Tax ID allocation and data storage held lawful

BFH II R 50/10Bfh / 2. Abteilung18.01.2012Dismissed

Zusammenfassung

The claimant, born in 2007, challenged the Federal Central Tax Office’s allocation of a tax identification number and the associated data storage. She sought deletion of the number and stored data, and on revision requested a declaration that the allocation and storage were unlawful. The Federal Fiscal Court held that the revision was admissible, but it was unfounded. The court therefore rejected the claim and referred to its parallel judgment in II R 49/10 for the detailed reasoning.

Regest

§ 126 Abs. 2 FGO; tax identification number assignment and associated data storage: the revision is admissible where the action is pursued with a declaratory request, but it is unfounded if the challenged measures are legally unobjectionable. A claim for deletion or declaratory relief concerning the allocation of an identification number and the storage of the related data fails where no substantive unlawfulness is established; the court may refer to its parallel decision on the same legal question for detailed reasons.

Gesamter Gesetzestext

BFH — II R 50/10, Urteil

Entscheidungsdatum: 2012-01-18

Aktenzeichen: II R 50/10

Dokumenttyp: Urteil

Vorinstanz: vorgehend FG Köln, 7. Juli 2010, Az: 2 K 3986/08, Urteil

Spruchkörper: 2. Senat

Titelzeile

(Inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 18.1.2012 II R 49/10 - Zuteilung der Identifikationsnummer und dazu erfolgte Datenspeicherung mit Grundgesetz vereinbar - Zuteilung der Identifikationsnummer kein Verwaltungsakt - Steuerpflichtiger nach § 139a Abs. 2 AO - Pflichtangaben zur Religionszugehörigkeit auf Lohnsteuerkarte - mit einem Prozesskostenhilfeantrag verbundene Rechtsmitteleinlegung - Feststellung des Bestehens eines Rechtsverhältnisses i.S. des § 41 Abs. 1 FGO - einschränkende Auslegung des § 41 Abs. 2 Satz 1 FGO)

Tatbestand

1 I. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Bundeszentralamt für Steuern --BZSt--) teilte der im Jahr 2007 geborenen Klägerin und Revisionsklägerin (Klägerin) im Jahr 2008 nach § 139a Abs. 1 der Abgabenordnung (AO) eine Identifikationsnummer zu und unterrichtete sie hiervon.

2 Die Klage, mit der die Klägerin beantragte, das BZSt zu verpflichten, die Identifikationsnummer nach § 139a Abs. 1 AO sowie die dazu nach § 139b Abs. 3 AO und -soweit vorhanden- nach anderen Vorschriften bei ihm gespeicherten Daten zu löschen, blieb erfolglos.

3 Mit der Revision rügt die Klägerin Verletzung der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 des Grundgesetzes --GG--), des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und der Religionsfreiheit (Art. 4 Abs. 1 GG).

4 Die Klägerin beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und festzustellen, dass die Zuteilung der Identifikationsnummer und die Speicherung von Daten unter dieser Nummer rechtswidrig waren und sind.

5 Das BZSt beantragt, die Revision als unzulässig zu verwerfen.

Entscheidungsgründe

6 II. Die Revision ist zwar zulässig, aber unbegründet und war daher zurückzuweisen (§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Die Klage ist mit dem im Revisionsverfahren zuletzt gestellten Antrag zulässig, jedoch unbegründet. Wegen der Beurteilung im Einzelnen wird auf das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18. Januar 2012 verwiesen, das in dem von der Mutter der Klägerin betriebenen Revisionsverfahren II R 49/10 ergangen ist.

Schlagwörter

tax identification numberdata storagedeclaratory reliefrevisionadmissibilityprivacy