Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 20. November 2006 über die Erklärung des Gebietes „Teile des steirischen Jogl- und Wechsellandes" (AT 2229000) zum Europaschutzgebiet Nr. 2
LGBL_ST_20061229_159Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 20. November 2006 über die Erklärung des Gebietes „Teile des steirischen Jogl- und Wechsellandes" (AT 2229000) zum Europaschutzgebiet Nr. 2Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
29.12.2006
Fundstelle
LGBl. Nr. 159/2006 Stück 36
Bundesland
Steiermark
Kurztitel
Text
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 20. November 2006 über die Erklärung des Gebietes „Teile des steirischen Jogl- und Wechsellandes" (AT 2229000) zum Europaschutzgebiet Nr. 2
Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976 – NSchG 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 97/2006, wird verordnet:
§ 1
Gegenstand
Im Bereich des Jogellandes wird ein in den Gemeinden Birkfeld, Dechantskirchen, Eichberg, Friedberg, Gschaid bei Birkfeld, Lafnitz, Miesenbach bei Birkfeld, Mönichwald, Pinggau, Puchegg, Ratten, Rettenegg, Riegersberg, Schachen bei Vorau, Schäffern, Schlag bei Thalberg, St. Jakob im Walde, St. Kathrein am Hauenstein, St. Lorenzen am Wechsel, Strallegg, Vorau, Vornholz, Waisenegg, Waldbach und Wenigzell gelegenes Gebiet zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 2 „Teile des steirischen Jogl- und Wechsellandes" bezeichnet.
§ 2
Schutzzweck
Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Vogelschutz-Richtlinie (Anlage A) und im Falle der Beeinträchtigung des günstigen Erhaltungszustandes auch dessen Wiederherstellung.
§ 3
Geltungsbereich
Diese Verordnung gilt nicht für:
–in Flächenwidmungsplänen ausgewiesene Baugebiete und
–bestehende Bergbaubetriebe nach dem Mineralrohstoffgesetz.
§ 4
Abgrenzung des Schutzgebietes
(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab 1 : 120.000 (Anlage B) und eines Detailplanes.
(2) Der Übersichtsplan und der Detailplan werden durch Auflagen zur öffentlichen Einsichtnahme beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden:
§ 5
Gemeinschaftsrecht
Durch diese Verordnung wird die Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten, ABl. Nr. L 103 S. 1, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 807/2003 des Rates vom 14. April 2003, ABl. Nr. L 122, folgende (Vogelschutz-Richtlinie – VS-RL) umgesetzt.
§ 6
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 30. Dezember 2006, in Kraft.
§ 7
Außerkrafttreten
Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung vom 10. Juli 2002, LGBl. Nr. 68/2002, außer Kraft.
Für die Steiermärkische Landesregierung:
Landeshauptmann Voves
Anlage A:
Schutzgüter sind folgende Vogelarten mit den dazugehörigen Lebensräumen gemäß § 13 Abs. 3 Z. 5 lit. b Steiermärkisches Naturschutzgesetz 1976:
Vögel nach der VS-RL Anhang I
Code Nr. Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
A122
Wachtelkönig
Crex crex
A031
Weißstorch
Ciconia ciconia
A072
Wespenbussard
Pernis apivorus
A104
Haselhuhn
Bonasa bonasia
A108
Auerhuhn
Tetrao urogallus
A217
Sperlingskauz
Glaucidium passerinum
A223
Raufußkauz
Aegolius funereus
A234
Grauspecht
Picus canus
A338
Neuntöter
Lanius collurio
A030
Schwarzstorch
Cicoria nigra
A236
Schwarzspecht
Dryocopus martius
A224
Ziegenmelker
Caprimulgus europaeus
A229
Eisvogel
Alcedo atthis
A321
Halsbandschnäpper
Ficedula albicollis
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