Landesgesetz, mit dem das Statut für die Landeshauptstadt Linz 1980 geändert wird
LGBL_OB_19910913_99Landesgesetz, mit dem das Statut für die Landeshauptstadt Linz 1980 geändert wirdGazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
13.09.1991
Fundstelle
LGBl. Nr. 99/1991 45. Stück
Bundesland
Oberösterreich
Kurztitel
Text
"(2) (Verfassungsbestimmung) Landesgesetze, die eine Änderung des Stadtgebietes oder eine sonstige Änderung von Bestimmungen des Abs. 1 zum Inhalt haben, können nur bei Anwesenheit von mindestens der Hälfte der Mitglieder des Landtages und mit einer Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen Stimmen, Landesgesetze, die eine Änderung des Stadtgebietes zum Inhalt haben, überdies nur nach Durchführung einer Volksbefragung (§ 63b) beschlossen oder geändert werden."
"(3) Wenn innerhalb der Funktionsperiode die Neuwahl des Gemeinderates notwendig wird, bleibt der neugewählte Gemeinderat nur für den Rest dieser Funktionsperiode im Amt."
"(4) Die Mitglieder des Gemeinderates sind, soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt ist, zur Verschwiegenheit über alle ihnen ausschließlich aus ihrer Tätigkeit bekanntgewordenen Tatsachen verpflichtet, deren Geheimhaltung im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit, der umfassenden Landesverteidigung, der auswärtigen Beziehungen, im wirtschaftlichen Interesse einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, zur Vorbereitung einer Entscheidung oder im überwiegenden Interesse der Parteien geboten ist (Amtsverschwiegenheit) oder die in Rechtsvorschriften als vertraulich bezeichnet sind. Die Verschwiegenheitspflicht ist zeitlich unbegrenzt. Sie besteht für die Mitglieder des Gemeinderates nicht gegenüber dem Gemeinderat, wenn dieser derartige Auskünfte ausdrücklich verlangt."
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Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1991, 45. Stück, Nr. 99
"(2) Jede Sitzung des Gemeinderates, die nicht vom Bürgermeister einberufen wurde, sowie jede Sitzung des Gemeinderates, zu der nicht alle Mitglieder des Gemeinderates und des Stadtsenates, die an ihr teilzunehmen haben, eingeladen wurden, ist ungesetzlich."
13.§ 16 Abs. 2 hat zu lauten:
"(2) Der Vorsitzende hat dafür zu sorgen, daß nur solche Angelegenheiten durch den Gemeinderat behandelt werden, die in den eigenen Wirkungsbereich der Stadt fallen."
14.§ 18 Abs. 3 hat zu lauten:
"(3) Soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt ist, hat die Abstimmung durch Erheben der Hand, durch Aufstehen oder durch Betätigung einer im Abstimmungslokal befindlichen technischen Vorrichtung, durch die das Abstimmungsverhalten jedes Mitgliedes des Gemeinderates namentlich erfaßt und das Abstimmungsergebnis nach der Anzahl der Zustimmungen, Enthaltungen und Ablehnungen zahlenmäßig ermittelt und evident gehalten wird, zu erfolgen."
15.Dem § 18 ist folgender Abs. 4 anzufügen:
"(4) Der Gemeinderat kann beschließen, daß über einzelne Anträge namentlich abzustimmen ist. Wenn es ein Drittel der anwesenden Stimmberechtigten verlangt und gesetzliche Bestimmungen dem nicht entgegenstehen, ist jedenfalls geheim mit Stimmzetteln abzustimmen."
b) die Angelegenheiten gemäß § 44 Abs. 3 lit. g
und j (jeweils ab einem Betrag von über
S 25.000,-), I (im Falle beweglicher Sachen ab
einem Betrag von über S 100.000,-), m (im Falle
einmaligen Entgelts ab einem Betrag von über
S 100.000,-, im Falle jährlichen Entgelts ab
einem Betrag von über S 25.000,-);
c) die Anordnung einmaliger oder jährlich wieder
kehrender Ausgaben sowie von Anerkennungs
gaben und Aushilfen (jeweils ab einem Betrag
von über S 25.000,-)."
