Deductibility of maintenance reserve contributions as advertising costs

BFH IX B 131/12Bfh / Division 908.10.2012Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The BFH dismissed a non-admission complaint concerning the deduction of contributions to a condominium maintenance reserve as advertising costs. It held that the legal question was already clarified by settled case law. Such contributions become deductible only when the administrator actually spends them for maintenance of the common property or other rental-related measures; the civil-law allocation rule in § 10 Abs. 7 WoEigG does not determine the tax treatment under § 9 Abs. 1 sentence 1 EStG.

Omnilex-Regeste

§ 9 Abs. 1 S. 1 EStG; § 10 Abs. 7 WoEigG; tax treatment of contributions to the maintenance reserve of a condominium owners’ association: such payments do not constitute deductible advertising expenses at the time of payment. Deductibility arises only upon actual expenditure by the administrator for maintenance of the common property or for other measures causally connected with the earning of rental income (consid. 2). The allocation rule in § 10 Abs. 7 WoEigG does not prejudge the income-tax attribution of acquisition expenses. A complaint invoking fundamental significance or the need for development of the law is inadmissible or unfounded where the issue has already been settled by established case law.

Gesamter Gesetzestext

BFH — IX B 131/12, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2012-10-08

Aktenzeichen: IX B 131/12

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 9 Abs 1 S 1 EStG 2009, § 21 EStG 2009, § 10 Abs 7 WoEigG, § 11 EStG 2009

Vorinstanz: vorgehend Niedersächsisches Finanzgericht, 11. Juli 2012, Az: 9 K 10081/11, Urteil

Spruchkörper: 9. Senat

Titelzeile

Werbungskostenabzug von Beiträgen zur Instandhaltungsrücklage

Leitsatz

NV: Durch die ständige Rechtsprechung ist geklärt, dass Beiträge zur Instandhaltungsrücklage beim einzelnen Wohnungseigentümer erst dann als Werbungskosten abgezogen werden können, wenn der Verwalter sie für die Wohnungseigentümergemeinschaft tatsächlich für die Erhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums oder für andere Maßnahmen verausgabt, die durch die Erzielung von Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung veranlasst sind .

Gründe

1 Die auf grundsätzliche Bedeutung (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) und auf das Erfordernis einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO) gestützte Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegründet.

2 Die von den Klägern und Beschwerdeführern hervorgehobene Rechtsfrage, ob die Voraussetzungen des § 11 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) vorliegen, weil die Instandhaltungsrücklage der Wohnungseigentümergemeinschaft an sich zustünden und deshalb die Beträge die Vermögenssphäre des Wohnungseigentümers verlassen hätten, ist geklärt. In seinem Beschluss vom 9. Dezember 2008 IX B 124/08 (BFH/NV 2009, 571) hat der Senat die ständige Rechtsprechung des BFH auch nach Einführung des § 10 Abs. 6 und 7 des Wohnungseigentumsgesetzes (WoEigG) i.d.F. des Gesetzes zur Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes und anderer Gesetze vom 26. März 2007 (BGBl I 2007, 370) bestätigt, wonach Beiträge zur Instandhaltungsrücklage beim einzelnen Wohnungseigentümer erst dann als Werbungskosten absetzbar sind, wenn der Verwalter sie für die Wohnungseigentümergemeinschaft tatsächlich für die Erhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums oder für andere Maßnahmen verausgabt, die durch die Erzielung von Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung veranlasst sind. Er hat darin explizit ausgeführt und begründet, dass die Zuweisungsentscheidung des § 10 Abs. 7 WoEigG die Zuordnung von Erwerbsaufwendungen i.S. des § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG nicht präjudiziert.

3 Der I. Senat des BFH hat sich dieser Rechtsprechung in seinem Beschluss vom 5. Oktober 2011 I R 94/10 (BFHE 235, 367, BStBl II 2012, 244) ausdrücklich angeschlossen. Sie steht im Kontext mit anderen Entscheidungen, welche die zivilrechtliche Teilrechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft für das Steuerrecht und das Steuerverfahrensrecht nicht ohne weiteres nachvollziehen (s. insbesondere BFH-Urteil vom 25. Juni 2009 IX R 56/08, BFHE 226, 193, BStBl II 2010, 202).

Schlagwörter

advertising costsmaintenance reservecondominium ownershiprental incometax deductionsettled case lawnon-admission complaint

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the non-admission complaint had fundamental significance or required development of the law.

Extrahierter Entscheid

No. The legal question was already settled by settled BFH case law.

Extrahierte Begründung

The court referred to its earlier case law holding that maintenance reserve contributions are deductible only when the administrator actually spends them for maintenance of the common property or other rental-related measures; the transfer rule in § 10 Abs. 7 WoEigG does not change the income-tax allocation.

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