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BGH VIII ZR 80/09 ΓÇó Tenant’s right to copies of accounting documents only exceptionally
BGH VIII ZR 80/09Bgh / Civil Chamber 813.04.2010Dismissed
The Federal Court rejected the tenant’s revision in a service-charge dispute. It held that, on the facts found by the appellate court, inspection of the supporting documents at the landlord’s place was not unreasonable despite the tenant’s relocation and stay abroad. The court also held that the revision did not warrant admission for reasons of fundamental importance or to secure uniform jurisprudence, because the questions raised about third-party inspection were not decisive for the case. The tenant was ordered to bear the costs of the revision.
§ 552a ZPO, § 543 Abs. 2 ZPO; tenant’s claim to receive copies of service-charge supporting documents instead of inspecting them at the landlord’s premises exists only exceptionally where on-site inspection is unreasonable. Whether such unreasonableness exists is primarily a question of tatrichterliche Würdigung and is reviewable only for legal error. Questions concerning whether a tenant association or retained counsel must inspect documents free of charge are irrelevant if the decisive factual basis for unreasonableness is absent or if third-party inspection was in practice impossible only on the specific facts. A revision lacking prospects of success and not meeting admission requirements is to be rejected under § 552a ZPO.
Entscheidungsdatum: 2010-04-13
Aktenzeichen: VIII ZR 80/09
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 242 BGB, § 556 BGB, § 552a ZPO, § 543 ZPO
Vorinstanz: vorgehend BGH, 19. Januar 2010, Az: VIII ZR 80/09, Beschlussvorgehend LG Köln, 5. März 2009, Az: 1 S 164/08, Urteilvorgehend AG Köln, 5. Mai 2008, Az: 206 C 1/08
Spruchkörper: 8. Zivilsenat
Wohnraummiete: Mieteranspruch auf Übersendung von Belegkopien zur Betriebskostenabrechnung im Ausnahmefall
Die Revision des Klägers gegen das Urteil der 1. Zivilkammer des Landgerichts Köln vom 5. März 2009 wird zurückgewiesen.
Der Kläger hat die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.
Der Streitwert wird auf 1.087,25 € festgesetzt.
1 Die Revision des Klägers ist gemäß § 552a ZPO zurückzuweisen, weil die Voraussetzungen für ihre Zulassung nicht vorliegen (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO) und das Rechtsmittel darüber hinaus keine Aussicht auf Erfolg bietet. Zur Begründung wird auf den Senatsbeschluss vom 19. Januar 2010 Bezug genommen (§ 552a Satz 2, § 522 Abs. 2 Satz 2 und 3 ZPO).
2 Das Berufungsgericht ist in rechtsfehlerfreier tatrichterlicher Würdigung zu der Auffassung gelangt, dass der Beklagten wegen ihres Umzugs nach M. und ihres studienbedingten Aufenthaltes in Portugal eine Belegeinsicht in K. nicht zumutbar ist. Auch die weitere Erwägung des Berufungsgerichts, eine Belegeinsicht durch Dritte sei für die Beklagte praktisch ausgeschlossen gewesen, ist in Anbetracht der vom Berufungsgericht dazu festgestellten Umstände aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden. Die von der Revision erörterte und unter dem Gesichtspunkt grundsätzlicher Bedeutung für klärungsbedürftig erachtete Frage, ob Mietervereine oder ein vom Mieter mandatierter Rechtsanwalt gehalten sind, für den Mieter unentgeltlich dessen Recht auf Belegeinsicht auszuüben, und ob die Entgeltlichkeit dieser Tätigkeit dem Mieter die Belegeinsicht durch diese Personen unzumutbar macht, ist daher nicht entscheidungserheblich.
3 Auch zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung ist die Zulassung der Revision nicht geboten. Die von der Revision zum Beleg einer Divergenz angeführten Urteile des LG Zwickau (WuM 2003, 271) und des AG Bremen (WuM 2005, 129) betreffen die hier nicht entscheidungserhebliche Frage, ob der am Ort wohnende Mieter deshalb die Übersendung von Belegkopien verlangen kann, weil er einen Mieterverein beauftragt hat und dieser nicht bereit oder nicht in der Lage ist, die Belege beim Vermieter einzusehen.
Ball Dr. Milger Dr. Achilles
Dr. Schneider Dr. Fetzer