Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 20. Dezember 1999, mit der die Verordnung über die Festsetzung der Sondergebühren in der Sonderklasse der Landeskrankenanstalten geändert wird
LGBL_ST_19991230_110Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 20. Dezember 1999, mit der die Verordnung über die Festsetzung der Sondergebühren in der Sonderklasse der Landeskrankenanstalten geändert wirdGazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
30.12.1999
Fundstelle
LGBl. Nr. 110/1999 Stück 30
Bundesland
Steiermark
Kurztitel
Text
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 20. Dezember 1999, mit der die Verordnung über die Festsetzung der Sondergebühren in der Sonderklasse der Landeskrankenanstalten geändert wird
Gemäß § 38 Abs. 3 in Verbindung mit § 78 des Steiermärkischen Krankenanstaltengesetzes 1999 – KALG, LGBl. Nr. 66/1999, wird verordnet:
Artikel I
Die Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 16. Dezember 1996, LGBl. Nr. 99/1996, in der Fassung LGBl. Nr. 102/1998, über die Festsetzung der Sondergebühren in der Sonderklasse der Landeskrankenanstalten, wird wie folgt geändert:
„(2) Die Anstaltsgebühren betragen pro Pflegetag für
„(4) Die Anstaltsgebühr für die nachfolgenden besonderen diagnostischen und therapeutischen Leistungen beträgt für:
„(1) Die operativen Eingriffe werden in acht Gruppen eingeteilt; die Gruppenzugehörigkeit eines Eingriffes ist aus Anhang A ersichtlich. Die Arztgebühr für die Eingriffe in den einzelnen OP-Gruppen beträgt:
Sonderklasse
S
Gruppe I 262,–
Gruppe II 501,–
Gruppe III 922,–
Gruppe IV 1.944,–
Gruppe V 2.800,–
Gruppe VI 4.455,–
Gruppe VII 6.054,–
Gruppe VIIIa) 9.135,–
„(1) Jede im Interesse des Patienten erforderliche Konsiliartätigkeit durch einen nicht der Krankenabteilung angehörigen Arzt ist, soweit sie nicht als Fremdleistung zu vergüten ist, durch eine Konsiliargebühr abzugelten.
Diese beträgt für:
Bestimmung sonstiger Blutfaktoren
(wie Kell, Duffy, Kidd usw.), je Faktor S 115,–
direkter Antiglobulintest (Coombstest) S 154,–
indirekter Antiglobulintest (Coombstest) S 195,–
Kreuzprobe (einschließlich indirekter Antiglobulintest) S 287,–
Bestimmung der optischen Dichte der Amnionflüssigkeit S 97,–
Antikörperbestimmungen S 136,–
Wassermannsche Reaktion S 62,–
Immunologie aufwendig, HLA-Typisierung, Cross match,
immunpathologisches Serumprofil, Zell-Subpopulation (monoklonale Antikörper), Immunkomplexe, Antikörper gegen Inhalationsantigene, zytotoxische Antikörper S 470,–
„(2) Die auf die Arztgebühren entfallenden Anteile an den röntgendiagnostischen und strahlentherapeutischen Leistungen werden im Anhang B angeführt, wobei der Geldwert der einzelnen Punkte für die röntgendiagnostischen Leistungen (I. Teil) S 4,39 und für die strahlentherapeutischen Leistungen (II. Teil) S 1,30 beträgt. Werden derartige Leistungen nicht von einem Facharzt (Facharzt für Radiologie, Facharzt für Medizinische Radiologie – Diagnostik, Facharzt für Strahlentherapie – Radioonkologie) erbracht, so verringert sich die zu verrechnende Arztgebühr um 10 Prozent."
