Vogelabschussplanverordnung 2026 und 2027
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Auf Grund des § 60 Abs 3a des Jagdgesetzes 1993 – JG, LGBl Nr 100/1993, in der geltenden Fassung wird verordnet:
(1) Für Rabenkrähen, Elstern und Eichelhäher werden für die Kalenderjahre 2026 und 2027 jeweils folgende Höchstabschüsse verordnet:
Wildraum/Wildregion
Rabenkrähen
Elstern
Eichelhäher
1 Hohe Tauern West (Pinzgau Südwest)
1.1 Krimml
35
0
25
1.2 Sulzbachtäler – Habach – Hollersbach
40
0
15
1.3 Felbertal – Stubachtal
45
0
15
1.4 Mühlbach
25
0
15
2 Hohe Tauern Ost (Pinzgau Südost – Gastein West)
2.1 Kaprun – Fusch
50
0
15
2.2 Rauris
25
0
20
2.3 Gastein West
30
0
25
3 Schieferalpen (Pinzgau Mitte)
3.1 Paß Thurn
60
0
15
3.2 Pinzgauer Schieferalpen West
45
0
15
3.3 Pinzgauer Schieferalpen Ost
75
0
15
4 Steinberge (Pinzgau Nord)
4.1 Loferer und Leoganger Steinberge
40
0
20
4.2 Unkental
20
0
15
4.3 Reiter Steinberge – Weißbach
40
0
10
5 Dientener Grasberge – Steinernes Meer
5.1 Steinernes Meer – Hundstein
90
0
25
5.2 Schneeberg – Hochglocker – Hochkeil
100
0
35
5.3 Blühnbach – Imlau
35
0
40
5.4 Tennengau West (Bluntau – Rossfeld – Gutratberg)
75
8
30
6 Pongau Südwest – Lungau West
6.1 Gastein Ost – Anlauftal
25
0
15
6.2 Großarltal
75
0
30
6.3 Kleinarltal
50
0
15
6.4 Hochgründeck – Blümeck
95
0
40
6.5 Oberes Murtal – Zederhaustal Südwest
25
0
10
7 Nockberge (Lungau Süd)
7.1 St. Margarethen – Unternberg – Ramingstein
25
5
10
8 Niedere Tauern – Gstoder
8.1 Flachau – Zauchtal
50
0
25
8.2 Taurachtal – Forstautal
35
0
15
8.3 Zederhaustal Sonnseite
10
0
10
8.4 Twenger Tal – Lantschfeld
25
0
10
8.5 Weißpriachtal – Lignitztal
40
5
15
8.6 Göriachtal – Lessachtal – Überling – Lasaberg – Sauerfeld – Gstoder
40
5
15
9 Gerzkopf
9.1 Annaberg – Neubachtal – Gosaukamm
35
0
20
9.2 Lammertal – St. Martin – Fritzbachtal – Roßbrand – Dachstein
80
0
70
9.3 Südwestliches Tennengebirge – Pfarrwerfen – Werfenweng
40
0
25
10 Osterhorn – Schafberg
10.1 Aubach – Lienbach – Rigausbach – Rußbachtal
65
0
35
10.2 Taugl – Mörtlbach – Wiesbachtal (St. Koloman – Gaißau)
120
15
45
10.3 Nördliches Tennengebirge – Schwarzerberg (Scheffau – Abtenau)
35
5
30
10.4 Strobl – St. Gilgen – Schafberg – Fuschl
65
5
10
10.5 Hintersee
40
5
10
10.6 Thalgau – Hof – Plainfeld
125
15
45
10.7 Elsbethen – Schwarzenberg – Gaisberg – Koppl – Ebenau
55
5
15
11 Untersberg
11.1 Untersberg
375
45
25
12 Nördlicher Flachgau
12.1 Anthering – Bergheim – Elixhausen
375
45
30
12.2 St. Georgen – Bürmoos – Lamprechtshausen – Dorfbeuern
165
60
40
12.3 Göming – Weitwörth – Nußdorf
100
30
25
12.4 Seekirchen – Schleedorf – Mattsee
175
80
65
12.5 Hallwang – Eugendorf
60
25
20
12.6 Straßwalchen – Köstendorf – Neumarkt – Henndorf
150
85
45
12.7 Obertrum – Seeham – Berndorf
100
50
20
12.8 Stadt Salzburg
125
70
30
Summe
3.610
563
1.165
(2) Maximal 10 % der in der jeweiligen Wildregion für Rabenkrähen festgelegten Höchstabschusszahlen dürfen für eine Bejagung in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Juli herangezogen werden. In dieser Zeit dürfen nur nicht brütende, in Gruppen auftretende Rabenkrähen, sogenannte Junggesellentrupps, erlegt werden. Der Abschuss darf nicht im unmittelbaren Umfeld der Nester erfolgen.
