Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 29. Mai 2006 über die Erklärung des Gebietes „Niedere Tauern" (AT 2209000) zum Europaschutzgebiet Nr. 38
LGBL_ST_20060622_83Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 29. Mai 2006 über die Erklärung des Gebietes „Niedere Tauern" (AT 2209000) zum Europaschutzgebiet Nr. 38Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
22.06.2006
Fundstelle
LGBl. Nr. 83/2006 Stück 17
Bundesland
Steiermark
Kurztitel
Text
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 29. Mai 2006 über die Erklärung des Gebietes „Niedere Tauern" (AT 2209000) zum Europaschutzgebiet Nr. 38
Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 56/2006, wird verordnet:
§ 1
Gegenstand
Das Gebiet „Niedere Tauern" mit den Gemeinden Bretstein, Donnersbach, Donnersbachwald, Gaal, Gössenberg, Haus, Hohentauern, Kalwang, Kleinsölk, Mautern in Steiermark, Michaelerberg, Oberwölz-Umgebung, Oppenberg, Pichl-Preunegg, Pruggern, Pusterwald, Rohrmoos-Untertal, Rottenmann, St. Johann am Tauern, St. Marein bei Knittelfeld, St. Nikolai im Sölktal, Schöder, Seckau, Trieben, Wald am Schoberpaß, Winklern bei Oberwölz wird zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 38 bezeichnet.
§ 2
Schutzzweck
(1) Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Vogelschutz-Richtlinie (Anlage A).
(2) Der Zweck wird im Wege des Vertragsnaturschutzes erreicht.
§ 3
Abgrenzung des Schutzgebietes
(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes in fünf Abschnitten im Maßstab 1: 99.000 (Anlage B) und eines Detailplanes.
(2) Der Übersichtsplan (Anlage B) und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden:
§ 4
Gemeinschaftsrecht
Durch diese Verordnung wird die Richtlinie des Rates vom 2. April 1979,
Richtlinie 79/409/EWG, über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten,
ABl. Nr. L 103 vom 25. April 1979, S. 1, zuletzt geändert durch die Akte
§ 5
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 23. Juni 2006, in Kraft.
Für die Steiermärkische Landesregierung:
Landeshauptmann Voves
Anlage A
Schutzgüter sind folgende Vogelarten gemäß § 13 Abs. 3 Z. 5 lit. b des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Vögel nach der VS-RL Anhang I
Code Nr.Deutscher NameWissenschaftlicher Name
A073SchwarzmilanMilvus migrans
A074RotmilanMilvus milvus
A076BartgeierGypaetus barbatus
A091SteinadlerAquila chrysaetos
A108AuerhuhnTetrao urogallus
A139MornellregenpfeiferCharadrius morinellus
A217SperlingskauzGlaucidium passerinum
A223RaufußkauzAegolius funereus
A236SchwarzspechtDryocopus martius
A241DreizehenspechtPicoides tridactylus
A272Rotsterniges BlaukehlchenLuscinia svecica
A408AlpenschneehuhnLagopus mutus
A409BirkhuhnTetrao tetrix
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