Landesgesetzblatt für Oberösterreich, Jahrgang 1991, 45. Stück,
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25.§ 31 Abs. 8 hat zu lauten:
"(8) In den gemäß § 32a Abs. 2 zu besorgenden Angelegenheiten hat der Bürgermeister, wenn er davon Kenntnis erlangt, eine kollegiale Beratung und Beschlußfassung eines Geschäftsfalles durch den Stadtsenat herbeizuführen, wenn die vorbereitete bzw. getroffene Entscheidung offenkundig rechtswidrig ist. Er hat diesen Umstand unverzüglich dem zuständigen Mitglied des Stadtsenates mitzuteilen und unverzüglich eine Sitzung des Stadtsenates einzuberufen, sofern dieser nicht ohnehin binnen einer Woche ab dem Zeitpunkt, zu dem der Bürgermeister Kenntnis von der Entscheidung erlangt hat, zusammentreten wird. Bis zur Entscheidung des Stadtsenates ist mit der Vollziehung innezuhalten."
(1) Im Rahmen des dem einzelnen Mitglied des Stadtsenates gemäß § 31 Abs. 6 unterstellten Ge schäftsbereiches obliegt ihm auch die Berichterstat tung und Antragstellung im Stadtsenat.
(2) Die nicht unter § 31 Abs. 7 fallenden Angele
genheiten, für die der Stadtsenat zuständig ist, sind von dem nach der Geschäftseinteilung zuständigen
Mitglied des Stadtsenates zu besorgen. Ferner kön
nen auch einzelne, an sich in die kollegiale Zustän
digkeit des Stadtsenates fallende Angelegenheiten
vom Stadtsenat mit Verordnung ganz oder zum Teil
auf das gemäß § 31 Abs. 6 zuständige Mitglied des Stadtsenates übertragen werden, sofern dies im In
teresse der Zweckmäßigkeit, Raschheit und Einfach
heit gelegen ist. Ein Beschluß über diese Übertra
gung oder über die Zurücknahme einer solchen
Übertragung ist mit Dreiviertelmehrheit zu fassen.
(3) Einzelne der unter Abs. 2 fallenden Geschäfts
fälle unterliegen der kollegialen Beratung und Be
schlußfassung des Stadtsenates jedoch dann, wenn
der Stadtsenat dies beschließt.
(4) Jedes Mitglied des Stadtsenates kann fallweise
für eine von ihm gemäß Abs. 2 zu besorgende Ange
legenheit die kollegiale Beratung und Beschlußfas
sung des Stadtsenates beantragen.
(5) In den in die Zuständigkeit des Stadtsenates
fallenden Angelegenheiten sowie in den gemäß § 47 Abs. 2 übertragenen Angelegenheiten sind die Ge
schäfte unter der Leitung und nach den Weisungen
des nach der Geschäftseinteilung des Stadtsenates
sowie nach § 47 Abs. 2 zuständigen Mitgliedes des Stadtsenates zu besorgen. Die Weisungen sind in
der Regel dem Dienststellenleiter zu erteilen.
§32b
Stadträte (Stadträtinnen), die dem Gemeinderat nicht angehören
Die Stadträte (Stadträtinnen) sind zur Teilnahme an allen Sitzungen des Gemeinderates auch verpflichtet, wenn sie diesem nicht mehr angehören. Sie müssen auf ihr Verlangen gehört werden und haben das Recht, nach Maßgabe der Geschäftsordnung (§ 38) die Aufnahme von Verhandlungsgegenständen in die Tagesordnung zu beantragen, im Rahmen des ihnen gemäß § 31 Abs. 6 unterstellten Geschäftsbereiches Berichte zu erstatten sowie Anträge zu Tagesordnungspunkten und Dringlichkeitsanträge zu stellen.
§32c
Vertretung der Vizebürgermeister und der sonstigen Mitglieder des Stadtsenates
(1) Kommt die Stelle eines Vizebürgermeisters
oder eines sonstigen Mitgliedes des Stadtsenates
während der Amtsdauer zur Erledigung, so hat bin
nen vier Wochen die Neuwahl zu erfolgen. Inzwi
schen hat die Geschäfte ein Vertreter aus dem Kreis
der Mitglieder des Stadtsenates oder des Gemeinde
rates zu führen, den der Bürgermeister auf Vor
schlag der Wahlpartei, die den zu Vertretenden vor
geschlagen hatte, zu bestimmen hat.
