BGH, Beschluss vom 13.06.2023 - VIII ZR 402/21•BGH, 2023-06-13 — VIII ZR 402/21
BGH, Beschluss vom 13.06.2023 - VIII ZR 402/21Bgh / 8. Zivilsenat13.06.2023
BGH | Beschluss | 2023-06-13 | VIII ZR 402/21
Entscheidungsdatum: 2023-06-13
Aktenzeichen: VIII ZR 402/21
ECLI: ECLI:DE:BGH:2023:130623BVIIIZR402.21.0
Dokumenttyp: Beschluss
Vorinstanz: vorgehend BGH, 4. April 2023, Az: VIII ZR 402/21vorgehend LG Berlin, 29. Oktober 2021, Az: 66 S 314/20vorgehend AG Tempelhof-Kreuzberg, 3. November 2020, Az: 13 C 45/19
Spruchkörper: 8. Zivilsenat
Die Anhörungsrüge der Kläger gegen den Senatsbeschluss vom 4. April 2023, mit dem ihre Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen worden ist, wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen.
I.
1 Die durch den zweitinstanzlichen Prozessbevollmächtigten der Kläger erhobene Anhörungsrüge, über die der Senat in der nach seinen Mitwirkungsgrundsätzen gemäß § 21g GVG berufenen regulären Spruchgruppe und nicht in derselben Besetzung wie in der angegriffenen Entscheidung zu entscheiden hat (st. Rspr.; vgl. nur BVerfG, Beschluss vom 18. Februar 2020 - 1 BvR 1750/19, juris Rn. 13 mwN; Senatsbeschluss vom 6. Dezember 2022 - VIII ZR 5/22, juris Rn. 1), ist mangels Einlegung durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt unzulässig. Im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde besteht Anwaltszwang gemäß § 78 Abs. 1 Satz 3 ZPO. Dies gilt auch für eine in diesem Verfahren erhobene Anhörungsrüge (vgl. BGH, Beschlüsse vom 22. Juni 2017 - IX ZR 99/16, juris Rn. 1; vom 9. Juni 2021 - VII ZR 190/19, juris Rn. 1; vom 6. Dezember 2022 - VIII ZR 5/22, aaO Rn. 8; vom 7. März 2023 - II ZR 210/21, juris Rn. 11).
II.
2 Im Übrigen wäre die Anhörungsrüge auch unbegründet, weil der Senat den Anspruch der Kläger auf Gewährung rechtlichen Gehörs nicht in entscheidungserheblicher Weise verletzt hat (§ 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 4 Satz 3 ZPO). Der Senat hat das Vorbringen der Kläger bezüglich der geltend gemachten Zulassungsgründe umfassend geprüft und für nicht durchgreifend erachtet. Von einer weiteren Begründung wird nach § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbs. 2 ZPO abgesehen, der im Anwendungsbereich des § 321a Abs. 4 Satz 5 ZPO entsprechend gilt (BVerfGK 18, 301, 307; Senatsbeschlüsse vom 11. Februar 2020 - VIII ZR 353/18, juris Rn. 9 mwN; vom 11. Mai 2021 - VIII ZR 239/20, juris Rn. 6; vom 6. Dezember 2022 - VIII ZR 5/22, aaO Rn. 7).
| Dr. Bünger | Dr. Schmidt | Dr. Matussek | ||
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| Dr. Reichelt | Dr. Böhm |