Separate value for counsel of one co-defendant in appeal

BGH V ZR 49/15Bgh / V. Zivilkammer16.06.2016Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court of Justice decided on the counsel’s application under § 33 RVG for a separate fee value determination in a civil non-admission complaint proceeding. It held that, for the request for consent to deletion of a priority notice, one quarter of the asserted property market value was the relevant benchmark. Adding that amount to the monetary claim yielded a total procedural value of EUR 174,254.

Omnilex-Regeste

§ 33 Abs. 1 Alt. 1 RVG; separate value determination for counsel fees in appeal proceedings: where the claim includes consent to deletion of an Auflassungsvormerkung, the value of that part of the subject matter is generally assessed at one quarter of the asserted market value of the property. This benchmark, also used by the instance courts, is combined with the value of any monetary claim to determine the overall fee value (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

BGH — V ZR 49/15, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2016-06-16

Aktenzeichen: V ZR 49/15

ECLI: ECLI:DE:BGH:2016:160616BVZR49.15.0

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 33 RVG

Vorinstanz: vorgehend OLG München, 19. Januar 2015, Az: 21 U 2286/14vorgehend LG München I, 7. Mai 2014, Az: 25 O 330/05nachgehend BGH, 2. Februar 2017, Az: V ZR 49/15, Beschluss

Spruchkörper: 5. Zivilsenat

Titelzeile

Gegenstandswert einer Nichtzulassungsbeschwerde: Antrag des Anwalts eines Streitgenossen auf gesonderte Gegenstandswertfestsetzung; Wertbemessung bei Antrag auf Grundbuchlöschung einer Auflassungsvormerkung

Tenor

Der Gegenstandswert des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens für die Vergütung des Prozessbevollmächtigten der Beklagten zu 3 beträgt 174.254 €.

Gründe

1 1. Das Berufungsgericht hat - soweit hier von Interesse - die Berufung des Klägers gegen die Abweisung seiner Anträge zurückgewiesen, die Beklagten zu 1 bis 3 zur Zahlung von 106.030,79 € und die Beklagte zu 3 weiter zu verurteilen, der Löschung der zu Gunsten der Beklagten zu 1 und 2 eingetragenen Auflassungsvormerkung zuzustimmen. Die dagegen gerichtete Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers ist erfolglos geblieben. Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens für die Gerichtsgebühren ist gemäß § 39 Abs. 1 GKG auf 438.849,28 € festgesetzt worden. Der Prozessbevollmächtigte der Beklagten zu 3 beantragt, den Gegenstandswert bezüglich seiner anwaltlichen Tätigkeit festzusetzen.

2 2. Der Antrag ist nach § 33 Abs. 1 Alt. 1 RVG zulässig. Bei der Bemessung des Gegenstandswerts für die anwaltliche Tätigkeit des Prozessbevollmächtigten der Beklagten zu 3 ist bezüglich des Klageantrags auf Zustimmung zur Löschung der Auflassungsvormerkung von einem Viertel des vom Kläger angegebenen Verkehrswertes des Grundstücks in Höhe von 272.892,84 € (vgl. zu diesem Regelwert Senat, Beschluss vom 14. Februar 1973 - V ZR 179/72, NJW 1973, 654, 655 unter III.; Zöller/Herget, ZPO, 31. Aufl., § 3 Rn. 16 unter "Auflassungsvormerkung") auszugehen, den insoweit auch die Instanzgerichte bei ihrer Festsetzung des Gegenstandswerts in Ansatz gebracht haben. Dies sind 68.223,21 €. Unter Berücksichtigung des bezifferten Zahlungsantrages von 106.030,79 € ergibt sich ein Gesamtbetrag von 174.254 €.

Stresemann Brückner Weinland

Kazele Haberkamp

Schlagwörter

court feesvalue determinationpriority noticeproperty valueappeal costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the value of the non-admission complaint for counsel's fees must be separately determined for defendant 3, and at what amount.

Extrahierter Entscheid

The application was admissible and the fee value was set at EUR 174,254.

Extrahierte Begründung

For the claim seeking consent to deletion of the registered priority notice, one quarter of the property’s asserted market value was used as the relevant amount, namely EUR 68,223.21. Together with the monetary claim of EUR 106,030.79, this produced a total value of EUR 174,254.

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