Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. April 2006 über die Erklärung des -Gebietes „Hochlagen der südöstlichen Schladminger Tauern" (AT 2209003) zum Europaschutzgebiet Nr. 40
LGBL_ST_20060518_62Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. April 2006 über die Erklärung des -Gebietes „Hochlagen der südöstlichen Schladminger Tauern" (AT 2209003) zum Europaschutzgebiet Nr. 40Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
18.05.2006
Fundstelle
LGBl. Nr. 62/2006 Stück 12
Bundesland
Steiermark
Kurztitel
Text
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 3. April 2006 über die Erklärung des -Gebietes „Hochlagen der südöstlichen Schladminger Tauern" (AT 2209003) zum Europaschutzgebiet Nr. 40
Auf Grund des § 13a Abs. 1 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung LGBl. Nr. 84/2005, wird verordnet:
§ 1
Gegenstand
Das Gebiet „Hochlagen der südöstlichen Schladminger Tauern" mit den Gemeinden Krakaudorf, Krakauhintermühlen, St. Nikolai im Sölktal und Schöder wird zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 40 bezeichnet.
§ 2
Schutzzweck
Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung und Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Anlage A).
§ 3
Abgrenzung des Schutzgebietes
(1) Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab 1 : 60.000 (Anlage B) und eines Detailplanes.
(2) Der Übersichtsplan (Anlage B) und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden:
§ 4
Gemeinschaftsrecht
Durch diese Verordnung wird folgende Richtlinie der Europäischen
Gemeinschaft umgesetzt:
Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen, ABl. Nr. L 206 vom 22. Juli 1992, S. 7, zuletzt geändert durch die Verordnung Nr. 1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. September 2003, ABl. Nr. L 284 vom 31. Oktober 2003, S. 1 (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie – FFH-RL).
§ 5
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 19. Mai 2006, in Kraft.
Für die Steiermärkische Landesregierung:
Landeshauptmann Voves
Anlage A
Schutzgüter sind folgende natürliche Lebensräume und Pflanzenarten gemäß § 13 Abs. 3 Z. 5 lit. a
des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Lebensräume nach der FFH-Richtlinie Anhang I
Code Nr.Lebensraumtyp
3130Oligo- bis mesotrophe stehende Gewässer mit Vegetation der Littorelletea uniflorae und/oder Isoeteo-Nanojuncetea (Zwerbbinsen- und Strandlingsgesellschaften)
4060Alpine und boreale Heiden
6150Boreo-alpines Grasland auf Silikatsubstraten (alpine Silikat-Urheiden)
6170Alpine und subalpine Kalkrasen
6430Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
8110Silikatschutthalden der montanen bis nivalen Stufe (Androsacetalia alpinae und Galeopsietalia ladani)
8210Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation
8220Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation
8230Silikatfelskuppen mit Pioniervegetation des Sedo-Scleranthion oder des Sedo albi-Veronicion dillenii
9410Montane bis alpine bodensaure Fichtenwälder (Vaccinio-Piceetea)
9420Aliner Lärchen- und/oder Arven (Zirben)wald
Schutzgüter sind folgende prioritäre Lebensräume gemäß § 13 Abs. 3 Z. 7 des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976:
Lebensräume nach der FFH-Richtlinie Anhang I
Code Nr.Lebensraumtyp
4070Buschvegetation mit Pinus mugo und Rhododendrum hirsutum
6230Artenreiche Borstgrasrasen montan (und submontan auf dem europäischen Festland)
auf Silikatböden (Bürstlingrasen)
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