Heating cost statement and withdrawal of revision

BGH VIII ZR 291/11Bgh / Civil Chamber 813.03.2012Withdrawn

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

In this tenancy dispute about heating costs and the billing of cold-water and wastewater charges, the Federal Court of Justice announced that it intended to reject the defendants' revision by unanimous order. It considered the legal questions concerning the formation of a billing unit already settled and held that the omission of some house numbers in the designation of the economic unit did not affect formal regularity. The change in the billing circle for cold water and wastewater was also unobjectionable. The proceedings were ultimately concluded by withdrawal of the revision.

Omnilex-Regeste

§ 556 BGB; formation of a billing unit for operating costs and change of the billing circle for cold-water and wastewater charges: grouping several buildings supplied by a common heating system into one economic unit is permissible. An incomplete designation of the unit, in particular the omission of individual house numbers, does not as such impair the formal regularity of the statement of account. A change in the billing circle is also permissible if it serves to reduce administrative effort and is consistent with the principle of economy; the fact that different billing circles are based on different accounting periods does not necessarily render the statement of account objectionable.

Gesamter Gesetzestext

BGH — VIII ZR 291/11, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2012-03-13

Aktenzeichen: VIII ZR 291/11

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 556 BGB

Vorinstanz: vorgehend LG Itzehoe, 26. August 2011, Az: 9 S 80/09, Urteilvorgehend AG Pinneberg, 28. Mai 2009, Az: 63 C 186/08

Spruchkörper: 8. Zivilsenat

Titelzeile

Betriebskostenabrechnung bei Wohnraummiete: Bildung einer Wirtschaftseinheit; Versehen bei der Bezeichnung der Wirtschaftseinheit; Wechsel des Abrechnungskreises bezüglich der Kosten für Kalt- und Abwasser

Tenor

Der Senat beabsichtigt, die Revision der Beklagten durch einstimmigen Beschluss gemäß § 552a ZPO zurückzuweisen.

Gründe

1 1. Ein Grund für die Zulassung der Revision besteht nicht. Die mit der Bildung einer Abrechnungseinheit zusammenhängenden Rechtsfragen sind in der Rechtsprechung des Senats hinreichend geklärt (Senatsurteile vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 290/09, NZM 2010, 781 Rn. 10 f.; vom 20. Oktober 2010 - VIII ZR 73/10, NZM 2010, 895 Rn. 17 ff.; vom 2. Februar 2011 - VIII ZR 151/10, WuM 2011, 159 Rn. 11). Hinsichtlich der von den Beklagten beanstandeten Ausgliederung von Kaltwasser- und Entwässerungskosten aus dem vertraglich vereinbarten Abrechnungskreis hat der Senat im Urteil vom 26. Oktober 2011 (VIII ZR 268/10, WuM 2012, 25 Rn. 11) ausgesprochen, dass die Nachvollziehbarkeit der Abrechnung dadurch nicht beeinträchtigt wird. Die weitere vom Berufungsgericht aufgeworfene Frage, ob die Kaltwasser- und Entwässerungskosten im Hinblick auf eine nunmehr erfolgte Verbrauchserfassung auch aus dem bisherigen Abrechnungskreis ausgegliedert und zusammen mit den Kosten für Heizung und Warmwasser abgerechnet werden dürfen, wenn den Abrechnungskreisen nicht dieselbe Abrechnungsperiode zugrunde liegt, ist ebenfalls nicht grundsätzlicher Natur. Ein Meinungsstreit über diese spezielle und vom Berufungsgericht unter Heranziehung des Wirtschaftlichkeitsgebotes und der § 566a BGB zugrunde liegenden Wertung beantworteten Frage ist nicht ersichtlich.

2 2. Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg. Das Berufungsgericht hat zu Recht angenommen, dass der Klägerin der in der Berufungsinstanz noch verfolgte Nachzahlungsbetrag aus den Abrechnungen 2004/2005 sowie 2005/2006 über die Heizkosten nebst Kalt- und Abwasser zusteht. Die Bildung einer Wirtschaftseinheit, zu der die durch eine gemeinsame Heizungsanlage versorgten Gebäude zusammengefasst werden, ist nach der Rechtsprechung des Senats ohne weiteres zulässig (vgl. nur Senatsurteil vom 20. Oktober 2010 - VIII ZR 73/10, aaO). Dass die Klägerin in der Abrechnung bei der Bezeichnung der Wirtschaftseinheit die Hausnummern einiger Gebäude vergessen hat, berührt die formelle Ordnungsgemäßheit der Abrechnung nicht. Der von der Klägerin vorgenommene Wechsel des Abrechnungskreises bezüglich der Kosten für Kalt- und Abwasser ist weder aus formellen noch aus inhaltlichen Gründen zu beanstanden. Das Berufungsgericht hat zutreffend darauf abgestellt, dass auf diese Weise die Zahl der Ablesetermine reduziert wird und schon deshalb der Wechsel des Abrechnungskreises zulässig, unter Berücksichtigung des Gebotes der Wirtschaftlichkeit sogar geboten ist. Zur Vermeidung von Wiederholungen nimmt der Senat insoweit auf das Berufungsurteil Bezug.

3 3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses.

Ball Dr. Frellesen Dr. Milger

Dr. Hessel Dr. Schneider

Hinweis:

Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.

Schlagwörter

operating costsbilling uniteconomic unitheating costscold waterwastewaterformal regularityeconomy principlerevision

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether there were grounds to allow the revision against the appellate judgment on the heating cost statement.

Extrahierter Entscheid

No grounds for admission of the revision were apparent; the legal questions were already settled.

Extrahierte Begründung

The court referred to its established case law on the formation of a billing unit and on the permissibility of shifting cold-water and wastewater costs within the billing structure.

Kernrechtsfrage

Whether the landlord's grouping of buildings into one economic unit and the change in billing scope for cold water and wastewater were legally objectionable.

Extrahierter Entscheid

The formation of a common economic unit was permissible, the omission of some house numbers in the designation did not impair formal correctness, and the change in billing scope was unobjectionable.

Extrahierte Begründung

The court considered the change to reduce meter-reading appointments and therefore consistent with the principle of economy.

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