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BFH IX B 11/14 ΓÇó Non-admission complaint: no revision grounds shown
BFH IX B 11/14Bfh / Division 902.05.2014Dismissed
The BFH dismissed a non-admission complaint against a judgment of the Hessisches Finanzgericht. It left open whether reinstatement into the missed time limit for filing the statement of reasons should be granted, because the complaint was in any event unfounded. The complainants failed to substantiate a ground for admission under fundamental importance or divergence, and they relied only on alleged misapplication of substantive law and subsumption errors, which cannot justify revision. Costs were imposed on the complainants.
§ 115 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 2 FGO; § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO; mere allegations of erroneous application of substantive law do not establish grounds for leave to appeal. A non-admission complaint must set out a concrete abstract legal question of fundamental significance and, in cases of divergence, identify contradictory abstract legal propositions from the challenged decision and the alleged comparator decisions. A qualified, revision-relevant error of legal application must be specifically substantiated; simple material-law or subsumption errors are insufficient (consid. 1).
Entscheidungsdatum: 2014-05-02
Aktenzeichen: IX B 11/14
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 115 Abs 2 Nr 1 FGO, § 115 Abs 2 Nr 2 FGO, § 116 Abs 3 S 3 FGO
Vorinstanz: vorgehend Hessisches Finanzgericht, 2. Dezember 2013, Az: 7 K 22/10, Urteil
Spruchkörper: 9. Senat
Nichtzulassungsbeschwerde, grundsätzliche Bedeutung und Divergenz
NV: Mit der Rüge vermeintlich fehlerhafter Rechtsanwendung bzw. schlichter Subsumtionsfehler in der Entscheidung der Vorinstanz, d.h. mit der Rüge materiell-rechtlicher Fehler kann die Zulassung der Revision nicht erreicht werden .
1 Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Es kann dahinstehen, ob den Klägern und Beschwerdeführern (Kläger) Wiedereinsetzung in die versäumte Frist zur Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde (§ 116 Abs. 3, § 56 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) zu gewähren ist. Denn jedenfalls ist die Beschwerde unbegründet. Die Voraussetzungen der geltend gemachten Revisionszulassungsgründe der grundsätzlichen Bedeutung (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) sowie der Divergenz (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO) sind nicht schlüssig dargelegt. Zum einen stellen die Kläger schon keine von ihnen für grundsätzlich bedeutsam gehaltene abstrakte Rechtsfrage zur Entscheidung. Die behauptete Divergenz ist nicht entsprechend den Anforderungen des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO durch das Gegenüberstellen einander widersprechender abstrakter Rechtssätze aus der Entscheidung der Vorinstanz einerseits und vorgeblicher Divergenzentscheidungen andererseits erkennbar gemacht worden. Auch haben die Kläger nicht substantiiert dargelegt, dass ein qualifizierter, zur Zulassung der Revision führender Rechtsanwendungsfehler vorliege. Die Kläger rügen vielmehr lediglich eine vermeintlich fehlerhafte Rechtsanwendung bzw. sachliche Subsumtionsfehler in der Entscheidung der Vorinstanz; mit der Rüge solcher materiell-rechtlicher Fehler kann die Zulassung der Revision aber nicht erreicht werden.
2 Von einer weiter gehenden Begründung wird gemäß § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO abgesehen.
3 Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 2 FGO.