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NS 3/08-2 ΓÇó General recusal of the entire OGH inadmissible
NS 3/08-2Li Supreme Court29.04.2008Dismissed
NN asked that the OGH be declared biased and excluded from all cases involving him. The court rejected the request as inadmissible because it was not made in the context of a pending proceeding and because a blanket recusal of the entire supreme court is not permissible. The court also noted that the applicant’s dissatisfaction with earlier unsuccessful remedies did not show bias; the cited actions were based on objective considerations.
§ 14 GOG; general recusal of the entire OGH is inadmissible. A challenge of the whole supreme court must be linked to a pending proceeding and directed at a legally permissible, specific recusal situation. A blanket exclusion of the entire OGH is incompatible with the constitutional structure of a single supreme court, because it would render performance of its statutory functions impossible; § 16 GOG does not provide a mechanism for such a case (consid. implied). Prior adverse decisions or unsuccessful remedies do not by themselves establish bias; objective, case-related reasoning excludes a finding of partiality.
NS 3/08-2
§ 14 GOG
Die Ablehnung des gesamten OGH ist unzulässig.
Der Antragsteller NN hat folgenden Antrag gestellt:
"Der OGH möge gem § 14 GOG für befangen erklärt und von jeglichen E im Falle NN ausgeschlossen werden, um ein einigermassen faires Verfahren zu ermöglichen." Der Antragsteller hat seinen Antrag zusammengefasst damit begründet, dass er mit seinen zahlreichen Rechtsmitteln beim OGH nie erfolgreich gewesen und daher der OGH ihm gegenüber voreingenommen sei.
Der OGH hat diesen Antrag als unzulässig zurückgewiesen.
Der Ablehnungsantrag wurde nicht in einem laufenden Verfahren gestellt. Eine generelle Ablehnung des OGH ohne Zusammenhang oder Bezug auf ein anhängiges Verfahren ist unzulässig.
Im Übrigen ist die Ablehnung des gesamten OGH unstatthaft, weil verfassungsmässig nur ein OGH besteht, seine Ablehnung daher die Besorgung der Aufgaben unmöglich machen würde, die ihm zugewiesen sind. Deshalb regelt § 16 GOG auch nicht, wem die E über die Ablehnung des ganzen OGH zukommt und welchem Gericht die Aufgaben des OGH obliegen sollen, wenn einer Ablehnung stattgegeben würde (ÖRZ 1937, 206). Darüber hinaus wäre der Antrag auch deswegen nicht gerechtfertigt, weil die angeführten E des OGH weder voreingenommen, parteilich oder sonst aus den vom Antragsteller angeführten Gründen, sondern aus rein sachlichen Erwägungen erfolgten.