Criminal appeal ruling corrected for clerical error

BGH 5 StR 263/15Bgh / Criminal Chamber 504.08.2015Modified

Zusammenfassung

The Federal Court of Justice corrected an obvious clerical error in its earlier revision order of 14 July 2015, replacing the date '14 July' with '13 July' in the reference to the written submission. It also noted that, after receipt of a written counterstatement to the Federal Public Prosecutor General’s submission without any reservation of further argument, it is legally permissible and common practice to decide before expiry of the two-week period in § 349(3) sentence 2 StPO.

Regest

§ 349 Abs. 3 S. 2 StPO; Entscheidung vor Ablauf der Gegenerklärungsfrist nach Eingang einer schriftlichen Gegenerklärung ohne Vorbehalt weiterer Ausführungen zulässig und üblich; die Frist dient dem rechtlichen Gehör, kann aber entfallen, wenn die Beteiligten sich abschließend geäußert haben (vgl. consid. 2). Offensichtliche Schreibversehen in einem Beschluss können berichtigt werden, wenn sich der Fehler aus dem Zusammenhang eindeutig ergibt; die Berichtigung erfolgt durch formelle Klarstellung des Tenors.

Gesamter Gesetzestext

BGH — 5 StR 263/15, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2015-08-04

Aktenzeichen: 5 StR 263/15

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 349 Abs 2 StPO, § 349 Abs 3 S 2 StPO

Vorinstanz: vorgehend BGH, 14. Juli 2015, Az: 5 StR 263/15vorgehend LG Lübeck, Az: 7a KLs 27/14

Spruchkörper: 5. Strafsenat

Titelzeile

Revisionsverfahren: Zulässigkeit einer gerichtlichen Entscheidung vor Ablauf der zweiwöchigen Gegenerklärungsfrist

Tenor

Der Senatsbeschluss vom 14. Juli 2015 wird wegen eines offensichtlichen Schreibversehens dahingehend berichtigt, dass nach den Worten „Der Schriftsatz vom“ die Angabe „14. Juli“ durch die Angabe „13. Juli“ ersetzt wird.

Zum Schriftsatz vom 24. Juli 2015 bemerkt der Senat, dass es rechtlich zulässig und durchaus übliche Praxis ist, nach Eingang einer schriftlichen Gegenerklärung zur Zuschrift des Generalbundesanwalts, in der nicht weitere Ausführungen vorbehalten werden, auch schon vor Ablauf der in § 349 Abs. 3 Satz 2 StPO bezeichneten Frist zu entscheiden (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Oktober 1981 – 4 StR 506/81, MDR 1982, 283 [bei Holtz]; LR-StPO/Franke, 26. Aufl., § 349 Rn. 20 mwN; allg. M.).

Schneider Dölp König

Bellay Feilcke

Schlagwörter

revisionclerical errorcorrectionresponse periodwritten counterstatementcriminal procedure