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BGH VI ZR 179/09 ΓÇó Manufacturer liability for supplier outlier and duty of inspection
BGH VI ZR 179/09Bgh / Civil Chamber 626.01.2010Dismissed
The Federal Court of Justice dismissed the claimant's non-admission complaint insofar as it concerned the second defendant. The claimant had not shown that the case had fundamental importance or that legal development or the need for uniform case law required review. The court also held that the appellate court had correctly denied liability for an isolated supplier outlier: selecting and checking a reputable supplier and concluding a quality-assurance agreement were sufficient on the facts, and the complaint failed to show any insufficiency in those measures. Costs of the complaint proceedings were imposed on the claimant.
§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO; non-admission complaint against refusal of leave to appeal; revision is admissible only if the case has fundamental significance or if development of the law or the safeguarding of uniform adjudication requires a decision of the appellate court. In reviewing alleged manufacturer liability for a supplier's isolated fabrication defect, the appellate court may rely on the selection and verification of a reputable supplier and on quality-assurance arrangements; liability for breach of own inspection duties is not established where the complaint does not substantiate the inadequacy of such precautions. No further reasoning is required under § 544 Abs. 4 Satz 2 ZPO when the complaint manifestly fails to meet the admissibility requirements.
Entscheidungsdatum: 2010-01-26
Aktenzeichen: VI ZR 179/09
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 823 Abs 1 BGB
Vorinstanz: vorgehend OLG Düsseldorf, 22. April 2009, Az: I-19 U 23/08, Urteilvorgehend LG Wuppertal, 19. Juni 2008, Az: 16 O 190/05
Spruchkörper: 6. Zivilsenat
Haftung des Endherstellers: Abgrenzung zwischen Konstruktions- und Fabrikationsfehler; Entlastungsbeweis bei einem durch einen "Ausreißer" des Zulieferers verursachten Schaden
Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 19. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 22. April 2009 wird, soweit sie die Beklagte zu 2 betrifft, zurückgewiesen, weil sie nicht aufzeigt, dass die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).
Die Nichtzulassungsbeschwerde wendet sich nicht dagegen, dass das Berufungsgericht das Vorliegen eines Konstruktionsfehlers verneint hat. Seine Beurteilung, die Beklagte zu 2 hafte auch nicht wegen eines Fabrikationsfehlers ("Ausreißer") unter dem Blickwinkel der Verletzung eigener Prüfungspflichten während des laufenden Bezugs der vom Zulieferer hergestellten Magnetschalter, ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden. Das Berufungsgericht hat in zulässiger Weise berücksichtigt, dass die Beklagte zu 2 ein renommiertes Zulieferunternehmen ausgewählt und eingehend überprüft hat. Nach den vom Berufungsgericht in Bezug genommenen Feststellungen des Landgerichts hat die Beklagte zu 2 mit dem Zulieferer auch eine Qualitätssicherungsvereinbarung abgeschlossen. Vortrag dazu, dass diese unzureichend sei, zeigt die Nichtzulassungsbeschwerde nicht auf.
Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbs. ZPO abgesehen.
Die Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO).
Streitwert: 42.738,94 €
Galke Zoll Wellner
Pauge Stöhr