Hearing complaint rejected for lack of substantive hearing violation

BVerwG 8 B 126/09, 8 B 76/09Bverwg / Division 808.02.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Administrative Court rejected the plaintiff’s hearing complaint against its prior order of 2009-11-09 (8 B 76.09). The complaint merely repeated earlier arguments and sought to remedy defects in the non-admission complaint after the expiry of the reasoning deadline. The court held that there was no violation of the right to be heard because it had considered the submissions but was not required to accept them. The plaintiff was ordered to bear the costs.

Omnilex-Regeste

§ 152a VwGO; § 133 Abs. 3 Satz 1, 3 VwGO; hearing complaint is not a substitute for a deficient non-admission complaint. A hearing complaint is unsuccessful where it merely repeats prior submissions and seeks to cure, after expiry of the reasoning deadline, the failure to identify a specific question of federal law or a decisive divergent legal proposition. Manifest error is not a ground for leave to appeal in revision proceedings under § 132 Abs. 2 VwGO. The right to be heard is satisfied when the court takes the submissions into account; it does not require following the party’s legal view or factual assessment.

Gesamter Gesetzestext

BVerwG — 8 B 126/09, 8 B 76/09, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2010-02-08

Aktenzeichen: 8 B 126/09, 8 B 76/09

Dokumenttyp: Beschluss

Spruchkörper: 8. Senat

Tenor

Die Anhörungsrüge der Klägerin gegen den Beschluss vom 9. November 2009 - BVerwG 8 B 76.09 - wird zurückgewiesen.

Die Klägerin trägt die Kosten des Verfahrens.

Gründe

1 Die Anhörungsrüge hat keinen Erfolg. Sie setzt sich nicht mit der Begründung des Beschlusses auseinander. Die Nichtzulassungsbeschwerde blieb ohne Erfolg, weil sich die Beschwerde im Stil einer Berufungsbegründung gegen die inhaltliche Richtigkeit des angegriffenen Urteils gewendet und damit die Darlegungsanforderungen des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO nicht erfüllt hatte. Mit der Anhörungsrüge wird im Wesentlichen das Vorbringen der Klägerin im ursprünglichen Verfahren auf Zulassung der Revision wiederholt und darüber hinaus geltend gemacht, dass die Entscheidung offenkundig unrichtig sei, von höchstrichterlichen Entscheidungen abweiche und der Sache insbesondere auch grundlegende Bedeutung zukomme. Unabhängig davon, dass der Zulassungsgrund der offenkundigen Unrichtigkeit keinen Revisionszulassungsgrund gemäß § 132 Abs. 2 VwGO darstellt (im Gegensatz zur Zulassungsberufung gemäß § 124 Abs. 2 VwGO), ist es nicht Sinn und Zweck des Anhörungsrügeverfahrens, die fehlende Darlegung im Beschwerdeverfahren nach Ablauf der Begründungsfrist (§ 133 Abs. 3 Satz 1 VwGO) nachzuholen oder zu ergänzen.

2 Der Senat hat darüber hinaus den Anspruch der Klägerin auf rechtliches Gehör in keiner Weise verletzt. Er hat die Ausführungen der Klägerin vollständig zur Kenntnis genommen und ist im Hinblick auf die Darlegungsanforderungen im Beschwerdeverfahren zu der Überzeugung gelangt, dass diesen die Beschwerdeschrift nicht genügt, weil sie weder eine bestimmte Rechtsfrage des Bundesrechts anführte, die im allgemeinen Interesse klärungsbedürftig und deren Klärung in den beabsichtigten Revisionsverfahren zu erwarten ist, noch einen inhaltlich bestimmten, die angefochtene Entscheidung tragenden Rechtssatz, mit dem die Vorinstanz einem in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes oder des Bundesverfassungsgerichts aufgestellten ebensolchen Rechtsatz in Anwendung derselben Rechtsvorschrift widersprochen hat, benannt hat. Das Gericht ist im Hinblick auf die Pflicht, rechtliches Gehör zu gewähren, nicht verpflichtet, dem Tatsachenvortrag oder der Rechtsauffassung eines Verfahrensbeteiligten in der Sache zu folgen (Beschlüsse vom 11. Februar 2008 - BVerwG 5 B 17.08 - juris und vom 2. November 2006 - BVerwG 7 C 10.06 - juris).

3 Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 1 VwGO.

Schlagwörter

hearing complaintright to be heardnon-admission complaintrevision leavecosts

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the hearing complaint against the prior order was well-founded

Extrahierter Entscheid

No. The complaint did not engage with the reasoning of the challenged order and merely repeated prior submissions; it was not a proper vehicle to cure missing arguments after expiry of the deadline.

Extrahierte Begründung

The court held that the hearing complaint may not be used to supplement deficiencies in the earlier non-admission complaint. The asserted manifest error is not itself a ground for leave to appeal in administrative court revision proceedings, and the court had already considered the submissions.

Kernrechtsfrage

Whether the plaintiff's right to be heard was violated

Extrahierter Entscheid

No violation occurred. The court had fully taken the plaintiff's submissions into account but was not obliged to follow them on the merits.

Extrahierte Begründung

The duty to grant a hearing requires consideration of the submissions, not agreement with them. The challenged order showed that the court had addressed the relevant requirements for leave to appeal and found them unmet.

Kernrechtsfrage

Allocation of costs

Extrahierter Entscheid

The plaintiff must bear the costs of the proceedings.

Extrahierte Begründung

Costs follow from the statutory rule applied by the court.

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