Estate partition claim after rescission of heir share purchase contract

BGH IV ZR 155/12Bgh / IV. Zivilkammer24.10.2012Dismissed

Zusammenfassung

The BGH rejected the defendant's non-admission complaint against the KG Berlin judgment. It held that the case did not justify admission of revision and reaffirmed its settled case law that restitution under § 346 BGB, functioning as a relationship surrogate under § 2041 BGB, does not itself complete estate partition under § 2042 BGB. The court also dismissed the asserted hearing complaints under Art. 103(1) GG. Costs of the complaint proceedings were imposed on the defendant.

Regest

§ 543 Abs. 2 ZPO; §§ 2041, 2042 BGB, § 346 BGB; non-admission complaint concerning whether restitution after rescission of an heir share purchase contract terminates the estate community. Restitution claims arising from rescinded transactions do not, as relationship surrogates, amount to a complete distribution of all estate assets. The estate community therefore persists until all assets are fully partitioned; a mere return claim does not trigger dissolution. Existing case law is confirmed; a departure is not required merely because literature raises criticism. A hearing complaint under Art. 103(1) GG fails absent a relevant denial of the right to be heard (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

BGH — IV ZR 155/12, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2012-10-24

Aktenzeichen: IV ZR 155/12

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 346 BGB, § 2041 BGB, § 2042 BGB, Art 103 Abs 1 GG

Vorinstanz: vorgehend KG Berlin, 29. März 2012, Az: 20 U 270/11, Urteilvorgehend LG Berlin, 12. Oktober 2011, Az: 84 O 21/11

Spruchkörper: 4. Zivilsenat

Titelzeile

Erbauseinandersetzung: Anspruch der Erbengemeinschaft infolge des Rücktritts von einem Erbteilskaufvertrag

Tenor

Die Beschwerde des Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 20. Zivilsenats des Kammergerichts vom 29. März 2012 wird zurückgewiesen. Die Rechtssache hat weder grundsätzliche Bedeutung noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).

Die Sache ist auf der Grundlage der Senatsrechtsprechung (Urteil vom 26. Februar 1953 - IV ZR 207/52, DNotZ 1955, 406) richtig entschieden. Zu einer Korrektur dieser Rechtsprechung, die in der Literatur weitestgehend Zustimmung erfahren hat (statt aller: MünchKomm-BGB/Ann, 5. Aufl. § 2042 Rn. 5 und Soergel/Manfred Wolf, BGB 13. Aufl. § 2042 Rn. 36, jeweils m.w.N.), besteht - worauf bereits das Berufungsgericht zutreffend hingewiesen hat - auch in Ansehung der von der Beschwerde in Bezug genommenen neueren kritischen Auseinandersetzung (Eberl-Borges, Die Erbauseinandersetzung 2000) kein Anlass. Insbesondere wird dabei nicht hinreichend berücksichtigt, dass in diesen Fällen über den Rückgewähranspruch gemäß § 346 BGB als sogenanntes Beziehungssurrogat gemäß § 2041 BGB eine Auseinandersetzung nicht stattgefunden hat, mithin eine vollständige Verteilung aller Nachlassgegenstände, die zum Erlöschen einer Erbengemeinschaft führt, nicht erfolgt ist. Daran ist uneingeschränkt festzuhalten.

Der Senat hat auch die Gehörsrügen (Art. 103 Abs. 1 GG) geprüft und für nicht durchgreifend erachtet.

Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.

Der Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahren (§ 97 Abs. 1 ZPO).

Streitwert: 170.000 €

Mayen Wendt Felsch

Lehmann Dr. Brockmöller

Schlagwörter

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