BGH, Vorlagebeschluss vom 16.12.2015 - 1 ARs 31/14•BGH, 2015-12-16 — 1 ARs 31/14
BGH, Vorlagebeschluss vom 16.12.2015 - 1 ARs 31/14Bgh / 1. Strafsenat16.12.2015
BGH | Vorlagebeschluss | 2015-12-16 | 1 ARs 31/14 | Beantwortung der Anfrage des 2. Strafsenats zur Berücksichtigung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters im Rahmen der Zumessung eines Schmerzensgeldes
Entscheidungsdatum: 2015-12-16
Aktenzeichen: 1 ARs 31/14
ECLI: ECLI:DE:BGH:2015:161215B1ARS31.14.0
Dokumenttyp: Vorlagebeschluss
Normen: § 406 Abs 1 StPO, § 253 Abs 2 BGB
Vorinstanz: vorgehend BGH, 8. Oktober 2014, Az: 2 StR 137/14, Beschlussnachgehend BGH, 14. April 2016, Az: 2 StR 137/14, Vorlagebeschlussnachgehend BGH, 16. September 2016, Az: VGS 1/16, Beschlussnachgehend BGH, 11. Mai 2017, Az: 2 StR 324/14, Beschlussnachgehend BGH, 11. Mai 2017, Az: 2 StR 420/15, Beschlussnachgehend BGH, 11. Mai 2017, Az: 2 StR 522/14, Beschlussnachgehend BGH, 11. Mai 2017, Az: 2 StR 374/14, Beschlussnachgehend BGH, 11. Mai 2017, Az: 2 StR 428/14, Beschlussnachgehend BGH, 11. Mai 2017, Az: 2 StR 518/14, Beschlussnachgehend BGH, 11. Mai 2017, Az: 2 StR 137/14, Beschluss
Spruchkörper: 1. Strafsenat
Beantwortung der Anfrage des 2. Strafsenats zur Berücksichtigung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters im Rahmen der Zumessung eines Schmerzensgeldes
Der vom 2. Strafsenat beabsichtigten Entscheidung, dass bei der billigen Entschädigung in Geld (§ 253 Abs. 2 BGB) weder die wirtschaftlichen Verhältnisse des Geschädigten noch die des Schädigers zu berücksichtigen sind, steht Rechtsprechung des 1. Strafsenats entgegen. An dieser Rechtsprechung hält der 1. Strafsenat fest.
1 Der Senat stimmt der Rechtsauffassung des anfragenden Senats nicht zu; er hält deshalb an seiner entgegenstehenden Rechtsprechung fest. Zur Begründung bezieht er sich auf die Beschlüsse des Großen Senats für Zivilsachen des Bundesgerichtshofs vom 6. Juli 1955 – GSZ 1/55, BGHZ 18, 149 und des VI. Zivilsenats vom 28. Juli 2015 – GSZ 1/14 (siehe auch Großer Senat für Zivilsachen des Bundesgerichtshofs, Beschluss vom 12. Oktober 2015 – GSZ 1/14).
Raum Graf Jäger
Cirener Bär