Verordnung zur Durchführung des Kärntner Jagdgesetzes; Änderung
LGBL_KA_20020618_37Verordnung zur Durchführung des Kärntner Jagdgesetzes; ÄnderungGazette01.01.1900Originalquelle öffnen →
Datum der Kundmachung
18.06.2002
Fundstelle
LGBl. Nr. 37/2002 20. Stück
Bundesland
Kärnten
Kurztitel
Text
Aufgrund des § 51 Abs. 2 des Kärntner Jagdgesetzes 2000, LGBl. Nr. 21, in der Fassung des Gesetzes LGBl. Nr. 72/2001, wird verordnet:
Die Verordnung der Landesregierung zur Durchführung des Kärntner Jagdgesetzes 2000, LGBl. Nr. 132/1991, in der Fassung der Verordnungen LGBl. Nr. 116/1994, 90/1997, 32/2001 und 116/2001, wird wie folgt geändert:
„Schonzeiten
(zu § 51 Abs. 2)
(1) Folgendes Wild ist während des ganzen Jahres zu schonen: das Steinwild, der Bär, der Wolf, das kleine Wiesel, der Fischotter, der Luchs, die Wildkatze, der Biber, die Auerhenne, die Birkhenne, die Haselhenne, das Alpenschneehuhn, das Steinhuhn, die Wachtel, die Wacholderdrossel (der Krammetsvogel), der Graureiher, der Haubentaucher, die Bekassine, die Wildenten, ausgenommen die Stockente, die Krickente, die Pfeifente, die Schnatterente, die Spießente, die Löffelente, die Tafelente, die Reiherente und die Knäkente, die Wildgänse, ausgenommen die Graugans, die Saatgans und die Kanadagans, die Hohltaube, der Kolkrabe, die Taggreifvögel und die Eulen.
(2) Folgendes Wild darf nur während der angeführten Zeiträume (Jagdzeiten) bejagt werden und ist außerhalb derselben zu schonen:
Rotwild:
Hirsche der Klassen I, IIb und III (ausgenommen Schmalspießer) vom 16. August bis 31. Dezember;
Schmalspießer und nicht führende Tiere vom 1. Juni bis 31. Dezember;
führende Tiere und Rotwildkälber vom 1. August bis 31. Dezember;
Damwild vom 1. August bis 31. Dezember;
Gamswild vom 1. August bis 31. Dezember;
Muffelwild vom 1. August bis 31. Dezember;
Rehwild:
Böcke der Klasse III vom 16. Mai bis 31. Oktober;
Böcke der Klassen I und IIb vom 1. Juni bis 31. Oktober;
nicht führende Geißen vom 16. Mai bis 31. Dezember;
führende Geißen und Kitze vom 1. August bis 31. Dezember;
Schwarzwild-führende Bachen vom 1. August bis 31. Jänner;
Murmeltiere vom 1. August bis 15. Oktober;
Feldhase und Alpen- oder Schneehase vom 1. Oktober bis 31. Dezember;
Dachse vom 1. Juni bis 31. Jänner;
Edelmarder, Steinmarder vom 1. November bis 28. Februar;
Großes Wiesel (Hermelin) vom 1. November bis 31. Jänner;
Iltisse vom 1. Oktober bis 28. Februar;
Auerhahnen vom 10. bis 31. Mai;
Birkhahnen vom 10. bis 31. Mai;
Haselhahnen vom 16. September bis 15. November;
Rebhühner vom 1. bis 31. Oktober;
Fasanenhahnen vom 16. Oktober bis 31. Dezember;
Stockenten, Krickenten, Pfeifenten, Schnatterenten, Spießenten, Löffelenten, Tafelenten, Reiherenten und Knäkenten vom 1. September bis 31. Dezember;
Graugänse, Saatgänse und Kanadagänse vom 1. September bis 31. Jänner;
Bläßhühner vom 16. August bis 31. Jänner;
Waldschnepfen vom 1. September bis 31. Dezember und vom 16. März bis 10. April;
Ringel- und Türkentauben vom 1. August bis 31. Dezember und vom 16. März bis 10. April;
Aaskrähen vom 1. Juli bis 15. März;
Eichelhäher vom 1. Juli bis 15. März;
Elster vom 1. Juli bis 15. März.
(3) Folgendes Wild darf während des ganzen Jahres bejagt werden: Schwarzwild (Keiler, nicht führende Bachen, Überläufer, Frischlinge), Wildkaninchen, Waschbären, Füchse und Marderhunde.
„§ 9a
Umsetzung von Gemeinschaftsrecht
Mit dieser Verordnung werden die Richtlinie des Rates 92/43/EWG vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen, ABl. Nr. L 206 vom 22. Juli 1992, Seite 7, in der Fassung der Richtlinie 97/62/EG des Rates vom 27. Oktober 1997 zur Anpassung der Richtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt, ABl. Nr. L 305 vom 8. November 1997, Seite 42, und die Richtlinie des Rates 79/409/EWG vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten, ABl. Nr. L 103/1 vom 25. April 1979, umgesetzt."
Der Landeshauptmann:
Dr. Haider
Der Landesamtsdirektor:
Dr. Sladko
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