Quelldetails
Rechtsraum
Schweiz
Region
Thurgau
Verfugbare Sprachen
Deutsch
Zitat
TG_OG_001
Gericht
Tg Og
Geschaftszahlen
TG_OG_001, RBOG 2016 Nr. 20
Entscheidungsdatum
01.01.2013
Zuletzt aktualisiert
24.03.2026

RBOG 2016 Nr. 20

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Superprovisorische Verfügungen und vorsorgliche Massnahmen im Eheschutzverfahren Art. 175 ZGB, Art. 176 ZGB, Art. 261 ff. ZPO, Art. 265 ZPO Das Bundesgericht stuft Eheschutzmassnahmen als Entscheide über vorsorgliche Massnahmen im Sinn von Art. 98 BGG ein[1]. Ob der Richter im Rahmen eines Eheschutzverfahrens, das in der Sache bereits ein vorsorgliches Massnahmenverfahren darstellt, zusätzlich auch vorsorgliche Massnahmen nach Art. 261 ff. ZPO oder superprovisorische Massnahmen nach Art. 265 ZPO anordnen kann, wird in der kantonalen Rechtsprechung und in der Lehre unterschiedlich beantwortet[2]. Nach der Praxis des Obergerichts müssen vorläufige (superprovisorische) Verfügungen auch im Eheschutzverfahren zulässig sein, da sich auch Eheschutzverfahren in die Länge ziehen können[3]. Das gilt nicht nur für superprovisorische Massnahmen, sondern muss gerade in Bezug auf die Obhutszuteilung und den Kinderunterhalt, wo vorläufige Reglungen oftmals dringlich sind, auch für vorsorgliche Massnahmen gelten.Obergericht, 1. Abteilung, 7. September 2016, ZBS.2016.11Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht am 4. April 2017 ab, soweit es darauf eintrat (5A_818/2016).[1] BGE 133 III 393[2] Vgl. Sprecher, Basler Kommentar, vor Art. 261-269 ZPO N 41[3] RBOG 2013 Nr. 14

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Zitate

Gesetze

12

BGG

  • Art. 98 BGG

ZGB

  • Art. 175 ZGB
  • Art. 176 ZGB

ZPO

  • Art. 261 ZPO
  • Art. 262 ZPO
  • Art. 263 ZPO
  • Art. 264 ZPO
  • Art. 265 ZPO
  • Art. 266 ZPO
  • Art. 267 ZPO
  • Art. 268 ZPO
  • Art. 269 ZPO

Gerichtsentscheide

2