Oberverwaltungsgericht NRW, 2020-12-15, 1 A 2712/19

1 A 2712/19Verwaltungsgericht15.12.2020

Regest

1. Der Beihilfeausschluss von Aufwendungen für die persönliche Tätigkeit von nahen Familienangehörigen des Beihilfeberechtigten in § 3 Abs. 6 Satz 1 BVO NRW ist mit dem Gleichheitssatz aus Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 16. September 1992 – 2 BvR 1161/89 –, juris). 2. Eine andere verfassungsrechtliche Bewertung rechtfertigt auch nicht die Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung mitsamt des in § 37 SGB XI geregelten Anspruchs auf Zahlung eines pauschalierten Pflegegeldes bei der Pflege durch nahe Angehörige.

Gesamter Gesetzestext

Oberverwaltungsgericht NRW — 1 A 2712/19 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2020-12-15

Aktenzeichen: 1 A 2712/19

ECLI: ECLI:DE:OVGNRW:2020:1215.1A2712.19.00

Dokumenttyp: Beschluss

Spruchkörper: 1. Senat

Normen: GG Art. 3 Abs. 1; SGB XI § 37; BVO NRW § 3 Abs. 6 Satz 1

Leitsätze

  1. Der Beihilfeausschluss von Aufwendungen für die persönliche Tätigkeit von nahen Familienangehörigen des Beihilfeberechtigten in § 3 Abs. 6 Satz 1 BVO NRW ist mit dem Gleichheitssatz aus Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 16. September 1992 – 2 BvR 1161/89 –, juris).

  2. Eine andere verfassungsrechtliche Bewertung rechtfertigt auch nicht die Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung mitsamt des in § 37 SGB XI geregelten Anspruchs auf Zahlung eines pauschalierten Pflegegeldes bei der Pflege durch nahe Angehörige.

Tenor

Der Antrag wird abgelehnt.

Der Kläger trägt die Kosten des Zulassungsverfahrens.

Der Streitwert wird auch für das Zulassungsverfahren auf die Wertstufe bis 1.000,- Euro festgesetzt.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.