Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. März 2011, mit der das Steiermärkische Mindestsicherungsgesetz durchgeführt wird (Stmk. Mindestsicherungsgesetz-Durchführungsverordnung – StMSG-DVO)
LGBL_ST_20110318_19Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. März 2011, mit der das Steiermärkische Mindestsicherungsgesetz durchgeführt wird (Stmk. Mindestsicherungsgesetz-Durchführungsverordnung – StMSG-DVO)Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
18.03.2011
Fundstelle
LGBl. Nr. 19/2011 Stück 8
Bundesland
Steiermark
Kurztitel
Text
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. März 2011, mit der das Steiermärkische Mindestsicherungsgesetz durchgeführt wird (Stmk. Mindestsicherungsgesetz-Durchführungsverordnung – StMSG-DVO)
Auf Grund des § 10 Abs. 6 und des § 17 Abs. 1 Z. 2 des Steiermärkischen Mindestsicherungsgesetzes, LGBl. Nr. 14/2011, wird verordnet:
Wohnungsaufwand
§ 1
Ergänzender Wohnungsaufwand
(1) Bezieherinnen/Beziehern von Mindestsicherung, die ihren tatsächlichen Wohnungsaufwand durch den gemäß § 10 des Steiermärkischen Mindestsicherungsgesetzes (StMSG) gewährten Grundbetrag zur Deckung des Wohnbedarfes und durch die ihnen gewährte Wohnbeihilfe nicht decken können, ist vom Träger der Mindestsicherung eine ergänzende Hilfeleistung in Höhe der Differenz zu dem für ihren Wohnungsaufwand gemäß § 2 festgelegten Höchstbetrag zu gewähren.
(2) Werden Leistungen der Mindestsicherung gemäß § 7 Abs. 6 StMSG gekürzt, so ist der Berechnung der Höhe des ergänzenden Wohnungsaufwandes der ungekürzte Mindeststandard zu Grunde zu legen.
§ 2
Höchstzulässiger Wohnungsaufwand
Der höchstzulässige Wohnungsaufwand (in Euro) wird entsprechend der Anzahl der im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen für die einzelnen politischen Bezirke wie folgt festgesetzt:
Politische Bezirke1 Personen-haushalt
2 Personen-haushalt3 Personen-haushalt
4 Personen-haushalt5 Personen-haushalt
6 Personen-haushaltab 7
Personen
Bruck an der Mur289,90391,59
447,53503,47559,41
615,35671,29
Deutschlandsberg305,18412,99
471,98530,98589,98
648,98707,98
Feldbach345,94455,78520,90
586,01651,12716,23
781,34
Fürstenfeld376,51505,72577,96
650,21722,45794,70
866,94
Graz Stadt371,42505,72577,96
650,21722,45794,70
866,94
Graz-Umgebung351,04470,05
537,20604,35671,50
738,65805,80
Hartberg284,80377,32431,22
485,13539,03592,93
646,84
Judenburg238,95320,26366,01
411,76457,51503,26
549,01
Knittelfeld244,04320,26366,01
411,76457,51503,26
549,01
Leibnitz315,37405,85463,83
521,81579,79637,77
695,75
Leoben274,61377,32431,22
485,13539,03592,93
646,84
Liezen335,75462,92529,05
595,18661,31727,44
793,57
Murau223,66284,59325,25
365,90406,56447,22
487,87
Mürzzuschlag325,56434,39
496,44558,50620,55
682,61744,66
Radkersburg244,04334,52382,31
430,10477,89525,68
573,47
Voitsberg269,52355,92406,77
457,61508,46559,31
610,15
Weiz391,80477,18545,35
613,52681,69749,86
818,03
Ersatzansprüche
§ 3
Ersatzansprüche
(1) Für die gewährten Leistungen der Mindestsicherung ist von den
(2) Die Höhe der Ersatzpflicht richtet sich nach dem Einkommen der ersatzpflichtigen Person (§ 6 StMSG), wobei laufende Unterhaltszahlungen während eines Mindestsicherungsbezuges in Abzug gebracht werden.
(3) Die Ersatzpflicht ist mit der Höhe der Unterhaltsverpflichtung begrenzt, wobei der Nachweis einer im Gegensatz zur Ersatzpflicht niedrigeren Unterhaltsverpflichtung durch den Ersatzpflichtigen zu erbringen ist. Der Nachweis gilt nur durch eine rechtskräftige gerichtliche Entscheidung als erbracht.
§ 4
Ersatzpflicht der Eltern
Die Höhe der Ersatzpflicht der Eltern der Bezieherin/des Beziehers der Mindestsicherung wird wie folgt festgelegt:
Einkommen in EuroErsatz in % des Einkommens
vonbis
15001599,999,00
16001699,999,50
17001799,9910,00
18001899,9910,50
19001999,9911,00
20002099,9911,50
21002199,9912,00
22002299,9912,50
23002399,9913,00
24002499,9913,50
25002599,9914,00
26002699,9914,50
2700–15,00
§ 5
Ersatzpflicht der Kinder
Die Höhe der Ersatzpflicht der Kinder der Bezieherin/des Beziehers der Mindestsicherung wird wie folgt festgelegt:
Einkommen in EuroErsatz in % des Einkommens
vonbis
15001599,994,00
16001699,994,50
17001799,995,00
18001899,995,50
19001999,996,00
20002099,996,50
21002199,997,00
22002299,997,50
23002399,998,00
24002499,998,50
25002599,999,00
26002699,999,50
2700–10,00
Schlussbestimmung
§ 6
Inkrafttreten
(1) Diese Verordnung tritt mit Ausnahme des 2. Abschnittes mit 1. März 2011 in Kraft.
(2) Der 2. Abschnitt tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 19. März 2011, in Kraft.
Für die Steiermärkische Landesregierung:
Landeshauptmann Voves
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