Entscheidungsdatum: 2023-06-29
Aktenzeichen: 2 BvR 355/23, 2 BvR 589/23, 2 BvR 612/23, 2 BvR 617/23, 2 BvR 657/23, 2 BvR 686/23, 2 BvR 695/23, 2 BvR 696/23, 2 BvR 701/23
ECLI: ECLI:DE:BVerfG:2023:rk20230629.2bvr035523
Dokumenttyp: Nichtannahmebeschluss
Normen: § 23 Abs 1 S 2 BVerfGG, § 34 Abs 2 Alt 1 BVerfGG, § 92 BVerfGG
Vorinstanz: vorgehend Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Köln, 15. Februar 2023, Az: 51 Zs 334/22, Bescheid der Generalstaatsanwaltschaftvorgehend StA Köln, 26. Juli 2022, Az: 961 Js 1280/22, Bescheid der Staatsanwaltschaftvorgehend Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Saarbrücken, 24. April 2023, Az: 301 Zs 110/23, Bescheid der Generalstaatsanwaltschaftvorgehend StA Saarbrücken, 11. April 2023, Az: 03 Js 177/23, Bescheid der Staatsanwaltschaftvorgehend Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Saarbrücken, 22. März 2023, Az: 303 Js 33/23, Bescheid der Generalstaatsanwaltschaftvorgehend StA Saarbrücken, 1. Februar 2023, Az: 12 Js 1419/22, Bescheid der Staatsanwaltschaftvorgehend Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Saarbrücken, 11. April 2023, Az: 301 Zs 88/23, Bescheid der Generalstaatsanwaltschaftvorgehend StA Saarbrücken, 14. März 2023, Az: 03 Js 216/23, Bescheid der Staatsanwaltschaftvorgehend Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Saarbrücken, 24. April 2023, Az: 301 Zs 112/23, Bescheid der Generalstaatsanwaltschaftvorgehend StA Saarbrücken, 6. April 2023, Az: 03 Js 665/23, Bescheid der Staatsanwaltschaftvorgehend Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Saarbrücken, 22. März 2023, Az: 303 Js 45/23, Bescheid der Generalstaatsanwaltschaftvorgehend Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Saarbrücken, 2. März 2023, Az: 301 Zs 52/23, Bescheid der Generalstaatsanwaltschaftvorgehend StA Saarbrücken, 6. Februar 2023, Az: 09 Js 1640/22, Bescheid der Staatsanwaltschaftvorgehend Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Saarbrücken, 28. April 2023, Az: 303 Js 70/23, Bescheid der Generalstaatsanwaltschaftvorgehend Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Saarbrücken, 28. April 2023, Az: 301 Zs 114/23, Bescheid der Generalstaatsanwaltschaftvorgehend StA Saarbrücken, 11. April 2023, Az: 03 Js 465/23, Bescheid der Staatsanwaltschaftvorgehend Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Saarbrücken, 28. April 2023, Az: 301 Zs 88/23, Bescheid der Generalstaatsanwaltschaft
Spruchkörper: 2. Senat 1. Kammer
Nichtannahme mehrerer offensichtlich unzulässiger Verfassungsbeschwerden - Auferlegung einer Missbrauchsgebühr
Die Verfahren werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.
Die Verfassungsbeschwerden werden nicht zur Entscheidung angenommen.
Dem Beschwerdeführer wird eine Missbrauchsgebühr in Höhe von 500 Euro (in Worten: fünfhundert Euro) auferlegt.
I.
1 Die Verfassungsbeschwerden sind nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Annahmevoraussetzungen des § 93a Abs. 2 BVerfGG nicht vorliegen. Die Verfassungsbeschwerden genügen offensichtlich nicht den Anforderungen der § 23 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1, § 92 BVerfGG, weil ihre Begründungen eine Verletzung von Rechten im Sinne des § 90 Abs. 1 BVerfGG inhaltlich nachvollziehbar nicht erkennen lassen.
2 Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
II.
3 Die Auferlegung einer Missbrauchsgebühr in der hier angemessenen Höhe von 500 Euro beruht auf § 34 Abs. 2 BVerfGG.
4 Ein Missbrauch liegt vor, wenn die Verfassungsbeschwerde offensichtlich unzulässig oder unbegründet ist und ihre Einlegung deshalb von jedem Einsichtigen als völlig aussichtslos angesehen werden muss (vgl. BVerfGK 6, 219 <219>; 10, 94 <97>). Das Bundesverfassungsgericht muss es nicht hinnehmen, durch erkennbar substanzlose Verfassungsbeschwerden an der Erfüllung seiner Aufgaben gehindert zu werden, mit der Folge, dass anderen Bürgern der ihnen zukommende Grundrechtsschutz nur verzögert gewährt werden kann (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 24. Mai 2019 - 2 BvR 2710/18 -, Rn. 4; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 7. Mai 2020 - 1 BvR 275/20 -, Rn. 8; Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 13. Januar 2021 - 2 BvR 2115/20 -, Rn. 4; stRspr). Von einem Missbrauch ist unter anderem dann auszugehen, wenn trotz mehrerer Nichtannahme- oder Ablehnungsentscheidungen in ähnlich gelagerten Fällen weiterhin völlig substanzlose Verfassungsbeschwerden ohne wesentlich neue Gesichtspunkte anhängig gemacht werden (vgl. BVerfGK 6, 219 <219>; 10, 94 <97>; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 13. Januar 2021 - 2 BvR 2115/20 -, Rn. 4; Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 8. März 2022 - 2 BvR 302/22 -, Rn. 4; stRspr).
5 Die Verfassungsbeschwerden des Beschwerdeführers, der das Bundesverfassungsgericht wiederholt mit völlig aussichtslosen Eingaben befasst hat, sind nicht zur Entscheidung anzunehmen, da sie unzulässig sind. Den Beschwerdevorbringen sind nicht im Ansatz Ausführungen von verfassungsrechtlicher Substanz zu entnehmen. Damit genügt der Beschwerdevortrag den Begründungs- und Substantiierungsanforderungen der § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG ersichtlich nicht.
6 Diese Entscheidung ist unanfechtbar. Dies gilt auch hinsichtlich des Ausspruchs über die Missbrauchsgebühr (vgl. BVerfGE 133, 163 <167 Rn. 10>).