(1) Für Grau- oder Fischreiher und Kormorane werden für die Kalenderjahre 2026 und 2027 jeweils folgende Höchstabschüsse verordnet:
Wildraum/Wildregion
Graureiher
Kormorane
1 Hohe Tauern West (Pinzgau Südwest)
1.1 Krimml
0
0
1.2 Sulzbachtäler – Habach – Hollersbach
0
0
1.3 Felbertal – Stubachtal
3
1
1.4 Mühlbach
2
0
2 Hohe Tauern Ost (Pinzgau Südost – Gastein West)
2.1 Kaprun – Fusch
2
1
2.2 Rauris
2
1
2.3 Gastein West
0
0
3 Schieferalpen (Pinzgau Mitte)
3.1 Paß Thurn
2
0
3.2 Pinzgauer Schieferalpen West
3
0
3.3 Pinzgauer Schieferalpen Ost
4
12
4 Steinberge (Pinzgau Nord)
4.1 Loferer und Leoganger Steinberge
2
1
4.2 Unkental
1
0
4.3 Reiter Steinberge – Weißbach
1
2
5 Dientener Grasberge – Steinernes Meer
5.1 Steinernes Meer – Hundstein
1
3
5.2 Schneeberg – Hochglocker – Hochkeil
1
2
5.3 Blühnbach – Imlau
1
1
5.4 Tennengau West (Bluntau – Rossfeld – Gutratberg)
3
2
6 Pongau Südwest – Lungau West
6.1 Gastein Ost – Anlauftal
1
1
6.2 Großarltal
0
0
6.3 Kleinarltal
0
0
6.4 Hochgründeck – Blümeck
1
0
6.5 Oberes Murtal – Zederhaustal Südwest
0
0
7 Nockberge (Lungau Süd)
7.1 St. Margarethen – Unternberg – Ramingstein
0
0
8 Niedere Tauern – Gstoder
8.1 Flachau – Zauchtal
0
0
8.2 Taurachtal – Forstautal
0
0
8.3 Zederhaustal Sonnseite
0
0
8.4 Twenger Tal – Lantschfeld
0
0
8.5 Weißpriachtal – Lignitztal
0
0
8.6 Göriachtal – Lessachtal – Überling – Lasaberg – Sauerfeld – Gstoder
0
0
9 Gerzkopf
9.1 Annaberg – Neubachtal – Gosaukamm
0
0
9.2 Lammertal – St. Martin – Fritzbachtal – Roßbrand – Dachstein
1
1
9.3 Südwestliches Tennengebirge – Pfarrwerfen – Werfenweng
1
1
10 Osterhorn – Schafberg
10.1 Aubach – Lienbach – Rigausbach – Rußbachtal
2
0
10.2 Taugl – Mörtlbach – Wiesbachtal (St. Koloman – Gaißau)
6
8
10.3 Nördliches Tennengebirge – Schwarzerberg (Scheffau – Abtenau)
2
4
10.4 Strobl – St. Gilgen – Schafberg – Fuschl
1
2
10.5 Hintersee
1
6
10.6 Thalgau – Hof – Plainfeld
2
3
10.7 Elsbethen – Schwarzenberg – Gaisberg – Koppl – Ebenau
2
4
11 Untersberg
11.1 Untersberg
4
6
12 Nördlicher Flachgau
12.1 Anthering – Bergheim – Elixhausen
4
5
12.2 St. Georgen – Bürmoos – Lamprechtshausen – Dorfbeuern
16
25
12.3 Göming – Weitwörth – Nußdorf
2
2
12.4 Seekirchen – Schleedorf – Mattsee
12
25
12.5 Hallwang – Eugendorf
4
2
12.6 Straßwalchen – Köstendorf – Neumarkt – Henndorf
2
2
12.7 Obertrum – Seeham – Berndorf
8
25
12.8 Stadt Salzburg
6
7
Summe
106
155
(2) Nicht erlaubt ist der Abschuss von Grau- oder Fischreihern und Kormoranen in Europaschutzgebieten, Naturschutzgebieten – ausgenommen Grabensee – und geschützten Landschaftsteilen, außerdem im Abstand von 200 m zu diesen.
