BVerfG — 2 BvR 1507/22, Ablehnung einstweilige Anordnung
Entscheidungsdatum: 2022-08-30
Aktenzeichen: 2 BvR 1507/22
ECLI: ECLI:DE:BVerfG:2022:rk20220830.2bvr150702
Dokumenttyp: Ablehnung einstweilige Anordnung
Normen: Art 2 Abs 2 S 1 GG, § 32 Abs 1 BVerfGG, § 765a Abs 1 S 1 ZPO, § 765a Abs 3 ZPO, § 885 Abs 1 S 1 ZPO
Vorinstanz: vorgehend LG Darmstadt, 19. Juli 2022, Az: 5 T 348/22, Beschlussvorgehend AG Offenbach, 15. Juli 2022, Az: 61 M 3919/22, Beschlussnachgehend BVerfG, 23. März 2023, Az: 2 BvR 1507/22, Nichtannahmebeschluss
Spruchkörper: 2. Senat 3. Kammer
Titelzeile
Unzulässiger Eilantrag im Verfassungsbeschwerdeverfahren bzgl bereits vollzogener Vollstreckung einer Zwangsräumung - Unstatthaftigkeit des Antragsziels des Räumungsschuldners, in den Besitz der Wohnung wiedereingesetzt zu werden
Tenor
Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt. Er ist unzulässig, da das Bundesverfassungsgericht die von dem Beschwerdeführer mit diesem Antrag begehrte Rechtsfolge, die Wiedereinsetzung in den Besitz der Wohnung, im Verfahren der Hauptsache nicht bewirken könnte (vgl. BVerfGE 7, 99 <105>; 14, 192 <193>; 16, 220 <226>; 151, 58 <64 Rn. 13>; 155, 357 <374 Rn. 38>; BVerfGK 1, 32 <39>). Das Bundesverfassungsgericht kann im Verfassungsbeschwerdeverfahren eine etwaige Grundrechtsverletzung feststellen und den betroffenen Hoheitsakt, hier die angegriffenen fachgerichtlichen Entscheidungen über den Vollstreckungsschutzantrag nach § 765a ZPO, aufheben (§ 95 Abs. 2 BVerfGG), nicht jedoch über die Beseitigung der dadurch verursachten Beschwer hinaus den Beteiligten des Ausgangsverfahrens ein bestimmtes Verhalten zur Pflicht machen (vgl. BVerfGE 7, 99 <106>; 14, 192 <193>).
Gründe
1 Diese Entscheidung ist unanfechtbar.