Transfer pay and payroll statement claim denied

BAG 5 AZR 18/15Bag / 5. Abteilung16.12.2015Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Labour Court dismissed the employee’s revision. It held that no claim existed to increase transfer short-time allowance to the monthly reference gross pay in the transfer employment relationship. It further denied a claim for additional payroll statements, because the employer had already provided statements for payments made and section 108(1) GewO does not confer a right to accounting before payment. The plaintiff had to bear the costs of the revision.

Regest

§ 108 Abs. 1 GewO; payroll statements and transfer remuneration: An accounting claim under labour law is confined to remuneration already paid. It does not create a right to a statement before payment. In a transfer employment relationship, the employee has no entitlement to top up transfer short-time allowance to the reference gross pay if the calculation adopted by the transfer company merely secures the agreed net amount; the decisive entitlement must follow from the substantive pay arrangement, not from the accounting mechanism. Where the legal basis for a higher gross transfer remuneration is absent, ancillary claims for corresponding statements fail as well (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

BAG — 5 AZR 18/15, Urteil

Entscheidungsdatum: 2015-12-16

Aktenzeichen: 5 AZR 18/15

ECLI: ECLI:DE:BAG:2015:161215.U.5AZR18.15.0

Dokumenttyp: Urteil

Vorinstanz: vorgehend ArbG München, 21. Februar 2014, Az: 42 Ca 1913/13, Urteilvorgehend Landesarbeitsgericht München, 12. November 2014, Az: 11 Sa 542/14, Urteil

Spruchkörper: 5. Senat

Tenor

  1. Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts München vom 12. November 2014 - 11 Sa 542/14 - wird zurückgewiesen.

  2. Der Kläger hat die Kosten der Revision zu tragen.

Tatbestand

1 Die Parteien streiten über die Höhe des Entgelts im Transferarbeitsverhältnis (Transferentgelt) sowie über Abrechnung.

2 Der Kläger war bis zum 30. September 2012 bei der N S N GmbH & Co. KG (im Folgenden NSN) in deren Betrieb Region N beschäftigt. Die beklagte N S N Tg mbH (NSN TG) ist eine von NSN finanzierte Transfergesellschaft, zu der der Kläger seit dem 1. Oktober 2012 in einem Transferarbeitsverhältnis stand. Die Beklagte berechnete für den Zeitraum der Bewilligung von Transferkurzarbeitergeld das monatliche Transferentgelt des Klägers so, dass die Summe von Transferkurzarbeitergeld und Zuschuss dem Betrag entsprach, den der Kläger auf Basis des Referenzbruttoentgelts (75 vH des 13,5-fachen Betrags des zuletzt bei NSN bezogenen Bruttomonatseinkommens dividiert durch zwölf) nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen als Nettoentgelt erhalten hätte.

3 Mit der Klage verlangt der Kläger ein Bruttotransferentgelt in Höhe des Referenzbruttoentgelts. Hiervon dürfe das bezogene Transferkurzarbeitergeld in Abzug gebracht werden.

4 Der Kläger hat, soweit für die Revision von Bedeutung, zuletzt sinngemäß beantragt, die Beklagte zur Zahlung des von ihm errechneten Differenzbetrags und Erteilung entsprechender Abrechnungen zu verurteilen.

5 Im Ergebnis haben die Vorinstanzen die Klage abgewiesen. Mit der vom Landesarbeitsgericht zugelassenen Revision verfolgt der Kläger seine Klageforderungen weiter.

Entscheidungsgründe

6 Die Revision des Klägers ist unbegründet.

7 I. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Aufstockung des Transferkurzarbeitergeldes auf das monatliche Referenzbruttoentgelt. Dies hat der Senat in seinem am heutigen Tag ergangenen Urteil in einem Parallelverfahren (- 5 AZR 567/14 - Rn. 10 ff.) entschieden, auf dessen Begründung verwiesen wird.

8 II. Der Kläger hat keinen Anspruch auf Erteilung weiterer Lohnabrechnungen. Abrechnungen über geleistete Zahlungen hat die Beklagte erteilt. Einen Abrechnungsanspruch „vor Zahlung“ begründet § 108 Abs. 1 GewO nicht.

9 III. Die Kostenentscheidung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO.

BieblWeberVolk
ZollerJungbluth

Schlagwörter

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