Revision allowed on waiver of civil servant compensation claim

BVerwG 2 B 54/16, 2 B 54/16 (2 C 19/17)Bverwg / 2. Abteilung14.06.2017Granted

Zusammenfassung

The Federal Administrative Court allowed the complaint and granted revision in a civil-servant damages dispute about delayed or omitted promotion. It held that the case is suitable to clarify the requirements of the time and circumstance elements for waiver of such a claim and also that the appellate judgment raises a divergence issue under the cited provisions.

Regest

§ 132 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 2 VwGO i.V.m. § 127 Nr. 1 BRRG; Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung und Divergenz. Die Revision ist zuzulassen, wenn eine klärungsbedürftige und fallübergreifende Rechtsfrage von Gewicht aufgeworfen wird oder das angefochtene Urteil von tragenden Rechtssätzen eines höherrangigen oder vergleichbaren Gerichts abweicht. Bei der Verwirkung eines beamtenrechtlichen Schadensersatzanspruchs wegen verspäteter oder unterbliebener Beförderung bedarf insbesondere das Zeit- und Umstandsmoment der revisionsgerichtlichen Klärung; eine behauptete Abweichung von der Rechtsprechung eines anderen Obergerichts kann die Zulassung zusätzlich tragen.

Gesamter Gesetzestext

BVerwG — 2 B 54/16, 2 B 54/16 (2 C 19/17), Beschluss

Entscheidungsdatum: 2017-06-14

Aktenzeichen: 2 B 54/16, 2 B 54/16 (2 C 19/17)

ECLI: ECLI:DE:BVerwG:2017:140617B2B54.16.0

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 127 Nr 1 BRRG, § 132 Abs 2 Nr 1 VwGO, § 132 Abs 2 Nr 2 VwGO

Vorinstanz: vorgehend Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, 27. April 2016, Az: 1 A 2310/14, Urteilvorgehend VG Köln, 2. Oktober 2014, Az: 15 K 5831/12

Spruchkörper: 2. Senat

Titelzeile

Revisionszulassung; Anforderungen an Zeit- und Umstandsmoment bei Verwirkung eines beamtenrechtlichen Schadensersatzanspruchs wegen verspäteter oder unterbliebener Beförderung

Gründe

1 Die Revision wird wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) und wegen Divergenz (§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO i.V.m. § 127 Nr. 1 BRRG) zugelassen.

2 Das Revisionsverfahren erscheint geeignet, zur Klärung der von der Beschwerde aufgeworfenen Fragen beizutragen, welche Anforderungen an das Zeit- und das Umstandsmoment bei der Verwirkung eines beamtenrechtlichen Schadensersatzanspruchs wegen verspäteter oder unterbliebener Beförderung zu stellen sind. Gleichzeitig gibt das Revisionsverfahren dem Senat die Gelegenheit, über die vom Berufungsgericht im angefochtenen Urteil abweichend vom Oberverwaltungsgericht Koblenz, Beschluss vom 18. Dezember 2014 - 10 A 10738/14.OVG - beurteilten Rechtsfragen zu entscheiden.

3 Die Streitwertfestsetzung für das Beschwerdeverfahren folgt aus § 47 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 und § 52 Abs. 6 GKG. Die vorläufige Festsetzung des Streitwerts für das Revisionsverfahren beruht auf § 63 Abs. 1 i.V.m. § 47 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 und § 52 Abs. 6 Satz 4 i.V.m. Satz 1 Nr. 1 GKG.

Schlagwörter

revision admissibilityfundamental importancedivergencewaivercivil servant damagespromotion delay