Verordnung der Oö. Landesregierung über die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zur Bekämpfung von bakteriellem Feuerbrand (Oö. Pflanzenschutzmittelanwendungsverordnung)
LGBL_OB_20080411_42Verordnung der Oö. Landesregierung über die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zur Bekämpfung von bakteriellem Feuerbrand (Oö. Pflanzenschutzmittelanwendungsverordnung)Gazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
11.04.2008
Fundstelle
LGBl. Nr. 42/2008 42. Stück
Bundesland
Oberösterreich
Kurztitel
Text
Nr. 42
Verordnung
der Oö. Landesregierung über die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
zur Bekämpfung von bakteriellem Feuerbrand
(Oö. Pflanzenschutzmittelanwendungsverordnung)
Auf Grund des § 18 Abs. 2 und 3 Oö. Bodenschutzgesetz 1991, LGBl. Nr. 63/1997, zuletzt geändert durch das Landesgesetz LGBl. Nr. 100/2005, wird verordnet:
§ 1
Geltungsbereich
Diese Verordnung gilt für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zur Bekämpfung von Erwinia amylovora (Burr.) Winsl. et al., dem Erreger des bakteriellen Feuerbrandes in Ertragsanlagen des Intensivkernobstbaues.
§ 2
Anwendung zugelassener Pflanzenschutzmittel
(1) Die Anwendung zugelassener Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Erregers des bakteriellen Feuerbrandes darf nur im Rahmen der Bedingungen und Auflagen des Zulassungsbescheides nach dem Pflanzenschutzmittelgesetz 1997, BGBl. I Nr. 60/1997, in der Fassung des Bundesgesetzes BGBl. I Nr. 55/2007, bei Vorliegen von Infektionsbedingungen während der Blütezeit auf den im Anhang festgelegten Grundstücken in Ertragsanlagen des Intensivkernobstbaues erfolgen. Die Anwendung im Streu- und Hobbyobstbau (Haus- und Kleingärten) ist nicht zulässig.
(2) Die Landwirtschaftskammer für Oberösterreich als Pflanzenschutzstelle gemäß § 10 Abs. 2 Oö. Pflanzenschutzgesetz 2002 hat die betroffenen Betreiberinnen und Betreiber der im Anhang genannten Ertragsanlagen des Intensivkernobstbaues, die Imkerverbände sowie die Bezirksverwaltungsbehörde durch einen Warndiensthinweis vom Vorliegen der Infektionsbedingungen in geeigneter Form unverzüglich zu informieren. Die Bezirksverwaltungsbehörde hat diesen Warndiensthinweis unverzüglich an der Amtstafel kundzumachen.
(3) Die Anwendung der zugelassenen Pflanzenschutzmittel hat in den Abendstunden außerhalb der Zeit des Bienenfluges zu erfolgen.
(4) Die Anwenderinnen und Anwender dürfen die zur Bekämpfung des Erregers des bakteriellen Feuerbrandes zugelassenen Pflanzenschutzmittel an andere Personen nicht überlassen. Die nachweisliche Rückgabe von Restmengen an die Abgeberin oder den Abgeber ist davon ausgenommen.
§ 3
Meldepflichten
(1) Die Anwenderinnen und Anwender haben jede Anwendung unter Angabe des Ausmaßes der Flächen und des Ortes, sowie der verwendeten Art und der Menge des Pflanzenschutzmittels unverzüglich, spätestens aber innerhalb von zwei Tagen, der Landwirtschaftskammer für Oberösterreich zu melden.
(2) Nicht gebrauchte Mengen und nicht verbrauchte Restmengen der gegenständlichen Pflanzenschutzmittel sind der Landwirtschaftskammer für Oberösterreich bis spätestens einen Tag nach dem Ende der Zulassung unter Angabe des Lagerstandes von der Anwenderin oder dem Anwender zu melden.
(3) Restmengen, welche nicht an die Händlerin oder den Händler zurückgegeben werden, sind unverzüglich in einem vom Amtlichen Pflanzenschutzdienst bekanntgegebenen Sperrlager von der Anwenderin oder dem Anwender zu deponieren.
(4) Die Landwirtschaftskammer für Oberösterreich hat bis 20. Juni eines jeden Jahres einen Bericht an die Oö. Landesregierung zu übermitteln. Dieser Bericht hat zumindest die kundgemachten Warndiensthinweise sowie alle Meldungen nach Abs. 1 und 2 zu enthalten. Bis zum selben Zeitpunkt haben die Bezirksverwaltungsbehörden alle kundgemachten Warndiensthinweise an die Oö. Landesregierung zu übermitteln.
(5) Die Oö. Landesregierung hat dem Bundesamt für Ernährungssicherheit bis Ende Juni eines jeden Jahres einen Bericht über die Anwendung der zur Bekämpfung des Erregers des bakteriellen Feuerbrandes zugelassenen Pflanzenschutzmittel zu übermitteln, der mindestens Folgendes zu enthalten hat:
angewendet haben;
Pflanzenschutzmittel angewandt wurden;
Flächen sowie die Anzahl der Anwendungen.