(3) Der Abschuss von Grau- oder Fischreihern darf nur außerhalb eines 300 m Radius um die jeweiligen Brutkolonien und/oder Horste erfolgen.
(4) Der Abschuss von Kormoranen darf nur außerhalb eines 300 m Radius um die jeweiligen Schlafplätze erfolgen.
(5) Die Erlegung von Grau- oder Fischreihern darf nur in unmittelbarer Umgebung zum betroffenen Fischwasser (§ 6 Abs 1 Fischereigesetz 2002) durchgeführt werden.
(6) Die Erlegung von Kormoranen darf nur in einer maximalen Entfernung von 200 m zum betroffenen Fischwasser (§ 6 Abs 1 Fischereigesetz 2002) durchgeführt werden.
(1) Die Bezirksjägermeister haben die Abschüsse auf Basis der Höchstabschusszahlen gemäß den §§ 1 und 2 auf alle Hegegemeinschaften und Jagdgebiete ihres Wirkungsbereiches im Einvernehmen mit dem betroffenen Jagdinhaber und der örtlich zuständigen Bezirksbauernkammer im entsprechenden Jahresabschussplan aufzuteilen.
(2) Die Bezirksjägermeister haben bei der Aufteilung der Abschüsse darauf Bedacht zu nehmen, dass die Freigabe zum Schutz anderer wild lebender Tiere und Pflanzen und zur Erhaltung ihrer natürlichen Lebensräume bzw zur Vermeidung ernster Schäden an Kulturen, an Viehbeständen, an Wäldern oder Fischwässern erfolgt.
Die Überprüfung der Einhaltung der Höchstabschusszahlen erfolgt durch die Landesregierung und die Bezirksverwaltungsbehörden durch Einsichtnahme in die Abschusslisten, welche von den Jagdinhabern laufend zu führen sind (§ 63 JG), sowie durch die Hegemeister, die jede Überschreitung der im Abschussplan festgelegten Höchstabschusszahlen der Bezirksverwaltungsbehörde und der Bezirksjägerschaft unverzüglich zu melden haben (§ 62 JG).
(1) Damit die Populationen der in den §§ 1 und 2 angeführten Federwildarten trotz Bejagung ohne Beeinträchtigung in einem günstigen Erhaltungszustand verweilen, hat
(2) Die Landwirtschaftskammer Salzburg und der Landesfischereiverband Salzburg haben ein regelmäßiges Schadensmonitoring durch standardisierte Erhebungen in Schadgebieten durchzuführen und der Landesregierung hierüber bis 31. Dezember eines jeden Jahres zu berichten.
(3) Die Monitoringergebnisse des Bestands- und Schadensmonitorings werden auf der Webseite des Landes Salzburg veröffentlicht.
Diese Verordnung tritt mit 20. Februar 2026 in Kraft und mit Ablauf des 31. Dezember 2027 außer Kraft.
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