Insolvency clawback: payment of third-party leasing debt is not gratuitous

BGH IX ZR 41/12Bgh / Civil Chamber 914.02.2013Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Court of Justice rejected the plaintiff’s non-admission complaint in an insolvency clawback case. It held that no ground for admission was shown. On the merits, the court reiterated that, for § 134 InsO, the question whether payment of leasing installments for a third party is gratuitous depends on the maturity of each installment. If the lessor still owes the counter-performance by allowing continued use of the leased object, the payment is not gratuitous. Costs were imposed on the plaintiff.

Regest

§ 134 InsO; gratuitousness of performance when a debtor pays a third party’s leasing debt: the relevant point for assessing gratuitousness is the maturity of each individual installment, not the conclusion of the leasing contract. If, at the time of payment, the lessor still owes the reciprocal performance of continued transfer of use of the leased object, the discharge of the installment debt is not gratuitous. A non-admission complaint is unsuccessful where it reveals neither fundamental significance nor a need for legal development or uniformity (consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

BGH — IX ZR 41/12, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2013-02-14

Aktenzeichen: IX ZR 41/12

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 134 InsO

Vorinstanz: vorgehend OLG Braunschweig, 9. Januar 2012, Az: 7 U 73/10vorgehend OLG Braunschweig, 30. September 2011, Az: 7 U 73/10vorgehend LG Braunschweig, 13. September 2010, Az: 4 O 771/10

Spruchkörper: 9. Zivilsenat

Titelzeile

Insolvenzanfechtung: Unentgeltlichkeit der Leistung bei Tilgung einer fremden Schuld im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen

Tenor

Die Nichtzulassungsbeschwerde gegen den Beschluss des 7. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Braunschweig vom 9. Januar 2012 wird auf Kosten des Klägers zurückgewiesen.

Der Wert des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde wird auf 23.189,61 € festgesetzt.

Gründe

1 Die Nichtzulassungsbeschwerde bleibt ohne Erfolg, weil sie keinen Zulassungsgrund aufdeckt. Die Sache hat weder grundsätzliche Bedeutung noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts.

2 1. Die Rüge, der Zurückweisungsbeschluss sei schon deshalb aufzuheben, weil er den für die Entscheidung maßgeblichen Sachverhalt nicht wiedergebe und damit auch das mit dem Rechtsmittel verfolgte Rechtsschutzziel nicht deutlich werden lasse, greift nicht durch. In dem Beschluss wird auf den Hinweisbeschluss des Berufungsgerichts vom 30. September 2011 Bezug genommen, aus dem der Sachverhalt, welcher Gegenstand der Entscheidung des Berufungsgerichts ist, und das Rechtsschutzziel des Klägers entnommen werden kann.

3 2. Ungeachtet der Entstehung von betagten Forderungen mit Abschluss eines Finanzierungsleasingvertrages (BGH, Urteil vom 14. Dezember 1989 - IX ZR 283/88, BGHZ 109, 368, 372 f; vom 3. Juni 1992 - VIII ZR 138/91, BGHZ 118, 282, 290 f) kommt es für die Beurteilung der Frage, ob eine unentgeltliche Leistung vorliegt, wenn der Schuldner Leasingraten für einen Dritten begleicht, auf den Zeitpunkt an, zu dem die einzelnen Leasingraten fällig werden. Hat der Leasinggeber anschließend noch die von ihm geschuldete ausgleichende Gegenleistung zu erbringen und dem Leasingnehmer den Gebrauch des Leasingobjekts weiter zu überlassen, erfolgt die Tilgung der Forderung des Leasinggebers nicht unentgeltlich (vgl. BGH, Urteil vom 5. Juni 2008 - IX ZR 163/07, ZInsO 2008, 811).

4 Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.

Kayser Raebel Lohmann

Pape Möhring

Schlagwörter

insolvency clawbackgratuitous performanceleasingthird-party paymentnon-admission complaintcosts