§ 4
In-Kraft-Treten
Diese Verordnung tritt mit Ablauf des Tages ihrer Kundmachung im
Landesgesetzblatt für Oberösterreich in Kraft.
Anlage
KG.-Nummer KG.-Name Gst.-Nr. Hektar
45027 Scharten 2044
45027 Scharten 2046
45027 Scharten 2047
45027 Scharten 2048
45027 Scharten 2061/1
45027 Scharten 2063
45027 Scharten 2066/1
45027 Scharten 86
45027 Scharten 1929
45027 Scharten 1930
45027 Scharten 1931
45027 Scharten 1932
45027 Scharten 1935/1
45027 Scharten 1935/2
45027 Scharten 1936
45027 Scharten 1937
45027 Scharten 2067/2
45027 Scharten 2068/1
45027 Scharten 2068/2
45027 Scharten 2068/4
45027 Scharten 2069
45027 Scharten 2070/1
45027 Scharten 2070/2
45027 Scharten 2071/1
45027 Scharten 2071/2
45027 Scharten 1977/2
45027 Scharten 1977/3
45027 Scharten 1977/5
45027 Scharten 1980/1
45027 Scharten 1986/3
45027 Scharten 1991
45027 Scharten 1992/1
45027 Scharten 1992/2
45027 Scharten 1995/1
45027 Scharten 1995/2
45027 Scharten 1996
45027 Scharten 1997/1
45027 Scharten 2004/1
45027 Scharten 2004/2
45027 Scharten 2100
45027 Scharten 2000/1
45027 Scharten 2000/2
45027 Scharten 2001
45027 Scharten 2039/2
45027 Scharten 2042
45027 Scharten 2041/1
45027 Scharten 1951
45027 Scharten 1952
KG.-Nummer KG.-Name Gst.-Nr. Hektar
45027 Scharten 1954
45027 Scharten 2100
45027 Scharten 1299/4
45027 Scharten 2100
45027 Scharten 1977/1
45027 Scharten 1977/2
45027 Scharten 1977/4
45027 Scharten 1980/1
45027 Scharten 1980/2
45027 Scharten 1986/3
45027 Scharten 1904/1
45027 Scharten 1915/1
45027 Scharten 1915/2
45027 Scharten 1909
45027 Scharten 1913/1
45027 Scharten 1913/2
45027 Scharten 1913/3
45027 Scharten 1914/2
45027 Scharten 214 23,87
51217 Mistelbach 1789
51217 Mistelbach 1790
51217 Mistelbach 1791
51217 Mistelbach 1792
51217 Mistelbach 1820
51217 Mistelbach 1826
51217 Mistelbach 1787
51217 Mistelbach 1790
51217 Mistelbach 1820
51217 Mistelbach 1821
51217 Mistelbach 1808
51217 Mistelbach 1809
51217 Mistelbach 1823
51217 Mistelbach 707/1
51217 Mistelbach 707/2
51217 Mistelbach 708/1
51217 Mistelbach 709/1
51217 Mistelbach 710/1
51217 Mistelbach 710/2
51217 Mistelbach 711
51217 Mistelbach 602/5
51217 Mistelbach 604/1
51217 Mistelbach 706
51217 Mistelbach 715
51217 Mistelbach 1792
51217 Mistelbach 1793
51217 Mistelbach 1806
51217 Mistelbach 1826
51217 Mistelbach 1776
51217 Mistelbach 1777
KG.-Nummer KG.-Name Gst.-Nr. Hektar
51217 Mistelbach 1778 25,32
51223 Ottsdorf 908
51223 Ottsdorf 898
51223 Ottsdorf 900
51223 Ottsdorf 901
51223 Ottsdorf 902
51223 Ottsdorf 903
51223 Ottsdorf 908
51223 Ottsdorf 898
51223 Ottsdorf 900
51223 Ottsdorf 901
51223 Ottsdorf 902
51223 Ottsdorf 903
51223 Ottsdorf 907
51223 Ottsdorf 908
51223 Ottsdorf 905
51223 Ottsdorf 908
51223 Ottsdorf 911/2
51223 Ottsdorf 912
51223 Ottsdorf 900
51223 Ottsdorf 901
51223 Ottsdorf 907
51223 Ottsdorf 908
51223 Ottsdorf 905
51223 Ottsdorf 911/2
51223 Ottsdorf 912
51223 Ottsdorf 912
51223 Ottsdorf 898
51223 Ottsdorf 903
51223 Ottsdorf 905
51223 Ottsdorf 912
51223 Ottsdorf 912
51223 Ottsdorf 912 7,45
45609 Goldwörth 2472
45609 Goldwörth 2473 3,54
44016 Meggenhofen 100 2,00
45025 Pupping 1508
45025 Pupping 1632
45025 Pupping 1506 4,15
45332 Samesleiten 765
45332 Samesleiten 759 2,43
68,76
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