Quelldetails
Rechtsraum
Schweiz
Region
Schwyz
Verfugbare Sprachen
Deutsch
Zitat
SZ_KG_002
Gericht
Sz Gerichte
Geschaftszahlen
SZ_KG_002, ZK2 2025 40
Entscheidungsdatum
29.11.2025
Zuletzt aktualisiert
24.03.2026

\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n Kantonsgericht Schwyz1\n \n \n \n \n \n Beschluss vom 1. Dezember 2025\n ZK2 2025 40\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n MitwirkendKantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,Kantonsrichter Veronika Bürgler Trutmann und Pius Kistler,Gerichtsschreiber Claude Brüesch.\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n In SachenA.,Gesuchsgegnerin, Berufungsführerin und Berufungsgegnerin,vertreten durch Fürsprecher B., gegen C.,Gesuchsteller, Berufungsgegner und Berufungsführer,vertreten durch Rechtsanwalt D.,\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n betreffendvorsorgliche Mass­nahmen (im Scheidungsverfahren); zweiter Rechtsgang\n (Berufungen gegen die Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 28. Februar 2023, ZES 2022 22);-\n \n \n hat die 2. Zivilkammer,\n \n nachdem sich ergeben und in Erwägung:\n 1. Die Parteien heirateten am . Ihrer Ehe entsprossen die Kinder E. und F.________ (Vi-KB 1, S. 2).\n a) Mit Eingabe vom 6. Januar 2022 ersuchte C.________ (nachfolgend: Gesuchsteller) um Erlass vorsorglicher Mass­nahmen im Scheidungsverfahren. Am 28. Februar 2023 verfügte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe was folgt:\n \n In Gutheissung des Abänderungsgesuches werden die vom Gesuchsteller zu leistenden Unterhaltsbeiträge gemäss den Dispositiv-Ziffern 4.1, 4.2 und 5 der Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 7. Oktober 2020, ersetzt durch Ziffer 1 des Beschlusses des Kantonsgerichts Schwyz vom 27. Juli 2021 (ZK2 2020 67), mit Wirkung ab 6. Januar 2022 wie folgt neu festgesetzt:\n \n \n Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt von E.________ vom 6. Januar 2022 bis am 15. Oktober 2022 CHF 4’005.00 pro Monat zu bezahlen, wovon CHF 1’318.00 als Betreuungsunterhalt, und ab 16. Oktober 2022 CHF 3’892.00 pro Monat, wovon CHF 1’234.00 als Betreuungsunterhalt, zahlbar jeweils auf den ersten eines jeden Monats.\n \n Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der Gesuchsteller diese für E.________ tatsächlich beziehen kann.\n \n Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt von F.________ vom 6. Januar 2022 bis am 15. Oktober 2022 CHF 3’634.00 pro Monat zu bezahlen, wovon CHF 1’318.00 als Betreuungsunterhalt, und ab 16. Oktober 2022 CHF 3’522.00 pro Monat, wovon CHF 1’235.00 als Betreuungsunterhalt, zahlbar jeweils auf den ersten eines jeden Monats.\n \n Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der Gesuchsteller diese für E.________ [recte: F.] tatsächlich beziehen kann.\n c) Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an ihren persönlichen Unterhalt vom 6. Januar 2022 bis am 15. Oktober 2022 CHF 1’963.00 pro Monat und ab 16. Oktober 2022 CHF 2’075.00 pro Monat zu bezahlen, zahlbar jeweils auf den ersten eines jeden Monats.\n 2. […]\n 3. Die Gerichtskosten von CHF 3’000.00 werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.\n \n Die Gesuchsgegnerin hat dem Gesuchsteller eine Parteientschädigung von CHF 4’500.00 zu bezahlen.