No deduction for non-income-related tax advice costs

BFH IX B 186/12Bfh / Division 925.03.2013Dismissed

Zusammenfassung

The BFH rejected the taxpayer’s complaint against non-admission of revision. It held that the deductibility of non-income-related tax advice costs had already been conclusively clarified: after repeal of former § 10(1) no. 6 EStG, such costs are not deductible and this is constitutionally unobjectionable. The asserted divergence was not properly substantiated because the complainant only disputed the correctness of the lower court’s reasoning. The alleged misinterpretation of a prior factual understanding labeled as a 'comparison' was likewise not a procedural defect but, at most, a substantive error.

Regest

§ 115 Abs. 2 Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 FGO; § 116 Abs. 3 S. 3 FGO; § 10 Abs. 1 Nr. 6 EStG: Non-admission complaint dismissed where the alleged fundamental question is already settled by highest-court case law. After repeal of former § 10(1) no. 6 EStG, non-income-related tax advice costs are no longer deductible, and this result is constitutionally unobjectionable. A divergence is only sufficiently pleaded if conflicting abstract legal propositions of the challenged judgment and the relied-upon precedent are juxtaposed; a mere attack on the correctness of the lower court’s application of law does not suffice. Likewise, the alleged erroneous interpretation of a factual understanding in a prior proceeding concerns the merits and does not constitute a procedural defect capable of justifying admission of revision (consid. 2-4).

Gesamter Gesetzestext

BFH — IX B 186/12, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2013-03-25

Aktenzeichen: IX B 186/12

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 10 Abs 1 Nr 6 EStG 2002, § 115 Abs 2 Nr 1 FGO, § 115 Abs 2 Nr 2 FGO, § 115 Abs 2 Nr 3 FGO, § 116 Abs 3 S 3 FGO, Art 3 Abs 1 GG, EStG VZ 2006

Vorinstanz: vorgehend Niedersächsisches Finanzgericht, 30. Oktober 2012, Az: 2 K 133/11, Urteil

Spruchkörper: 9. Senat

Titelzeile

Kein Abzug nicht einkünftebezogener Steuerberatungskosten - Behauptete fehlerhafte Auslegung eines "Vergleichs" kein verfahrensrechtlicher Fehler

Leitsatz

  1. NV: Es ist höchstrichterlich geklärt, dass ein Abzug von nicht einkünftebezogenen Steuerberatungskosten nach der Streichung von § 10 Abs. 1 Nr. 6 EStG a.F. von Gesetzes wegen nicht mehr in Betracht kommt und dies auch von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden ist .

  2. NV: Die behauptete fehlerhafte Auslegung einer als "Vergleich" bezeichneten, in einem früheren Verfahren getroffenen tatsächlichen Verständigung im Rahmen der Urteilsfindung ist kein verfahrensrechtlicher, sondern ein materieller Fehler, der die Zulassung der Revision nicht rechtfertigen kann .

Gründe

1 Die Beschwerde hat keinen Erfolg.

2 1. Es kann offenbleiben, ob der Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) den behaupteten Zulassungsgrund der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) hinreichend i.S. des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO dargelegt hat. Denn es ist jedenfalls höchstrichterlich geklärt, dass ein Abzug von nicht einkünftebezogenen Steuerberatungskosten nach der Streichung von § 10 Abs. 1 Nr. 6 des Einkommensteuergesetzes a.F. von Gesetzes wegen nicht mehr in Betracht kommt und dies auch von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden ist (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 4. Februar 2010 X R 10/08, BFHE 228, 317, BStBl II 2010, 617; vom 16. Februar 2011 X R 10/10, BFH/NV 2011, 977).

3 2. Die behauptete Divergenz (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO) ist nicht entsprechend den Anforderungen des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO durch das Gegenüberstellen einander widersprechender abstrakter Rechtssätze aus der Entscheidung der Vorinstanz einerseits und der behaupteten --überdies fehlerhaft bezeichneten-- Divergenzentscheidung des BFH vom 9. Februar 1994 IX R 110/90 (BFHE 175, 212, BStBl II 1995, 47) andererseits erkennbar gemacht worden. Der Kläger wendet sich nach dem sachlichen Gehalt seines Beschwerdevorbringens im Grunde nur gegen die erstinstanzliche Entscheidung des Finanzgerichts (FG) und setzt seine eigene Rechtsauffassung an die Stelle des FG; mit der bloßen Rüge einer "abweichenden Beurteilung" --d.h. einer fehlerhaften Rechtsanwendung-- legt der Kläger keine Abweichung im Grundsätzlichen dar.

4 3. Der Kläger hat auch keinen Verfahrensmangel hinreichend i.S. des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO dargelegt. Insbesondere die behauptete fehlerhafte Auslegung der vom Kläger als "Vergleich" bezeichneten, in einem früheren Verfahren getroffenen tatsächlichen Verständigung wäre kein verfahrensrechtlicher, sondern ein materieller Fehler, der als solcher die Zulassung der Revision nicht rechtfertigen kann.

Schlagwörter

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