Verordnung betreffend die Festlegung von Sicherheitsabständen zur Vermeidung des Auskreuzens gentechnisch veränderter Mais- und Rapssorten (Oö. GVO - Sicherheitsabstandsverordnung)
LGBL_OB_20090831_78Verordnung betreffend die Festlegung von Sicherheitsabständen zur Vermeidung des Auskreuzens gentechnisch veränderter Mais- und Rapssorten (Oö. GVO - Sicherheitsabstandsverordnung)Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
31.08.2009
Fundstelle
LGBl. Nr. 78/2009 78. Stück
Bundesland
Oberösterreich
Kurztitel
Text
Nr. 78
Verordnung
betreffend die Festlegung von Sicherheitsabständen zur Vermeidung des Auskreuzens gentechnisch veränderter Mais- und Rapssorten
(Oö. GVO - Sicherheitsabstandsverordnung)
Auf Grund des § 4 Abs. 1 Z. 6 Oö. Gentechnik-Vorsorgegesetz 2006, LGBl. Nr. 79, wird verordnet:
§ 1
Diese Verordnung gilt für den Anbau gentechnisch veränderter Mais- und Rapssorten im Sinn des § 2 Z. 1 Oö. Gentechnik-Vorsorgegesetz 2006.
§ 2
Beim Anbau gentechnisch veränderter Maissorten (Zea mays) ist zur Vermeidung des Auskreuzens nach dem Stand von Wissenschaft und Technik folgender Sicherheitsabstand, jeweils gemessen ab dem Grundstücksrand der betroffenen Grundstücke, einzuhalten:
1.600 m gegenüber anderen Maisanbauflächen,
2.1.000 m gegenüber Maissaatgutvermehrungsgebieten.
§ 3
Beim Anbau gentechnisch veränderter Rapssorten (Brassica napus) ist zur Vermeidung des Auskreuzens auf andere Rapsanbauflächen sowie auf Flächen mit den Zwischenfrüchten Gelbsenf (Sinapis alba), Ölrettich (Raphanus sativus) und Rübsen (Brassica rapa) nach dem Stand von Wissenschaft und Technik ein Sicherheitsabstand von 4.000 m, jeweils gemessen ab dem Grundstücksrand der betroffenen Grundstücke, einzuhalten.
§ 4
Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung im Landesgesetzblatt für Oberösterreich in Kraft.
Für die Oö. Landesregierung:
Dr. Stockinger
Landesrat
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