\n \n b) Dagegen erhoben beide Parteien mit Eingabe vom 7. März 2023 bzw. 15. März 2023 fristgerecht Berufung (ZK2 2023 14 und 19: jeweils KG-act. 1). \n Das Kantonsgericht beschloss am 19. Juni 2024 was folgt:\n 1. Die Berufungen werden teilweise gutgeheissen und die Dispositiv-Ziffern 1, 3 und 4 der Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 28. Februar 2023 aufgehoben sowie wie nachfolgend neu formuliert:\n 1. In Gutheissung des Abänderungsgesuches werden die vom Gesuchsteller zu leistenden Unterhaltsbeiträge gemäss den Dispositiv-Ziffern 4.1, 4.2 und 5 der Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 7. Oktober 2020, ersetzt durch Ziffer 1 des Beschlusses des Kantonsgerichts Schwyz vom 27. Juli 2021 (ZK2 2020 67), mit Wirkung ab 6. Januar 2022 wie folgt neu festgesetzt:\n a) Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt von E. vom 6. Januar 2022 bis am 31. Oktober 2023 CHF 5’196.00 pro Monat zu bezahlen, wovon CHF 1’088.80 als Betreuungsunterhalt, und ab 1. November 2023 CHF 3’754.00 pro Monat, wovon CHF 1’108.60 als Betreuungsunterhalt, zahlbar jeweils auf den ersten eines jeden Monats.\n Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der Gesuchsteller diese für E.________ tatsächlich beziehen kann.\n b) Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt von F.________ vom 6. Januar 2022 bis am 31. Oktober 2023 CHF 4’786.00 pro Monat zu bezahlen, wovon CHF 1’088.80 als Betreuungsunterhalt, und ab 1. November 2023 CHF 3’389.00 pro Monat, wovon CHF 1’108.60 als Betreuungsunterhalt, zahlbar jeweils auf den ersten eines jeden Monats.\n Hinzu kommen die Kinderzulagen, sofern und soweit der Gesuchsteller diese für F.________ tatsächlich beziehen kann.\n c) Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin an ihren persönlichen Unterhalt vom 6. Januar 2022 bis am 31. Oktober 2023 CHF 4’413.00 pro Monat und ab 1. November 2023 CHF 1’829.00 pro Monat zu bezahlen, zahlbar jeweils auf den ersten eines jeden Monats.\n 3. Die Gerichtskosten von CHF 3’000.00 werden dem Gesuchsteller zu 3/10 (Fr. 900.00) und der Gesuchsgegnerin zu 7/10 (Fr. 2’100.00) auferlegt.\n 4. Die Gesuchsgegnerin hat dem Gesuchsteller eine reduzierte Parteientschädigung von CHF 1’800.00 zu bezahlen.\n 2. Die Kosten der Berufungsverfahren ZK2 2023 14 und 19 von insgesamt Fr. 8’000.00 werden den Parteien je zur Hälfte (je Fr. 4’000.00) auferlegt und von den geleisteten Kostenvorschüssen der Parteien von je Fr. 4’000.00 bezogen.\n 3. Die Parteientschädigungen für die Berufungsverfahren ZK2 2023 14 und 19 werden gegenseitig wettgeschlagen. \n 4. [Rechtsmittel.]\n 5. [Zustellung.]\n Mit Urteil 5A_496/2024 vom 21. Mai 2025 hiess das Bundesgericht die vom Gesuchsteller dagegen erhobene Beschwerde teilweise gut, hob den Beschluss vom 19. Juni 2024 auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung im Sinne der Erwägungen an das Kantonsgericht zurück (KG-act. 1, Dispositivziff. 1).\n Im vorliegenden Verfahren ZK2 2025 40 gab die Gerichtsleitung den Parteien am 5. Juni 2025 Gelegenheit, zur Neuverlegung im Sinne der bundesgerichtlichen Erwägungen Stellung zu nehmen (KG-act. 2).\n Die Gesuchsgegnerin beantragte mit Eingabe vom 26. Juni 2025 Folgendes (KG-act. 3):\n Sämtliche Anträge des Berufungsklägers seien abzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. \n Die Berufungsbeklagte hält an der eigenen Berufung im Verfahren mit der Geschäfts-Nr. ZK2 2023 14 fest und bestätigt die dortigen Berufungs­anträge auch im vorliegenden Verfahren:\n 1. In Gutheissung der Anschlussberufung sei die Verfügung vom 28. Februar 2023 des Bezirksgerichtes Höfe mit der Geschäftsnummer ZES 2022 22 betreffend vorsorgliche Mass­nahmen aufzuheben und es sei das Gesuch um vorsorgliche Mass­nahmen vom 6. Januar 2022 des Berufungsklägers vollumfänglich abzuweisen. \n 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer à zurzeit 7.7 Prozent) aller Instanzen zu Lasten des Berufungsklägers.\n Der Gesuchsteller stellte mit Eingabe vom 14. Juli 2025 demgegenüber folgende Rechtsbegehren (KG-act. 6):\n \n [Ziff. 1 erster Absatz wird nicht angefochten.] Ziff. 1.a Urteilsdispositiv (Kindesunterhalt E.) sei aufzuheben; \n \n stattdessen sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten an den Unterhalt von E.