Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. April 2006 über die Erklärung des Gebietes „Hochlagen der östlichen Wölzer Tauern und Seckauer Alpen" (AT2209004) zum Europaschutzgebiet Nr. 39
LGBL_ST_20060613_75Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. April 2006 über die Erklärung des Gebietes „Hochlagen der östlichen Wölzer Tauern und Seckauer Alpen" (AT2209004) zum Europaschutzgebiet Nr. 39Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
13.06.2006
Fundstelle
LGBl. Nr. 75/2006 Stück 16
Bundesland
Steiermark
Kurztitel
Text
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. April 2006 über die Erklärung des Gebietes „Hochlagen der östlichen Wölzer Tauern und Seckauer Alpen" (AT2209004) zum Europaschutzgebiet Nr. 39
Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 84/2005, wird verordnet:
§ 1
Gegenstand
Das Gebiet „Hochlagen der östlichen Wölzer Tauern und Seckauer Alpen" mit den Gemeinden Bretstein, Gaal, Hohentauern, Kalwang, Mautern in Steiermark, Oppenberg, Rottenmann, St. Johann am Tauern, St. Marein bei Knittelfeld, Seckau, Trieben und Wald am Schoberpaß wird zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 39 bezeichnet.
§ 2
Schutzzweck
Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Anlage A).
§ 3
Abgrenzung des Schutzgebietes
(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab 1 : 12.5000 (Anlage B) und eines Detailplanes.
(2) Der Übersichtsplan (Anlage B) und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden:
§ 4
Gemeinschaftsrecht
Durch diese Verordnung wird die Richtlinie des Rates vom 21. Mai 1992, Richtlinie 92/43/EWG, zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen, ABl. Nr. L 206/S. 7, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. September 2003, ABl. Nr. L 284, S. 1ff., Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) umgesetzt.
§ 5
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 14. Juni 2006, in Kraft.
Für die Steiermärkische Landesregierung:
Landeshauptmann Voves
Anlage A
Schutzgüter sind folgende natürliche Lebensräume und Pflanzen gemäß § 13 Abs. 3 Z. 5 lit. a des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Lebensräume nach der FFH-RL Anhang I
Code Nr.Lebensraumtyp
4060Alpine und subalpine Heiden
6150Boreo-alpines Grasland auf Silikatsubstraten
6170Alpine Kalkrasen
6430Feuchte Hochstaudenfluren
8110Silikatschutthalden der hochmontanen bis nivalen Stufe (Siliceous scree)
8210Natürliche Kalkfelsen und Kalkfelsabstürze mit ihrer
Felsspaltenvegetation
(Calcareous sub-types)
8220Silikatfelsen und ihre Felsspaltenvegetation (Siliciciolous sub-types)
8230Silikatfelskuppen mit ihrer Pioniervegetation
9410Acidophile bodensaure Fichtenwälder
9420Lärchen-Zirben-Wälder
Pflanzen nach der FFH-RL Anhang II
Code Nr.Wissenschaftlicher Name
1379Mannia triandra
Schutzgüter sind folgende prioritäre Lebensräume gemäß § 13 Abs. 3 Z. 7 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Lebensräume nach der FFH-RL Anhang I
Code Nr.Lebensraumtyp
4070Buschvegetation mit Pinus mugo und Rhododendrum hirsutum
6230Artenreiche Borstgrasrasen montan (und submontan auf dem europäischen Festland)
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