No claim to a general subletting permit under Section 553 BGB

BGH VIII ZR 290/11Bgh / Civil Chamber 821.02.2012Withdrawn

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court considered dismissing the tenant’s revision in a dispute over a claimed general permission to sublet. It held that Section 553 BGB does not provide a right to a blanket, non-person-specific subletting permit, only to permission for a specifically named third party. The court also found no reason to admit the revision for legal development or uniformity. The note states, however, that the revision proceedings were ultimately concluded by withdrawal.

Omnilex-Regeste

Section 553 BGB; tenant’s claim to subletting consent and limits of a general authorization: a right to consent to subletting exists only with respect to a specifically designated third person; the statute does not confer a claim to a general, person-independent subletting permit. Nor can a categorical refusal by the landlord be transformed, via good faith, into such a blanket entitlement. Admission of the revision for legal development or safeguarding uniform case law requires a need for clarifying guidance on a typical or generalizable legal question; where the answer is settled in doctrine and case law, this ground is absent (consid. 1-5).

Gesamter Gesetzestext

BGH — VIII ZR 290/11, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2012-02-21

Aktenzeichen: VIII ZR 290/11

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 553 BGB

Vorinstanz: vorgehend LG Hamburg, 2. September 2011, Az: 311 S 74/10vorgehend AG Hamburg, 29. September 2010, Az: 39A C 43/10

Spruchkörper: 8. Zivilsenat

Titelzeile

Mietvertrag: Anspruch des Mieters auf Erteilung einer generellen Untervermietungserlaubnis

Tenor

Der Senat beabsichtigt, die Revision des Klägers durch einstimmigen Beschluss gemäß § 552a ZPO zurückzuweisen.

Gründe

1 1. Ein Grund für die Zulassung der Revision liegt nicht vor. Das Berufungsgericht hat die Revision zugelassen, weil die Fortbildung des Rechts und die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts zu der Frage erfordere, "ob eine generelle Untervermietungserlaubnis unter dem Vorbehalt der Prüfung der Person des Untermieters ausnahmslos nicht verlangt werden könne". Dies trifft nicht zu.

2 a) Die Fortbildung des Rechts erfordert eine Entscheidung des Revisionsgerichts nur dann, wenn der Einzelfall Veranlassung gibt, Leitsätze für die Auslegung von Gesetzesbestimmungen des materiellen oder formellen Rechts aufzustellen oder Gesetzeslücken auszufüllen. Hierzu besteht nur dann Anlass, wenn es für die rechtliche Beurteilung typischer oder verallgemeinerungsfähiger Lebenssachverhalte an einer richtungsweisenden Orientierungshilfe ganz oder teilweise fehlt (st. Rspr., vgl. nur BGH, Beschlüsse vom 4. Juli 2002 - V ZR 16/02, BGHZ 151, 221, 225 und vom 27. März 2003 - V ZR 291/02, BGHZ 154, 288, 292).

3 Einer derartigen Orientierungshilfe durch das Revisionsgericht bedarf es hier offensichtlich nicht. Die vom Berufungsgericht formulierte Frage wird in der Literatur übereinstimmend dahin beantwortet, dass sich aus § 553 BGB kein Anspruch auf Erteilung einer generellen, nicht personenbezogenen Untermieterlaubnis ergibt; auch in der vom Berufungsgericht angeführten Rechtsprechung wird ein derartiger Anspruch nicht in Erwägung gezogen.

4 b) Die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfordert eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts in den Fällen der Divergenz sowie dann, wenn bei der Auslegung oder Anwendung revisiblen Rechts Fehler über die Einzelfallentscheidung hinaus die Interessen der Allgemeinheit nachhaltig berühren (BGH, Beschluss vom 4. Juli 2002 - V ZR 16/02, aaO S. 225 f.). Hierfür ist nichts ersichtlich.

5 2. Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg. Das Berufungsgericht hat rechtsfehlerfrei entschieden, dass sich aus § 553 BGB nur ein Anspruch auf Erteilung einer Untervermietungserlaubnis für einen namentlich bezeichneten Dritten ergeben kann und dass auch eine "kategorische" Erlaubnisverweigerung der Beklagten nicht zur Folge hat, dass dem Kläger nunmehr mit Rücksicht auf Treu und Glauben (§ 242 BGB) ein Anspruch auf Erteilung einer Untervermietungserlaubnis "unter dem Vorbehalt der Person des Untermieters" zusteht.

6 3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses.

Ball Dr. Milger Dr. Achilles

Dr. Schneider Dr. Fetzer

Hinweis:

Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.

Schlagwörter

sublettingtenant consentlandlord-tenant lawrevision admissibilitygood faith

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether revision should be admitted for clarification of a claim to a general subletting permit

Extrahierter Entscheid

No reason for admission existed because the legal question did not require further development of the law or protection of uniform case law.

Extrahierte Begründung

The matter was already answered consistently in literature and case law; no need for guideline-setting clarification on a typical or generalizable legal issue.

Kernrechtsfrage

Whether Section 553 BGB grants a tenant a right to a general, non-person-specific subletting permit

Extrahierter Entscheid

No. Section 553 BGB supports only a permit for a named third party, not a blanket authorization.

Extrahierte Begründung

The lower court correctly held that the statutory claim is limited to a concretely designated subtenant; a categorical refusal does not create a broader claim under good faith.

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