(2) Ist ein Vizebürgermeister oder ein sonstiges
Mitglied des Stadtsenates an der Ausübung seiner
Verpflichtung verhindert, hat er bzw. es rechtzeitig
ein anderes Mitglied des Stadtsenates mit seiner
Vertretung zu betrauen. Die Verhinderung sowie der
namhaft gemachte Vertreter sind unverzüglich, je
denfalls vor Beginn der Verhinderung, dem Bürger
meister schriftlich bekanntzugeben. Erfolgt eine sol
che Betrauung nicht, so hat der Bürgermeister einen Vertreter aus dem Kreis der Mitglieder des Stadtse
nates zu bestimmen, der nach Möglichkeit derselben
Wahlpartei zuzuzählen sein soll wie der zu Ver
tretende.
(3) Die Abs. 1 und 2 gelten nicht für die Vertretung eines Vizebürgermeisters in seiner Funktion gemäß § 25."
28.Dem § 33 ist folgender Abs. 3 anzufügen:
"(3) Zu den Angelegenheiten des inneren Dienstbetriebes zählen insbesondere:
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des Obmannes unmittelbar dem Kontrollausschuß und dem Magistratsdirektor zu berichten."
"(7) Jeder Ausschuß ist beschlußfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder einschließlich des Obmannes, soweit er stimmberechtigt ist, anwesend ist. Zu einem Beschluß ist die Zustimmung von mehr als der Hälfte der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich; kommt die erforderliche Mehrheit nicht zustande, so ist der Antrag abgelehnt. Stimmenthaltung ist zulässig."
36.Dem § 36 ist folgender Abs. 9 anzufügen:
"(9) Ein Mitglied (Ersatzmitglied) eines Ausschusses kann über Antrag der Fraktion, der das betreffende Mandat im Ausschuß zukommt, abberufen werden. Die Abberufung erfolgt durch die Wahl des an seine Stelle tretenden neuen Mitgliedes (Ersatzmitgliedes) des Ausschusses auf Antrag der betreffenden Fraktion."
"je Sitzung des Gemeinderates ist nur eine rechtzeitig beantragte
"Aktuelle Stunde" durchzuführen und zwar nach Erledigung der
Verhandlungsgegenstände; liegen Anträge zweier oder mehrerer
Fraktionen zu verschiedenen Themen vor, hat der Bürger-
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meister nach dem Zeitpunkt des Einlangens der Anträge zu entscheiden; zu dem demgemäß zu behandelnden Thema der .Aktuellen Stunde' ist neben einem auch zu einer Zusatzwortmeldung berechtigten Vertreter der antragstellenden Fraktion auch je einem Vertreter der übrigen Fraktionen, den Mitgliedern des Stadtsenates im Rahmen ihres Geschäftsbereiches sowie dem Bürgermeister die Möglichkeit zur Äußerung zu bieten."
bis XI. Hauptstück erhalten die Bezeichnungen
"III. Hauptstück", "IV. Hauptstück", "V. Haupt
stück", "VI. Hauptstück", "VII. Hauptstück",
"VIII. Hauptstück", "IX. Hauptstück" und "X. Haupt
stück".
"(3) Dem Stadtsenat obliegen insbesondere folgende Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches:
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I) der Erwerb und die Veräußerung beweglicher Sachen, unbeweglicher Sachen und diesen gleichgehaltener Rechte sowie die Verpfändung von Liegenschaften, wenn der Kaufpreis (Tauschwert) bzw. die Pfandsumme
S 1,000.000,- nicht übersteigt;
„(7) Auch Stadträte (Stadträtinnen), die nicht zugleich Mitglieder des Gemeinderates sind, sind zur Verschwiegenheit über alle ihnen ausschließlich aus ihrer Tätigkeit bekanntgewordenen Tatsachen verpflichtet, deren Geheimhaltung im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit, der umfassenden Landesverteidigung, der auswärtigen Beziehungen, im wirtschaftlichen Interesse einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, zur Vorbereitung einer Entscheidung oder im überwiegenden Interesse der Parteien geboten ist (Amtsverschwiegenheit) oder die in Rechtsvorschriften als vertraulich bezeichnet sind, soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt ist. Die Verschwiegenheitspflicht ist zeitlich unbegrenzt. Sie besteht gegenüber dem Gemeinderat nicht, wenn dieser derartige Auskünfte ausdrücklich verlangt.
