BVerwG — 10 B 6/16, 10 B 6/16 (10 C 7/16), Beschluss
Entscheidungsdatum: 2016-12-07
Aktenzeichen: 10 B 6/16, 10 B 6/16 (10 C 7/16)
ECLI: ECLI:DE:BVerwG:2016:071216B10B6.16.0
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 132 Abs 2 Nr 1 VwGO, § 59 Abs 1 BNatSchG 2009
Vorinstanz: vorgehend OVG Lüneburg, 19. Januar 2016, Az: 10 LC 87/14, Urteilvorgehend VG Oldenburg (Oldenburg), 23. September 2014, Az: 1 A 1314/14, Urteil
Spruchkörper: 10. Senat
Titelzeile
Revisionszulassung; unentgeltliches Betreten von kommerziell genutzten Strandflächen
Gründe
1 Die Beschwerde hat Erfolg. Der Rechtssache kommt die von beiden Klägern geltend gemachte grundsätzliche Bedeutung zu (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO). Die Beschwerdebegründungen führen jeweils auf die sinngemäß aufgeworfene Rechtsfrage, ob § 62 Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG) i.d.F. der Bekanntmachung vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), zuletzt geändert durch Art. 19 des Gesetzes vom 13. Oktober 2016 (BGBl. I S. 2258) i.V.m. Art. 2 Abs. 1 GG eine Auslegung des § 59 Abs. 1 BNatSchG gebietet, nach der eine Gemeinde verpflichtet ist, allen das unentgeltliche Betreten der in ihrem Gebiet liegenden Meeresstrände auch in den - nahezu die gesamten Strandflächen umfassenden - Bereichen zu ermöglichen, die eine kommunale Eigengesellschaft auf der Grundlage eines Pachtvertrages mit dem betreffenden Bundesland eingezäunt hat und in denen sie kommerzielle Strandbäder betreibt und unterhält.
2 Die vorläufige Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren beruht auf § 47 Abs. 1, § 52 Abs. 2 und § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG.