Residential lease: burden of proof for maintenance duty

BGH VIII ZR 96/11Bgh / Civil Chamber 817.08.2011Withdrawn

Zusammenfassung

In a residential lease dispute, the Federal Court indicated under Section 552a ZPO that the revision would be rejected without oral hearing. It held that the question whether an exterior wall gas heater becomes a material part of the property by installation was not of fundamental significance, and that the revision showed no prospect of success because the tenant had not proven landlord installation or a contractual maintenance duty. The proceeding was ultimately terminated by withdrawal of the revision.

Regest

§ 552a ZPO; leave to appeal and prospects of success in revision proceedings: A revision may be rejected by unanimous order where no ground for admission exists and the appeal has no prospect of success. The requirement of fundamental significance is not met by a fact-specific question whose answer depends on the concrete circumstances of the individual lease relation. In disputes over maintenance duties under § 535 BGB, the party invoking a landlord's obligation bears the burden of proving that the disputed item was installed by the landlord and thus belonged to the rented equipment; absent such proof, no legal error arises from a lower court's denial of a maintenance duty (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

BGH — VIII ZR 96/11, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2011-08-17

Aktenzeichen: VIII ZR 96/11

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 535 BGB, § 552a ZPO

Vorinstanz: vorgehend LG Köln, 24. Februar 2011, Az: 1 S 273/09vorgehend AG Köln, 1. September 2009, Az: 205 C 164/08

Spruchkörper: 8. Zivilsenat

Titelzeile

Wohnraummiete: Beweislastverteilung für Instandhaltungspflichten

Tenor

Der Senat beabsichtigt, die Revision durch einstimmigen Beschluss gemäß § 552a ZPO zurückzuweisen.

Gründe

1 1. Ein Grund für die Zulassung der Revision besteht nicht. Die Frage, ob und gegebenenfalls unter welchen Umständen ein zur Beheizung eines einzelnen Zimmers dienender Außenwandgasofen von der Größe einer mobilen Elektroheizung mit dem Einbau wesentlicher Bestandteil des Grundstücks wird, ist nicht grundsätzlicher Natur. Auch im Übrigen wirft der vorliegende Rechtsstreit keine Rechtsfragen auf, denen eine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zukommt.

2 2. Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg. Die Vorinstanzen haben eine Instandhaltungspflicht der in das Mietverhältnis als Vermieterin eingetretenen Beklagten für den Außenwandgasofen verneint, weil die Klägerin den Beweis dafür, dass dieser vermieterseits eingebaut wurde und deshalb zur Ausstattung der Mietsache gehörte, nicht hat führen können. Einen Rechtsfehler dieser tatrichterlichen Würdigung zeigt die Revision nicht auf. Soweit die Revision darauf hinweist, dass die Klägerin nach Aussage der als Zeugin vernommenen Mutter der Parteien zahlreiche Arbeiten in der Wohnung durchgeführt habe und deshalb nur Nebenkosten zu zahlen habe, ergibt sich daraus nichts für die Annahme, dass die Vermieterin nach dem Mietvertrag die Instandhaltungspflicht für den streitigen Außenwandgasofen treffen sollte.

3 3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses.

Ball Dr. Milger Dr. Achilles

Dr. Schneider Dr. Fetzer

Hinweis:

Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.

Schlagwörter

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