\n vom 6. Januar 2022 bis 31. Oktober 2023 (erste Phase) CHF 2’252 Barunterhalt und CHF 936 Betreuungsunterhalt, \n ab 1. November 2023 (zweite Phase) CHF 1’378 Barunterhalt und CHF 961 Betreuungsunterhalt, \n zu bezahlen.\n 2. Ziff. 1.b Urteilsdispositiv (Kindesunterhalt F.) sei aufzuheben;\n stattdessen sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten an den Unterhalt von F.\n bis 31. Oktober 2023 (erste Phase) CHF 1’952 Barunterhalt und CHF 936 Betreuungsunterhalt, \n ab 1. November 2023 (zweite Phase) CHF 1185 Barunterhalt und CHF 961 Betreuungsunterhalt, \n zu bezahlen.\n 3. Ziff. 1.c Urteilsdispositiv (persönlicher Unterhalt der Gesuchstellerin [recte: Gesuchsgegnerin]) sei aufzuheben;\n stattdessen sei der Berufungskläger zu ehelichem Unterhalt gegenüber der Berufungsbeklagten von monatlich CHF 1’200 vom 6. Januar 2022 bis 31. Oktober 2023 (anschliessend CHF 0.-) zu verpflichten. \n 4. Es sei festzustellen, dass der Berufungskläger für die Unterhaltsphase vom 6. Januar 2022 bis Ende Juni 2025 an Unterhalt (ehelichen und Kindesunterhalt) CHF 363’699 bezahlt hat, d.h. monatlich CHF 8’659. \n 5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbeklagten, zzgl. MwSt. \n Die Gesuchsgegnerin reichte am 11. August 2025 eine weitere Eingabe ein und hielt an ihren Anträgen fest (KG-act. 10).\n Mit Eingabe vom 19. August 2025 stellte der Gesuchsteller folgende, geänderte Rechtsbegehren (KG-act. 12):\n \n [Ziff. 1 erster Absatz wird nicht angefochten.] Ziff. 1.a Urteilsdispositiv (Kindesunterhalt E.) sei aufzuheben; \n \n stattdessen sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten an den Unterhalt von E.\n vom 6. Januar 2022 bis 31. Oktober 2023 (erste Phase) CHF 2’252 Barunterhalt und CHF 936 Betreuungsunterhalt, \n ab 1. November 2023 (zweite Phase) CHF 1’378 Barunterhalt und CHF 386 Betreuungsunterhalt, \n zu bezahlen.\n 2. Ziff. 1.b Urteilsdispositiv (Kindesunterhalt F.) sei aufzuheben;\n stattdessen sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten an den Unterhalt von F.\n bis 31. Oktober 2023 (erste Phase) CHF 1’952 Barunterhalt und CHF 936 Betreuungsunterhalt, \n ab 1. November 2023 (zweite Phase) CHF 1185 Barunterhalt und CHF 386 Betreuungsunterhalt, \n zu bezahlen.\n 3. Ziff. 1.c Urteilsdispositiv (persönlicher Unterhalt der Gesuchstellerin [recte: Gesuchsgegnerin]) sei aufzuheben; \n stattdessen sei der Berufungskläger zu ehelichem Unterhalt gegenüber der Berufungsbeklagten von monatlich CHF 1’200 vom 6. Januar 2022 bis 31. Oktober 2023 (anschliessend CHF 0.-) zu verpflichten. \n 4. Es sei festzustellen, dass der Berufungskläger für die Unterhaltsphase vom 6. Januar 2022 bis Ende Juni 2025 an Unterhalt (ehelichen und Kindesunterhalt) CHF 363’699 bezahlt hat, d.h. monatlich CHF 8’659. \n 5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbeklagten, zzgl. MwSt. \n Die Gesuchsgegnerin beantragte am 2. September 2025, sämtliche Rechtsbegehren des Gesuchstellers seien abzuweisen, soweit diese nicht anerkannt würden, und hielt an ihren eigenen Anträgen fest (KG-act. 14).\n Gestützt auf die verfahrensleitenden Anordnungen vom 22. August 2025 und 8. September 2025 reichten die Parteien am 3. September 2025, 15. September 2025 und 16. September 2025 diverse Unterlagen ein (KG-act. 13 und 15-18). Am 18. September 2025 wurde den Parteien mitgeteilt, dass nach Ablauf von zehn Tagen vorgesehen sei, in die Phase der Urteilsberatung überzutreten (KG-act. 19). Mit Ausnahme der Mitteilung der Gesuchsgegnerin auf Verzicht zur Einreichung einer weiteren Stellungnahme (KG-act. 20) gingen keine Eingaben der Parteien mehr ein.\n 2. Die Erwägungen eines bundesgerichtlichen Rückweisungsurteils (

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