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BGH VIII ZR 366/13 ΓÇó Value of complaint in residential eviction cases
BGH VIII ZR 366/13Bgh / Civil Chamber 813.05.2014Dismissed
The Federal Court of Justice held that the plaintiff’s non-admission complaint was inadmissible because the complaint value did not reach the EUR 20,000 threshold under § 26 Nr. 8 EGZPO. In an eviction dispute concerning an indefinite residential lease, the value of the complaint for the eviction aspect is determined under §§ 8, 9 ZPO at 3.5 times the annual net rent. With a monthly net rent of EUR 260, the eviction component was EUR 10,920; together with EUR 2,555 for the payment claim, the total complaint value was EUR 13,475. The complaint was therefore dismissed at the plaintiff’s cost.
§ 26 Nr. 8 EGZPO; complaint against non-admission of revision; admissibility depends on whether the value of the complaint exceeds EUR 20,000. In eviction disputes concerning residential premises under an indefinite lease, the complaint value is determined according to §§ 8, 9 ZPO by 3.5 times the annual net rent, if the disputed period cannot otherwise be fixed. This applies where the tenant invokes a lifetime right of use. For the threshold calculation, separate value components for monetary and eviction relief are to be aggregated (consid. 1-2).
Entscheidungsdatum: 2014-05-13
Aktenzeichen: VIII ZR 366/13
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 8 ZPO, § 9 ZPO, § 26 Nr 8 ZPOEG
Vorinstanz: vorgehend LG Osnabrück, 22. November 2013, Az: 12 S 17/13vorgehend AG Osnabrück, 14. Dezember 2012, Az: 7 C 117/12 (4)
Spruchkörper: 8. Zivilsenat
Wohnraummietvertrag auf unbestimmte Zeit: Wert der Beschwer bei Räumungsklage
Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil der 12. Zivilkammer des Landgerichts Osnabrück vom 22. November 2013 (12 S 17/13) wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen.
Streitwert für das Beschwerdeverfahren: 5.675 €.
1 Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig, weil die mit der Revision geltend zu machende Beschwer von über 20.000 € nicht erreicht ist (§ 26 Nr. 8 EGZPO). Die (Rechtsmittel-) Beschwer der Klägerin beträgt 13.475 € und setzt sich zusammen aus einem Betrag in Höhe von 2.555 € (soweit die Vollstreckungsgegenklage der Klägerin gegen die Verurteilung zur Zahlung dieses Betrages keinen Erfolg hatte) und einem Wert von 10.920 € (soweit die gegen die Verurteilung zur Räumung gerichtete Vollstreckungsgegenklage erfolglos blieb).
2 Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats bestimmt sich der Wert der Beschwer in einer Streitigkeit über die Räumung von Wohnraum gemäß §§ 8, 9 ZPO nach dem 3 1/2-fachen Jahreswert der Nettomiete, wenn es sich um ein Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit handelt und sich deshalb die "streitige" Zeit nicht bestimmen lässt (Senatsbeschlüsse vom 13. März 2007 - VIII ZR 189/06, NZM 2007, 355 Rn. 2 mwN; vom 12. März 2008 - VIII ZB 60/07, WuM 2008, 296 Rn. 9, sowie vom 22. Januar 2013 - VIII ZR 104/12, NZM 2013, 265 Rn. 8). Dies ist hier der Fall, da sich die Klägerin auf ein lebenslanges Nutzungsrecht beruft. Angesichts der monatlichen Nettomiete von 260 € beläuft sich der 3 1/2-fache Jahreswert hier auf 10.920 € (42 x 260 €).
Dr. Frellesen Dr. Milger Dr. Fetzer
Dr. Bünger Kosziol