Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. April 2006 über die Erklärung des Gebietes „Ober- und Mittellauf der Mur mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen" (AT 2236000) zum Europaschutzgebiet Nr. 5
LGBL_ST_20060522_65Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. April 2006 über die Erklärung des Gebietes „Ober- und Mittellauf der Mur mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen" (AT 2236000) zum Europaschutzgebiet Nr. 5Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
22.05.2006
Fundstelle
LGBl. Nr. 65/2006 Stück 13
Bundesland
Steiermark
Kurztitel
Text
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. April 2006 über die Erklärung des Gebietes „Ober- und Mittellauf der Mur mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen" (AT 2236000) zum Europaschutzgebiet Nr. 5
Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 84/2005, wird verordnet:
§ 1
Gegenstand
Das Gebiet „Ober- und Mittellauf der Mur mit Puxer Auwald, Puxer Wand und Gulsen" mit den Gemeinden Apfelberg, St. Ruprecht-Falkendorf, Feistritz bei Knittelfeld, Fohnsdorf, Frojach-Katsch, Großlobming, Judenburg, Knittelfeld, Kobenz, Kraubath an der Mur, Laßnitz bei Murau, Leoben, Maria Buch-Feistritz, Murau, Niederwölz, Pöls, Predlitz-Turrach, St. Georgen ob Judenburg, St. Georgen ob Murau, St. Lorenzen bei Knittelfeld, St. Lorenzen bei Scheifling, St. Marein bei Knittelfeld, St. Margarethen bei Knittelfeld, St. Michael in Obersteiermark, St. Peter ob Judenburg, St. Ruprecht ob Murau, St. Stefan ob Leoben, Scheifling, Spielberg bei Knittelfeld, Stadl an der Mur, Teufenbach, Triebendorf, Unzmarkt-Frauenburg, Zeltweg wird zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 5 bezeichnet.
§ 2
Schutzzweck
Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Anlage A) und im Fall der Beeinträchtigung des günstigen Erhaltungszustandes auch deren Wiederherstellung.
§ 3
Abgrenzung des Schutzgebietes
(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab von 1 : 50.000 und eines Detailplanes.
(2) Der Übersichtsplan (Anlage B) und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden:
§ 4
Gemeinschaftsrecht
Durch diese Verordnung wird die Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen, ABl. Nr. L 206 vom 22. Juli 1992, S. 7, zuletzt geändert durch die Verordnung Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. September 2003, ABl. Nr. L 284 vom 31. Oktober 2003, S. 1 (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie – FFH-Richtlinie) umgesetzt.
§ 5
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 23. Mai 2006, in Kraft.
Für die Steiermärkische Landesregierung:
Landeshauptmann Voves
Anlage A
Schutzgüter sind folgende natürliche Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten
gemäß § 13 Abs. 3 Z. 5 lit. a
des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Lebensräume nach der FFH-RL Anhang I
Code Nr. Lebensraumtyp
3150
Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation vom Typ Magnopotamion oder Hydrocharition
3240
Alpine Flüsse und ihre Ufergehölze mit Salix eleagnos
6130
Schwermetallrasen
6210
Trespen-Schwingel-Kalktrockenrasen
6430
Feuchte Hochstaudenfluren
Säugetiere nach der FFH-RL Anhang II
Code Nr. Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1324
Großes Mausohr
Myotis myotis
Amphibien nach der FFH-RL Anhang II
Code Nr. Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1167
Alpen-Kamm-Molch
Triturus carnifex
1193
Gelbbauchunke
Bombina variegata
Fische nach der FFH-RL Anhang II
Code Nr. Deutscher Name
Wissenschaftlicher Name
1098
Ukrainisches Neunauge
Eudontomyzon spp.
1105
Huchen
Hucho hucho
1163
Koppe
Cottus gobio
Schutzgüter sind folgende prioritäre Lebensräume gemäß § 13 Abs. 3 Z. 7
des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Lebensräume nach der FFH-RL Anhang I
Code Nr. Lebensraumtyp
91E0
Restbestände von Erlen- und Eschenwäldern an Fließgewässern
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