Non-admission complaint dismissed: no grounds for revision

BFH II B 72/12Bfh / 2. Abteilung23.11.2012Dismissed

Zusammenfassung

The BFH dismissed the complainant’s non-admission complaint against a Finance Court of Saxony-Anhalt judgment in a real estate transfer tax case. It held that none of the statutory grounds for admitting revision were met. In particular, the case lacked fundamental significance, and a BFH decision was not needed to develop the law or ensure uniform case law. The court noted that it had already rejected the divergent view of the Lower Saxony Finance Court on the unified acquisition object in real estate transfer tax law.

Regest

§ 115 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 FGO; Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung, Rechtsfortbildung oder Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung; an die Darlegung der Zulassungsgründe sind strenge Anforderungen zu stellen. Besteht zu der aufgeworfenen Rechtsfrage bereits gefestigte BFH-Rechtsprechung, fehlt es regelmäßig an grundsätzlicher Bedeutung und an einem Bedarf zur Rechtsfortbildung oder Rechtseinheit. Ein von der BFH-Rechtsprechung abweichendes finanzgerichtliches Urteil begründet für sich allein noch keine Zulassung, wenn der BFH die Gegenauffassung bereits ausdrücklich verworfen hat (vgl. insb. BFH/consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

BFH — II B 72/12, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2012-11-23

Aktenzeichen: II B 72/12

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 8 GrEStG 1997, § 9 GrEStG 1997

Vorinstanz: vorgehend Finanzgericht des Landes Sachsen-Anhalt, 30. November 2011, Az: 2 K 1414/09, Urteil

Spruchkörper: 2. Senat

Titelzeile

Einheitlicher Erwerbsgegenstand im Grunderwerbsteuerrecht

Leitsatz

NV: Der von der ständigen Rechtsprechung des BFH zum einheitlichen Erwerbsgegenstand im Grunderwerbsteuerrecht abweichenden Auffassung des Niedersächsischen FG im Urteil vom 26. August 2011 7 K 192/09, 7 K 193/09 (EFG 2012, 730) kann nicht gefolgt werden.

Gründe

1 Der vom Kläger und Beschwerdeführer geltend gemachte Grund für die Zulassung der Revision liegt nicht vor. Die Sache hat keine grundsätzliche Bedeutung i.S. des § 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) im Revisionsverfahren ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO).

2 Der BFH hat inzwischen klargestellt, dass der von seiner ständigen Rechtsprechung zum einheitlichen Erwerbsgegenstand im Grunderwerbsteuerrecht abweichenden Auffassung des Niedersächsischen Finanzgerichts im Urteil vom 26. August 2011 7 K 192/09, 7 K 193/09 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 730) nicht gefolgt werden kann (BFH-Urteil vom 28. März 2012 II R 57/10, BFHE 237, 460), und dieses Urteil daher aufgehoben (BFH-Urteil vom 27. September 2012 II R 7/12, www.bundesfinanzhof.de).

Schlagwörter

real estate transfer taxnon-admission complaintrevisionfundamental importanceuniform case lawunified acquisition object