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BFH IX E 6/10 ΓÇó Challenge to cost bill after inadmissible appeal
BFH IX E 6/10Bfh / Division 908.12.2010Dismissed
The BFH held that a reminder under Section 66 GKG may only contest the cost assessment itself, not the correctness of the underlying order imposing costs. The applicants merely attacked the BFH order that had treated their prior filing as an inadmissible appeal and had generated costs. Because such objections are outside the scope of the reminder procedure, the challenge failed. The associated request for suspensive effect was also rejected. The court reiterated that reminder proceedings are fee-free and do not lead to reimbursement of costs.
§ 66 GKG; reminder against a cost bill does not permit review of the legality of the underlying decision that forms the basis of the bill. The scope of the remedy is limited to objections to the assessment itself, especially the itemization and amount of costs or the value in dispute (consid. 1). If the complaint is directed solely against the correctness of the prior cost-generating order, it is inadmissible in reminder proceedings; a request for suspensive effect under § 66(7) sentence 2 GKG therefore also fails. Reminder proceedings are fee-free and no costs are reimbursed under § 66(8) GKG (consid. 2).
Entscheidungsdatum: 2010-12-08
Aktenzeichen: IX E 6/10
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 128 Abs 4 S 1 FGO, § 66 Abs 1 GKG, § 66 Abs 3 S 3 GKG, § 66 Abs 7 S 2 GKG, § 66 Abs 8 GKG, § 68 Abs 1 S 5 GKG, § 68 Abs 2 S 6 GKG
Spruchkörper: 9. Senat
Erinnerung gegen Kostenrechnung nach unzulässiger Beschwerde
NV: Wird vom BFH die vom Erinnerungsführer zuvor gegen den Streitwertfestsetzungsbeschluss des FG eingelegte (vom Erinnerungsführer als kostenfrei angesehene) "nichtförmliche Sachaufsichtsbeschwerde/Verwaltungsbeschwerde" als Beschwerde beurteilt und dieses gesetzlich nicht vorgesehene Rechtsmittel als unzulässig verworfen mit entsprechender Kostenfolge für den Erinnerungsführer, kann dieser mit der Rüge der Fehlerhaftigkeit des BFH-Beschlusses im Erinnerungsverfahren nicht durchdringen .
1 Die Erinnerung ist unbegründet.
2 1. a) Mit der Erinnerung gemäß § 66 des Gerichtskostengesetzes (GKG) können nur Einwendungen erhoben werden, die sich gegen die Kostenrechnung selbst richten, d.h. gegen Ansatz und Höhe einzelner Kosten oder gegen den Streitwert. Derartige Einwendungen haben die Erinnerungsführer jedoch nicht erhoben. Sie rügen vielmehr die angebliche Fehlerhaftigkeit des der Kostenrechnung zugrunde liegenden Beschlusses des Bundesfinanzhofs (BFH) hinsichtlich der Kostenpflicht der Beschwerde; hiermit können sie im Erinnerungsverfahren nicht durchdringen. Denn der BFH hatte die von den Erinnerungsführern zuvor gegen den Streitwertfestsetzungsbeschluss des Finanzgerichts eingelegte (von den Erinnerungsführern als kostenfrei angesehene) "nichtförmliche Sachaufsichts-/Verwaltungsbeschwerde" als Beschwerde beurteilt und dieses gesetzlich nicht vorgesehene Rechtsmittel (vgl. § 128 Abs. 4 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung, § 66 Abs. 3 Satz 3 i.V.m. § 68 Abs. 1 Satz 5, Abs. 2 Satz 6 GKG) als unzulässig verworfen mit entsprechender Kostenfolge für die Erinnerungsführer.
3 b) Die von den Erinnerungsführern begehrte Anordnung der aufschiebenden Wirkung (vgl. § 66 Abs. 7 Satz 2 GKG) kommt schon aus diesem Grunde nicht in Betracht.
4 2. Das Erinnerungsverfahren ist gerichtsgebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet (vgl. § 66 Abs. 8 GKG).