Value fixed in constitutional complaint proceedings

BVerfG 2 BvR 1958/13Bverfg / 2. Abteilung19.07.2016Granted

Zusammenfassung

The Federal Constitutional Court determined the fee-relevant subject values in a constitutional complaint case. It set the value for the main constitutional complaint proceedings at EUR 50,000 and the value for the interim relief proceedings at EUR 16,000. The Court based the determination on § 37(2) sentence 2 and § 14(1) RVG. For interim relief, it aligned the amount with the value used in administrative-law preliminary relief proceedings; for the complaint proceedings, it increased the value because of the objective importance of the case.

Regest

§ 37 Abs. 2 Satz 2, § 14 Abs. 1 RVG; Gegenstandswertfestsetzung im verfassungsgerichtlichen Verfahren. Der Gegenstandswert ist nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung der Bedeutung der Sache festzusetzen. Für Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes ist grundsätzlich an den Streitwert der entsprechenden verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren anzuknüpfen. Im Verfassungsbeschwerdeverfahren kann eine Erhöhung des Ausgangswerts wegen der objektiven Bedeutung der Sache gerechtfertigt sein (vgl. Erwägungen zur Wertbemessung).

Gesamter Gesetzestext

BVerfG — 2 BvR 1958/13, Gegenstandswertfestsetzung im verfassungsgerichtlichen Verfahren

Entscheidungsdatum: 2016-07-19

Aktenzeichen: 2 BvR 1958/13

ECLI: ECLI:DE:BVerfG:2016:rs20160719.2bvr195813

Dokumenttyp: Gegenstandswertfestsetzung im verfassungsgerichtlichen Verfahren

Normen: Art 33 Abs 2 GG, Art 33 Abs 5 GG, § 37 Abs 2 S 2 BVerfGG, § 18 S 2 BBesG vom 11.07.2013, § 14 Abs 1 RVG

Vorinstanz: vorgehend Hamburgisches Oberverwaltungsgericht, 29. Juli 2013, Az: 1 Bs 145/13, Beschlussvorgehend BVerfG, 16. Dezember 2013, Az: 2 BvR 1958/13, Einstweilige Anordnungvorgehend BVerfG, 16. Dezember 2015, Az: 2 BvR 1958/13, Beschluss

Spruchkörper: 2. Senat

Titelzeile

Gegenstandswertfestsetzung im Verfassungsbeschwerdeverfahren

Tenor

Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit für das Verfassungsbeschwerdeverfahren wird auf 50.000 € (in Worten: fünfzigtausend Euro) und für das Verfahren über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung auf 16.000 € (in Worten: sechzehntausend Euro) festgesetzt.

Gründe

1 Die Festsetzung der Gegenstandswerte beruht auf § 37 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit § 14 Abs. 1 RVG.

2 Für das Verfahren über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung orientiert sich der Gegenstandswert an dem Streitwert in den verwaltungsgerichtlichen Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes. Für das Verfassungsbeschwerdeverfahren führt die objektive Bedeutung der Sache zu einer Werterhöhung.

Schlagwörter

subject matter valueconstitutional complaintinterim reliefattorney feesobjective importance