(8) Die Stadträte (Stadträtinnen), die nicht zugleich Mitglieder des Gemeinderates sind, können vom Bürgermeister unter der Voraussetzung des § 12 Abs. 5 von der Verpflichtung zur Verschwiegenheit entbunden werden."
"(4) Sofern von der Unternehmung nach dem Unternehmenszweck Einnahmen erlöst werden, haben sie in der Regel zumindest alle Aufwendungen zu decken und die Bildung angemessener Rücklagen für die technische und wirtschaftliche Fortentwicklung der Unternehmung zu ermöglichen."
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"(3) Auf dem Gebiet der örtlichen Sicherheitspolizei und des Katastrophenhilfsdienstes können Verordnungen der Organe der Stadt auch in anderer geeigneter Weise (durch Verlautbarung im Rundfunk oder durch sonstige akustische Mittel und dgl.) kundgemacht werden, wenn es sich um Anordnungen zum Schutz der gefährdeten körperlichen Sicherheit von Menschen oder des Eigentums handelt und eine Kundmachung gemäß Abs. 1 nicht rasch genug möglich oder nicht zweckmäßig wäre. Solcherart verlaut-barte Verordnungen treten, wenn in ihnen oder in anderen Rechtsvorschriften nicht anderes bestimmt ist, mit dem Zeitpunkt ihrer ersten Verlautbarung in Kraft.
(4) Gemäß Abs. 3 verlautbarte Verordnungen sind sobald wie möglich auch im Amtsblatt der Landeshauptstadt Linz wiederzugeben."
(1) Der Gemeinderat kann beschließen, daß ein
vom Gemeinderat beschlossener Antrag einer Volks
abstimmung unterzogen wird.
(2) Die Bestellung der Organe der Stadt, Personal angelegenheiten, Abgaben, Entgelte (Tarife), die Feststellung des Voranschlages, der Rechnungsab
schluß, die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes, Ver
ordnungen sowie behördliche Entscheidungen und Verfügungen dürfen nicht Gegenstand einer Volks
abstimmung sein.
(3) Der Antrag auf Anordnung einer Volksabstim
mung muß von mindestens zehn Mitgliedern des Ge
meinderates unterfertigt sein. Er ist spätestens in der Sitzung des Gemeinderates zu stellen, auf deren Ta
gesordnung die Beschlußfassung über jenen Antrag
steht, der gemäß Abs. 1 einer Volksabstimmung un
terzogen werden soll.
(4) Im Beschluß auf Vornahme einer Volksabstim
mung hat der Gemeinderat den Tag der Volksabstim
mung festzusetzen. Hiefür darf nur ein Sonntag oder ein gesetzlicher Feiertag festgesetzt werden.
(5) Der Gegenstand der Volksabstimmung muß
vom Gemeinderat in Form einer Frage so formuliert
werden, daß die Beantwortung nur mit "Ja" oder
"Nein" möglich ist.
(6) Der Tag der Volksabstimmung ist zugleich mit
der zu beantwortenden Frage vom Bürgermeister
kundzumachen. Binnen zweier Wochen ab dem Kundmachungstag sind die Wählerverzeichnisse öf
fentlich aufzulegen; die Auflegungsfrist beträgt eine Woche. Die Wählerevidenzverzeichnisse sind auf
Grund der Wählerevidenz im Sinne des Wählerevidenzgesetzes 1973, BGBl. Nr. 601, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 148/1990, anzulegen. Wahlausweise sind nicht auszustellen.
(7)Die Stimmzettel dürfen nur auf "Ja" oder
"Nein" lauten. Anders bezeichnete Stimmzettel sind
ungültig. Enthält ein Umschlag mehr als einen gültig ausgefüllten Stimmzettel und lauten diese Stimmzet
tel teils auf "Ja" und teils auf "Nein", so sind alle un gültig. Lauten entweder alle auf "Ja" oder alle auf "Nein", so sind sie nur als ein Stimmzettel zu
zählen.
(8) Die Volksabstimmung ist von der Stadtwahlbe
hörde und den Sprengelwahlbehörden durchzufüh
ren, die nach der Statutargemeinden-Wahlordnung
für die Wahl des Gemeinderates eingerichtet sind.
Gegen Entscheidungen der Stadtwahlbehörde über
Einsprüche gegen die Wählerverzeichnisse zur Durchführung einer Volksabstimmung ist eine Beru
fung nicht zulässig.
