Limitation of tenant claims for unauthorized cosmetic repairs

BGH VIII ZR 265/10Bgh / Civil Chamber 804.05.2011Withdrawn

Zusammenfassung

The Federal Court considered whether the short limitation period of § 548(2) BGB applies to tenant claims for reimbursement or damages relating to cosmetic repairs carried out during the tenancy under an invalid renovation clause. It answered this in the affirmative and noted that the claims were filed too late after the lease ended on 2008-11-30. The Senate therefore saw no basis for admission of the revision and no prospect of success under § 552a ZPO. The notice adds that the revision proceedings were later concluded by withdrawal.

Regest

§ 548 Abs. 2 BGB applies to all tenant claims arising from cosmetic repairs carried out during the tenancy in reliance on an invalid renovation clause; this includes both unjust-enrichment claims and possible damages claims based on culpa in contrahendo or contractual duties. The limitation period begins with the end of the lease and bars claims filed after expiry, even where the tenant acted because the landlord invoked an ineffective clause (consid. 1-2). Where the Senate has already clarified the decisive legal question, there is neither a ground for admission nor a realistic prospect of success, so a revision may be rejected by unanimous order under § 552a ZPO.

Gesamter Gesetzestext

BGH — VIII ZR 265/10, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2011-05-04

Aktenzeichen: VIII ZR 265/10

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 539 Abs 1 BGB, § 548 Abs 2 BGB, § 677 BGB, § 683 S 1 BGB, § 812 Abs 1 BGB

Vorinstanz: vorgehend LG München II, 21. September 2010, Az: 12 S 561/10, Urteilvorgehend AG Miesbach, 13. Januar 2010, Az: 3 C 836/09

Spruchkörper: 8. Zivilsenat

Titelzeile

Wohnraummiete: Verjährung von Ersatzansprüchen wegen nicht geschuldeter Schönheitsreparaturen

Tenor

Der Senat beabsichtigt, die Revision durch einstimmigen Beschluss gemäß § 552a ZPO zurückzuweisen.

Gründe

1 1. Ein Grund für die Zulassung der Revision besteht nicht (mehr). Der Senat hat die grundsätzliche Rechtsfrage, ob die kurze Verjährung des § 548 Abs. 2 BGB auf Ansprüche des Mieters wegen Schönheitsreparaturen anzuwenden ist, zu deren Ausführung er mangels wirksamer Abwälzung der Renovierungspflicht nicht verpflichtet war, mit Urteil vom heutigen Tage im Verfahren VIII ZR 195/10 entschieden.

2 2. Die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg. Der Senat hat entschieden, dass sämtliche Ansprüche des Mieters wegen Schönheitsreparaturen, die er während des Mietverhältnisses im Hinblick auf eine später als unwirksam erkannte Renovierungsklausel vorgenommen hat, gemäß § 548 Abs. 2 BGB verjähren. Dies gilt für einen Bereicherungsanspruch ebenso wie für einen etwaigen Schadensersatzanspruch des Mieters (§ 280 Abs. 1, § 241 Abs. 1, § 311 Abs. 2 BGB) unter dem Gesichtspunkt, dass den Vermieter wegen der Verwendung der unwirksamen Renovierungsklausel ein Schuldvorwurf trifft. Das Berufungsgericht hat die von den Klägern geltend gemachten Ansprüche aus dem mit Ablauf des 30. November 2008 beendeten Mietverhältnis deshalb zu Recht als verjährt angesehen, denn die Klage ist erst am 27. August 2009 und damit nach Ablauf der Frist des § 548 Abs. 2 BGB eingereicht worden.

3 3. Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen ab Zustellung dieses Beschlusses.

Ball Dr. Frellesen Dr. Milger

Dr. Fetzer Dr. Bünger

Hinweis:

Das Revisionsverfahren ist durch Revisionsrücknahme erledigt worden.

Schlagwörter

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