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BGH 5 StR 27/10 ΓÇó Revision dismissed; partial pre-execution order became obsolete
BGH 5 StR 27/10Bgh / Criminal Chamber 523.02.2010Dismissed
The Federal Court dismissed the accused's revision against the Lübeck Regional Court judgment under Section 349(2) StPO. It held that the partial pre-execution order had become obsolete because, by virtue of the mandatory crediting of pre-trial detention and prison time under Section 51(2) StGB, more time had already been served than had been ordered as pre-execution. After finality of the judgment, the measure was to be executed immediately, so no separate annulment was required. The accused was ordered to bear the costs of the remedy.
§ 51 Abs. 2 StGB, § 67 StGB; Obsolescence of an order of partial pre-execution through mandatory crediting of already served custody and prison time. Where, by reason of the crediting mandated by § 51 Abs. 2 StGB, the time already served exceeds the period ordered as pre-execution, the order has no independent practical effect and becomes obsolete; upon finality of the judgment, the measure is to be executed immediately. In such circumstances, the court of appeal need not separately annul the pre-execution order if the same legal effect is achieved by the dismissal of the revision under § 349 Abs. 2 StPO (consid. 1).
Entscheidungsdatum: 2010-02-23
Aktenzeichen: 5 StR 27/10
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 51 Abs 2 StGB, § 67 StGB, § 349 Abs 2 StPO
Vorinstanz: vorgehend LG Lübeck, 1. Oktober 2009, Az: 7 KLs 12/09, Urteil
Spruchkörper: 5. Strafsenat
Strafverurteilung zu zeitiger Freiheitsstrafe und Maßregelanordnung: Obsoletwerden der Anordnung eines Teilvorwegvollzugs
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Lübeck vom 1. Oktober 2009 wird nach § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Die Anordnung des Teilvorwegvollzugs ist angesichts der gebotenen Anrechnung des Vollzugs von Untersuchungshaft und Strafhaft in der einbezogenen Sache hierauf gemäß § 51 Abs. 2 StGB obsolet geworden; insoweit kann nichts anderes gelten als bei Untersuchungshaftvollzug in derselben Sache (vgl. dazu Fischer, StGB 57. Aufl. § 67 Rdn. 9a). Mit Rechtskraft des angefochtenen Urteils ist nunmehr sofort die Maßregel zu vollstrecken, ohne dass es der vom Generalbundesanwalt beantragten Aufhebung des Teilvorwegvollzugs bedürfte. Angesichts umfassend gleicher Auswirkung der getroffenen zur beantragten Entscheidung ist der Senat nicht gehindert, allein auf der Grundlage des § 349 Abs. 2 StPO zu beschließen.
Ergänzend merkt der Senat an: Soweit der Generalbundesanwalt in seiner Antragsschrift versehentlich auch einen Untersuchungshaftvollzug von Juli 2007 bis Mai 2008 im Zusammenhang mit der vorletzten Vorverurteilung des Angeklagten als anrechenbar auf den Teilvorwegvollzug angesehen hat, ändert dies nichts an dem Befund, dass auch ohne dieses Versehen bislang schon mehr anrechenbarer Strafvollzug erfolgt ist, als Vorwegvollzug angeordnet worden ist.
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