(9) Soweit im vorstehenden nichts besonderes be
stimmt ist, sind für das Verfahren bei der Volksab
stimmung die Bestimmungen der Statutargemein
den-Wahlordnung sinngemäß anzuwenden.
(10) Ein zulässig eingebrachter Antrag auf Anord
nung einer Volksabstimmung hat zur Folge, daß der Bürgermeister mit der Vollziehung des Beschlusses
des Gemeinderates, auf den er sich bezieht, innezu
halten hat.
(11) Wird der Antrag auf Anordnung einer Volksab
stimmung gemäß § 17 Abs. 2 abgelehnt, so hat der Bürgermeister den Beschluß des Gemeinderates,
auf den sich die Volksabstimmung beziehen sollte,
nach Maßgabe des § 21 zu vollziehen.
(12) Lautet mehr als die Hälfte der abgegebenen
gültigen Stimmen auf "Nein", so gilt der Beschluß
des Gemeinderates, der der Volksabstimmung un
terzogen wurde, als aufgehoben.
(13) Lautet die Hälfte der abgegebenen gültigen
Stimmen oder mehr auf "Ja", so hat der Bürgermei
ster den der Volksabstimmung unterzogenen Be
schluß des Gemeinderates nach Maßgabe des § 21
zu vollziehen.
(14) Hat an der Volksabstimmung weniger als ein Viertel der Wahlberechtigten teilgenommen, so kom
men die Bestimmungen der Abs. 12 und 13 nicht zur Anwendung; der Bürgermeister hat den der Volksab
stimmung unterzogenen Beschluß des Gemeindera
tes nach Maßgabe des § 21 zu vollziehen.
(15) Das Ergebnis der Volksabstimmung ist vom
Bürgermeister zu verläutbaren. Im Fall des Abs. 14
ist in die Kundmachung der Hinweis aufzunehmen,
daß dem Ergebnis der Volksabstimmung keine ver
bindliche Wirkung zukommt."
"(2) Der Gegenstand der Volksbefragung muß vom Gemeinderat in Form
einer Fragestellung so formuliert werden, daß diese entweder mit
"Ja" oder "Nein" beantwortet oder, wenn über zwei oder
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mehrere alternative Lösungsvorschläge entschieden werden soll, der gewählte Lösungsvorschlag eindeutig bezeichnet werden kann.
(3) Die Stimmzettel dürfen nur auf "Ja" oder
"Nein" lauten bzw. müssen den gewählten Lösungs
vorschlag eindeutig bezeichnen. Enthält ein Um
schlag mehr als einen gültig ausgefüllten Stimmzet
tel und lauten diese Stimmzettel teils auf "Ja" und teils auf "Nein" oder bezeichnen sie verschiedene Lösungsvorschläge, so sind alle ungültig; lauten ent weder alle auf "Ja" oder alle auf "Nein" oder be
zeichnen alle denselben Lösungsvorschlag, so sind
sie nur als ein Stimmzettel zu zählen.
(4) Für die Durchführung der Volksbefragung gilt
§ 63a Abs. 2, 4, 6, 8 und 9 sinngemäß."
77.§ 63c (neu) Abs. 6 hat zu lauten:
"(6) Jeder Antrag gemäß Abs. 1 und 3, dem sich gemäß Abs. 5 weitere 3.000 Bürger angeschlossen haben, ist vom Bürgermeister dem Gemeinderat zur geschäftsordnungsgemäßen Behandlung vorzulegen."
Artikel II
(1) Dieses Landesgesetz tritt mit dem Tag der konstitu ierenden Sitzung des Gemeinderates gemäß § 9 in Kraft, die der Kundmachung im Landesgesetzblatt für Ober
österreich folgt.
(2) Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesge setzes bestehende Verordnungen gemäß § 44 Abs. 8 des Statuts für die Landeshauptstadt Linz 1980 gelten als Verordnungen gemäß § 32a Abs. 2 zweiter Satz.
(3) Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Landesge setzes anhängige Verwaltungsverfahren sind nach den Bestimmungen dieses Landesgesetzes weiterzuführen.
(4) Im Statut für die Landeshauptstadt Linz 1980 in der Fassung dieses Landesgesetzes sind folgende Titel, Funktionsbezeichnungen und dgl. zu ersetzen:
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