Silurus glanis)
Krebse (Astacidae)
Dohlenkrebs (Austropotamobius pallipes)
Edelkrebse (Astacus astacus)
Steinkrebs (Austropotamobius torrentium)
Muscheln (Unionidae)
Gemeine Teichmuschel (Anodonta anatina)
Große Teichmuschel (Anodonta cygnaea cellensis)
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