„Anhang C
Arztgebühren für Strahlenleistungen
Für diagnostische Leistungen mit radioaktiven Stoffen sind folgende
Arztgebühren zu verrechnen:
Für Untersuchungen mit radioaktiven Stoffen
Gruppe 00.00: pro Untersuchung S267,–
01.01T-3-Test
01.02T-4-Test
01.03Radiojod-PBI
01.04ETR
01.05Schillingtest (Radiocobalt-Vitamin-B-12-Absorption)
Gruppe 10.00: pro Untersuchung S494,–
11.98Szintigraphie kleiner Organe mit einem Szintigramm
11.99Sequenzszintigraphie jeder Region
12.In-vivo-Radioaktivitätsbestimmungen:
12.01CCT (zerebraler Zirkulationstest)
12.02RJT (Radiojodaufnahmetest der Schilddrüse, gewöhnlich oder nach
Suppression
oder nach Stimulation)
12.03Herz, Minutenvolumsbestimmung
12.04Herz-Kreislaufzeitbestimmung
12.99In-vivo-Radioaktivitäts-bestimmungen mit maximal 20 Minuten
Messzeit
13.In-vitro-Radioaktivitätsbestimmungen:
13.01Hippuran-Clearance (Einzelinjektion-Aktivitätsabfall-Methode)
13.02EDTA-Clearance (Einzelinjektion-Aktivitätsabfall-Methode)
13.03Blutvolumsbestimmung (Cr-51-Methode oder vergleichbare Bestimmung)
13.04Plasmavolumsbestimmung J-131-Serum-Albumin-Methode oder
vergleichbare
Bestimmung)
13.05Gordontest
13.99In-vitro-Radioaktivitätsbestimmungen mit drei bis fünf Proben
14.14.99Funktionssequenzszintigraphie, jede Region, bis zu 20 Minuten Messzeit
Gruppe 20.00: pro Untersuchung S 1.017,–
21.Szintigraphische Untersuchungen:
21.01Gehirnszintigramm mit maximal drei Szintigrammen
21.02Lungenszintigraphie
21.03Leberszintigraphie
21.04Milzszintigraphie
21.05Plazentaszintigraphie
21.06Knochenszintigraphie: Schädel
21.07Knochenszintigraphie: Extremitäten
21.08Lymphszintigraphie
21.09Myeloszintigraphie
21.10Suchszintigraphie des Ober- oder Unterkörpers
21.98Szintigraphie aller Organe mit zwei Szintigrammen
21.99Sequenzszintigraphie, jede Region, 20 bis 60 Minuten Messzeit
22.In-vivo-Radioaktivitätsbestimmungen:
22.01Radio-Jod-Wash-Out-Test (mit Perchlorat)
22.02Knochen-Aufnahmemessung
22.03Lunge, Ventilationstest
22.04Milzfunktionsmessung
22.05Renogramm mit Hippuran (oder andere tubulär ausgeschiedene
Radiopharmazeutika)
22.06Renogramm mit Diatrizoat (oder andere glomerulär ausgeschiedene
Radiopharmazeutika)
22.07Chlormerodrin-Akkumulationstest
22.99In-vivo-Radioaktivitätsbestimmungen, länger als 20 Minuten
Messzeit
23.In-vitro-Radioaktivitätsbestimmungen:
23.01Effektiver renaler Plasmadurchfluss (Dauerinfusion-Gleichgewichts-Methode)
23.02Glomeruläre Filtrationsrate (Dauerinfusion-Gleichgewichts-Methode)
23.03Leber-Kolloid-Clearance
23.04Hepatocelluläre Clearance
23.05Körperwasser
23.06Gastrointestinaler Blutverlust
23.99In-vitro-Radioaktivitätsbestimmung mit fünf bis zehnProben
24.Kombinierte Funktionsuntersuchungen:
24.01Schilling-Test mit Organaktivitätsmessung
24.02Schilddrüsen-Kombination (Radio-Jod-Aufnahmetest,
proteingebundenes
Plasmaradio-Jod und Scan zusammen)
24.03Chlormerodrin-Akkumulationstest, kombiniert mit Nierenscan
24.04Funktionssequenzszintigraphie der Nieren mit Hippuran
24.99Funktionssequenzszintigraphie, jede Region, bis zu 60 Minuten
Messzeit
Gruppe 30.00: pro Untersuchung S1.688,–
31.Szintigraphische Untersuchungen
31.01Gehirnszintigraphie mit vier oder mehr Szintigrammen
31.02Pankreasszintigraphie
31.03Knochenszintigraphie: Becken und ganze WS
31.04Ganzkörpersuchszintigraphie
31.05Cysternoszintigraphie
31.06Parathryeoideaszintigraphie
31.98Szintigraphie aller übrigen Organe mit mehr als zwei
Szintigrammen
31.99Serienszintigraphische Untersuchung, jede Region, mindestens 24 Stunden
32.In-vivo-Funktionsmessungen:
32.99In-vivo-Funktionsmessungen, bei außerordentlichem Aufwand, mit
Begründung
33.In-vitro-Radioaktivitätsbestimmungen:
33.99In-vitro-Radioaktivitätsbestimmung mit außerordentlichem
Aufwand
(mehr als zehn Proben), mit Begründung
34.Kombinierte Funktionsuntersuchungen:
34.01Erythrokinetik: Blutvolumen, Erythcyten-Überlebens-HWZ,
Organaktivitätsmessung
34.02Ferrokinetik: Plasmaeisenhalbwertszeit, Plasmaeisenumsatz,
Erythrozyten-Eisen-
Uttilisation, Organaktivitätsmessung
34.99Funktionssequenzszintigraphie, jede Region, mehr als 60 Minuten
Messzeit
Lokalisation und Dosimetrie;
pro erforderlicher Dosisbestimmung, einmal pro Serie
pro Untersuchung S 1.433,– "
„Anhang D
Arztgebühren für Sonderleistungen auf dem Gebiete der Zahnheilkunde
Die oben genannten Gebührensätze für technische Gold- und Stahlarbeiten verstehen sich ohne Kosten für das angewendete Edelmetall; diese sind gesondert in Rechnung zu stellen.
Werden Leistungen in mehreren Sitzungen erbracht,
so gelten die Gebühren für die ganze Behandlungsdauer (z. B. Gesichtsprothese)."
Artikel II
Diese Verordnung tritt mit dem auf die Kundmachung folgenden Monatsersten in Kraft.
Für die Steiermärkische Landesregierung:
Landeshauptmann W. Klasnic
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