Revision: sentence corrected due to discrepancy between tenor and reasons

BGH 3 StR 265/15Bgh / III. Strafkammer04.08.2015Modified

Zusammenfassung

The BGH dealt with a revision in a fraud case where the LG Stade's operative part fixed a total prison sentence of one year and four months, but the reasons stated one year and three months. The court corrected the sentence to one year and three months and left the suspended execution on probation untouched. The remainder of the revision was dismissed. Despite the partial success, the defendant was ordered to bear the costs of his appeal.

Regest

§ 354 Abs. 1 StPO; discrepancy between operative part and reasons of the judgment as to the sentence: the court of revision may amend the sentence to accord with the determination clearly expressed in the reasons, if the inconsistency is evident and the intended sanction can be ascertained. A merely minor partial success does not, by itself, justify a partial allocation of costs to the state under § 473 Abs. 4 StPO; the appellate court may order the appellant to bear the costs in full where no equitable deviation is warranted.

Gesamter Gesetzestext

BGH — 3 StR 265/15, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2015-08-04

Aktenzeichen: 3 StR 265/15

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 260 Abs 1 StPO, § 354 Abs 1 StPO

Vorinstanz: vorgehend LG Stade, 12. Dezember 2014, Az: 1301 KLs 3/14

Spruchkörper: 3. Strafsenat

Titelzeile

Revision in Strafsachen: Entscheidung des Revisionsgerichts bei Widerspruch zwischen Urteilstenor und Urteilsgründen hinsichtlich des Strafausspruchs

Tenor

Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Stade vom 12. Dezember 2014, soweit es ihn betrifft, im Strafausspruch dahin abgeändert, dass der Angeklagte zu der Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt wird; die Aussetzung der Vollstreckung zur Bewährung bleibt aufrechterhalten.

Die weitergehende Revision wird verworfen.

Der Angeklagte hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

Gründe

1 Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Betrugs in neun Fällen zu der Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt und deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt. Nach den Urteilsgründen hat es die Gesamtfreiheitsstrafe indes mit einem Jahr und drei Monaten bemessen. Entsprechend dem Antrag des Generalbundesanwalts setzt der Senat deshalb eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten fest.

2 Das weitergehende Rechtsmittel ist aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.

3 Der geringe Teilerfolg fordert nicht, die Verfahrenskosten oder die dem Angeklagten entstandenen notwendigen Auslagen teilweise der Staatskasse aufzuerlegen (§ 473 Abs. 4 StPO).

BeckerHubertMayer
RiBGH Gericke befindet sich
im Urlaub und ist daher
gehindert zu unterschreiben.Spaniol
Becker

Schlagwörter

revisionsentence discrepancyfraudprobationcostspartial success